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Eishockey

Eisbären lösen eine Pflichtaufgabe

Die Regensburger haben gegen Lindau viel Mühe und siegen mit 4:2. Am Sonntag steht das Duell in Selb auf dem Programm.
Von Heinz Gläser

Jubel bei den Eisbären: Petr Heider trifft bei seinem Comeback zum 2:0.  Foto: Brüssel
Jubel bei den Eisbären: Petr Heider trifft bei seinem Comeback zum 2:0. Foto: Brüssel

Regensburg.Die Eisbären haben sich im Endspurt der Meisterrunde einer Pflichtaufgabe entledigt. Ohne zu überzeugen oder gar zu glänzen, dafür mit viel Mühe besiegte der Regensburger Eishockey-Oberligist am Freitag das Schlusslicht EV Lindau Islanders mit 4:2 (2:0, 0:0, 2:2). Das Team von Chefcoach Max Kaltenhauser behauptete damit drei Spieltage vor dem Ende der Meisterrunde den zweiten Platz und bleibt Spitzenreiter Memmingen auf den Fersen. Am Sonntag (18 Uhr) steht für die Eisbären das Derby bei den Selber Wölfen auf dem Programm.

Für Lindau war es eine Art Endspiel im Rennen um die Playoff-Teilnahme. Wobei die Chancen des Teams vom Bodensee ohnehin nur noch theoretischer Natur waren. Bei den Eisbären setzt sich derweil die Entspannung auf personellem Sektor fort. Mit Nikola Gajovsky und Petr Heider kehrten zwei Schlüsselspieler der Regensburger nach langwieriger Krankheit bzw. Verletzung zurück aufs Eis. Kaltenhauser bot nominell vier Verteidigungs- und vier Sturmreihen aufbieten. Sicherlich auch wichtig im Hinblick auf die dringend benötigen Kraftreserven bei Beginn der Playoffs.

Der praktisch ohne eigene Fans angereiste, mäßig attraktive Gegner und das gleichzeitig stattfindende Spiel des SSV Jahn sorgten für eine überschaubare Kulisse. Die 1687 Zuschauer durften aber gleich mal jubeln. Nach Intervention von Referee Robert Ruhnau, der damit drohte, die Partie nicht freizugeben, wurde das Flutlicht entsprechend aktiviert. Bis dahin standen beide Teams im Halbdunkel.

Frisch wiedervereint

Die Eisbären hatten gleich den Durchblick. Die frisch wiedervereinte Paradereihe benötigte nicht mal drei Minuten, um ihre individuelle Klasse zu unterstreichen. Lukas Heger spielte Gajovsky ideal frei, dieser drosch den Puck ins leere Tor und schraubte sein Saison-Trefferkonto auf 25. Und auch der zweite Rückkehrer schlug im ersten Drittel zu. Heider glückte sein sechstes Saisontor, abermals besorgten Heger und Richard Divis die Vorarbeit.

Lindau hatte bei einer frühen Chance von Sofiene Bräuner angedeutet, dass es den Trip an die Donau nicht als reinen Betriebsausflug versteht. Allerdings drückten die Eisbären der Begegnung permanent ihren Stempel auf. Zu bemängeln war höchstens die Chancenverwertung. Constantin Ontl scheiterte an Torhüter Lucas Di Berado, Divis verfehlte bei einem Konter in Unterzahl den Kasten und traf kurz vor dem Ende des ersten Abschnitts den Pfosten. Mit einem 2:0 für die Hausherren ging es erstmals in die Kabine.

Tomas Gulda hätte mit einer Unaufmerksamkeit in Eisbären-Überzahl Lindau fast den Weg zum Anschlusstor geebnet, doch Peter Holmgren rettete. Auf der Gegenseite schlug Gajovsky um ein Haar Kapital aus einem kapitalen Abwehrschnitzer der Islanders. Die Regensburger ließen das Tempo nun etwas schleifen und eröffneten den Gästen damit Räume und Chancen. Holmgren, der im ersten Drittel phasenweise völlig beschäftigungslos war, sah sich einigen Herausforderungen gegenüber.

Allzu lässig

Lindaus Drangperiode gipfelte in einem Pfostentreffer aus dem Gewühl heraus. Dass das zweite Drittel torlos blieb, war insofern Glück für die Eisbären, als sie allzu lässig agierten. Kapitän Peter Flache hatte allerdings kurz vor der Sirene den dritten Treffer auf der Kelle, verfehlte jedoch das Tor.

Zu Beginn des Schlussabschnitts schienen die Eisbären endgültig den Faden verloren zu haben. Der Ex-Regensburger Ludwig Nirschl prüfte Holmgren, Lindau traf wenig später abermals den Pfosten. Gegen David Farnys Geschoss war Holmgren in Eisbären-Überzahl dann erstmals machtlos. Damit nicht genug, gelang Brent Norris kurz darauf der 2:2-Ausgleich.

Peter Flache schlug nur 52 Sekunden später mit dem dritten Regensburger Treffer zurück und rückte die Kräfteverhältnisse wieder zurecht. Lars Schillers Schuss ins leere Lindauer Tor war der Schlusspunkt.

Statistik

Eisbären – Lindau 4:2 (2:0, 0:0, 2:2)

Eisbären Regensburg: Holmgren –Gulda, Heider; Schiller, Weber; Schütz, Vogel; Tippmann, Diel – Divis, Gajovsky, Heger; Ontl, Keresztury, Flache; Klaus, Schwarz, Tausch; Mühlbauer, Herrmann, Sauer

EV Lindau Islanders: Di Berado – Grünholz, D. Farny; Kranjc, Federolf; Fuchs, Wucher – Lüsch, A. Farny, Klingler; Nirschl, Norris, Bräuner; Rodrigues, Tischendorf, Miller; Wirz, Trattner, Laux

Tore: 1:0 (2:58) Gajovsky (Heger, Divis); 2:0 (14:19) Heider (Heger, Divis); 2:1 (49:05) D. Farny (bei 4-5); 2:2 (50:25) Norris (Bräuner); 3:2 (51:17) Flache (Heger, Schiller); 4:2 (58:21) Schiller (Holmgren, ins leere Tor)

Schiedsrichter: Robert Ruhnau; Zuschauer: 1687; Strafminuten: 4 – 6

Alle Informationen rund um die Eisbären der EV Regensburg finden Sie hier.

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