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Eishockey

Eisbären machen den zweiten Schritt

Ein erneutes 3:1 gegen Halle zu Hause bringt den 2:0-Vorsprung in der Playoff-Serie. Am Dienstag geht es in Halle weiter.
Von Claus Wotruba

Voller Körpereinsatz an der Bande: Sebastian Wolsch (links) im Duell mit einem Hallenser Foto: Nickl
Voller Körpereinsatz an der Bande: Sebastian Wolsch (links) im Duell mit einem Hallenser Foto: Nickl

Regensburg.Die Eisbären des EV Regensburg sind nur noch einen Sieg vom Einzug in das Playoff-Viertelfinale entfernt. 3009 Zuschauer sahen, wie sich das Team von Trainer Igor Pavlov auch im Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle mit einem überragenden Peter Holmgren erneut mit 3:1 (1:0, 0:0, 2:1) durchsetzte. Somit könnten die Regensburger mit einem dritten Erfolg beim Nord-Oberligisten bereits am Dienstag (19 Uhr) in schnellstmöglichem Tempo in der Best-of-five-Serie alles klar machen.

Die Fans strömten mal wieder ein wenig mehr als sonst in die Donau-Arena – und der für manche durchaus überraschende 3:1-Auswärtssieg in Halle hatte das Playoff-Fieber noch erhöht. Das Spiel begann, wie es Playoffspiele öfter tun: mit diversen Rangeleien und kleineren Nickligkeiten. Schon nach 24 Sekunden kassierte Benjamin Kronawitter die erste Strafzeit der Partie – ohne Auswirkungen. Gegen die als kompakt bekannte Bulls-Defensive fanden die Eisbären das ideale Gegenmittel: ein frühes Tor. Nach 304 Sekunden schlug ein Schlagschuss zum Führungstor ein, Benjamin Kronawitter wurde der Treffer letztlich zugesprochen.

Kleine Aussetzer ohne Folgen

Die Regensburger kontrollierten fortan die Partie mit einigen kleineren Aussetzern. Einen kapitalen Fehlpass von Sebastian Wolsch im eigenen Drittel (13.) nutzte Halle nicht. Ein Wolsch-Missverständnis mit Peter Flache führte zum Konter, an dessen Ende Eisbären-Schlussmann Peter Holmgren gegen Nathan Robinson eine Prachtparade zeigte (14.). Und auch beim Unterzahl-Break gegen Jannik Striepeke war Holmgren auf dem Posten (19.).

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Die lange verletzt fehlende Nummer eins im Tor hatte sich in den letzten Spielen immer mehr zum Eisbären-Trumpf entwickelt. Und er tat es auch diesmal: In Minute 30 schien Holmgren die Bewährungsprobe gegen den vor ihm auftauchenden Robinson schon bestanden zu haben – da erkannte der eigenwillig wie immer leitende Schiedsrichter Ulpi Sicorschi ein penaltywürdiges Foul. Robinson durfte es noch einmal versuchen – und scheiterte wieder. Auch Striepeke (36.) und Alexander Zille (40.) kamen an Holmgren nicht vorbei.

Die Eisbären ihrerseits hatten nach der von Bosas und Nikola Gajovsky schön herausgespielten Blitzchance von Kronawitter nach 35 Sekunden des zweiten Drittels und dem Pfostenschuss von Kevin Schmitt in einer Drangperiode (26.) erst spät wieder ihre Gelegenheiten. Erst kam Leopold Tausch frei vor Kevin Beech nicht kontrolliert genug an die Scheibe, dann brachte Peter Flache den Puck 15 Sekunden vor Schluss des zweiten Durchgangs bei einem Konter nicht ins, sondern nur über das Tor.

Schütz bringt Vorentscheidung

Im Schlussabschnitt machten die Eisbären dann in Überzahl den Deckel drauf. Erst fälschte Jason Pinizzotto einen Pass von Peter Flache aus der Luft zum 2:0 in die Maschen (45.) ab, dann legte Korbinian Schütz sieben Minuten später das dritte Tor nach.

Das schien die Entscheidung. Allerdings blitzte noch einmal Gefahr auf, als Gästetrainer Dave Rich fast vier Minuten vor dem Ende eine Strafzeit für Benjamin Kronawitter nutzte und den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Es klappte schon nach 17 Sekunden, dann traf Philipp Gunkel erstmals für Halle.

Danach aber half dieselbe Maßnahme kein weiteres Mal – genauso wenig wie eine Auszeit. Die Eisbären fahren mit einem 2:0-Vorsprung nach Siegen am Dienstag nach Halle.

Statistik

Eisbären – Halle 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)

Eisbären Regensburg: Holmgren – Tomas Gulda, Schütz; Vogel, Wolsch; Alt, Schmitt – Bosas, Gajovsky, Kronawitter; Pinizzotto, Flache, Petr Gulda; Baier, Mangold, Tausch; Jakub Felsoci, Schwarz, David Felsoci

Saale Bulls Halle: Beech – Tarasuk, Schmitz; Pietsch, Wubnderlich; Suchomer, Schön – Schaludek, Burns, Robinson; Spöttel, May, Gunkel; Zille, Striepeke, Zuravlev

Tore: 1:0 (5:04) Kronawitter (Schmitt-Gajovsky), 2:0 (44:20) Pinizzotto (Flache, Wolsch bei 5-4), 3:0 (51:13) Schütz (Kronawitter-Bosas bei 5-4), 3:1 (56:27) Gunkel (Pietsch bei 6-4); Besonderes: Holmgren hält Penalty Robinsons (30.)

Schiedsrichter: Ulpi Sicorschi (Waldkraiburg). – Zuschauer: 3009. – Strafminuten: Regensburg 12 – Halle 16

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