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Eishockey

Eisbären liefern Traumspiel ab

Der Oberliga-Spitzenreiter schießt Rosenheim mit 10:2 aus der Arena. Verfolger Peiting kommt am Freitag.
Von Claus-Dieter Wotruba

Die Regensburger erzielen ein Tor nach dem anderen: Hier trifft Peter Flache (Mitte) zum 6:1. Foto: Brüssel
Die Regensburger erzielen ein Tor nach dem anderen: Hier trifft Peter Flache (Mitte) zum 6:1. Foto: Brüssel

Regensburg.Es war ein alter Eishockey-Schlachtruf, an den das Topspiel der Eisbären vom EV Regensburg in der Eishockey-Oberliga Süd gegen Rosenheim erinnerte. „Macht sie alle, schießt sie aus der Halle“ wurde schon oft gesungen: 2162 Zuschauer sahen, wie das Team von Trainer Igor Pavlov das in die Tat umsetzte. 10:2 (4:0, 3:1, 3:1) hieß es am Ende und der erste Tabelenplatz war vor dem Spitzen-Heimspiel am Freitag gegen Peiting eindrucksvoll untermauert.

Zwei Vergleiche, kein Heimsieger – das war die Bilanz der beiden Saisonduelle, von denen jedes Team in der Fremde eines mit 4:3 gewonnen hatte. So inspiriert wie die Fans, die mit einer Luftballon-Choreografie in Rot und Weiß ihren Treueschwur untermalten („Du bist der Verein, dem ich die Treue schwor“), begann das Eisbären-Team, das dem Gast keine Luft zum Atmen ließ und die von Igor Pavlov so oft beschworene Dominanz perfekt ausübte.

Entsprechend fielen die Tore binnen exakt acht Minuten wie reife Früchte. Das 1:0: Ein Hammer unter die Latte von Nikola Gajovsky, nachdem die Scheibe so mustergültig lief wie sie in Überzahl laufen soll (4.). Das 2:0: Constantin Ontl eroberte den Puck und behielt wunderbar die Übersicht, Nutznießer war Reihenpartner Erik Keresztury (9.). Das 3:0: Wenn’s läuft, dann läuft’s zeigte der Ontl-Schlenzer von der blauen Linie, der abgefälscht den Weg in die Maschen fand (12.).

Gäste-Keeper stürmt vom Eis

Das 4:0 nur 18 Sekunden später: Benedikt Böhm fiel ins Starbulls-Drittel ein, der Lukas Steinhauer ausspielte und vollendete. Der Starbulls-Keeper stürmte danach regelrecht vom Eis und machte Luca Endres Platz, das phänomenale Drittel mit fantastischen vier Toren war perfekt und selten ein Fan-Applaus so verdient wie dieser. Zwischendrin hatte Richard Divis die Scheibe übrigens beim Stand von 1:0 auch noch an den Pfosten gewuchtet (7.).

Luca Endres blieb immerhin 13:11 Minuten ohne Gegentor, dann verbuchte auch Eisbären-Reihe vier in Person von Matteo Stöhr mit dem 5:0 ihr erstes Tor. Zwar antwortete Rosenheim, das bis dahin bis auf einen Powerplay-Pfostentreffer kaum ein Bein auf den Boden gebracht hatte, 16 Sekunden später mit Manuel Neumanns Tor, aber es war weiter eine Machtdemonstration der Eisbären. Mit einer schönen Einzelaktion machte Kapitän Peter Flache das halbe Dutzend zum 6:1 voll (29.) und Stöhr setzte noch das 7:1 drauf.

Danach sorgte Schiedsrichter Dominic Erdle für Wirbel, machte aus einem Foul an Nikola Gajovsky eine Strafzeit für den Regensburger Topskorer und damit 86 Sekunden Zwei-Mann-Unterzahl der Hausherren (34.). Das aber brachte genauso wenig einen Eintrag in die Statistik wie 47 Fünf-gegen-Drei-Sekunden der Eisbären in der 37. Minute. Nur ein Pfostenschuss von Korbinian Schütz stand noch zu Buche (39.), nachdem Ontl ebenfalls schon den Außenpfosten getroffen hatte (33.).

Ontl macht es zweistellig

Es blieb ein traumhafter Auftritt der Eisbären, denn Ontl sorgte für das 8:1 (42.) und in Überzahl packte Divis 85 Sekunden später den neunten Treffer drauf. Matthias Bergmanns 2:9 fiel schon deswegen nicht ins Gewicht, weil es Ontl erstmals in dieser Saison sogar zweistellig machte (53.).

Eisbären – Rosenheim 10:2 (4:0, 3:1, 3:1)

Eisbären Regensburg: Holmgren – Gulda, Heider; Vogel, Schütz; Tippmann, Weber; Schiller – Tausch, Gajovsky, Divis; Ontl, Keresztury, Flache; Schwarz, Böhm, Franz; Stöhr, Kroschinski, Vinci

Starbulls Rosenheim: Steinhauer (ab 11:27 Endres) – Linden, Meier; Draxinger, Neumann; Bergmann, Vollmayer – Bucheli, Echtler, Pauker; Zick, Henriquez-Morales, Slanina; Witala, Höller, Baindl; Daxlberger, Bilek, Frosch

Tore: 1:0 (3:27) Gajovsky (Gulda-Heider bei 5-4), 2:0 (8:12) Keresztury (Ontl-Schiller), 3:0 (11:09) Ontl (Kresztury), 4:0 (11:27) Böhm (Weber-Franz), 5:0 (22:38) Stöhr (Kroschinski-Böhm), 5:1 (22:54) Neumann (Höller-Draxinger), 6:1 (28:50) Flache (Vogel-Franz), 7:1 (30:27) Stöhr (Vinci-Holmgren), 8:1 (41:39) Ontl (Flache-Keresztury), 9:1 (43.04) Divis (Heider-Gulda), 9:2 (50:21) Bergmann (Draxinger-Meier), 10:2 (52:24) Ontl (Keresztury),
Schiedsrichter: Dominic Erdle (Finning); Zuschauer: 2162; Strafminuten: Regensburg 14 – Rosenheim 24

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