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Eishockey

Eisbären-Niederlage im rassigen Derby

Deggendorf besiegt die Regensburger mit 7:5. Nikola Gajovsky knackt die 400-Punkte-Marke. Am Sonntag kommt Riessersee.
Von Heinz Gläser

Nikola Gajovsky (hier gegen DSC-Torhüter Henning Schroth) gelang in Deggendorf sein 400. Scorerpunkt im Trikot der Regensburger.  Foto: Roland Rappel
Nikola Gajovsky (hier gegen DSC-Torhüter Henning Schroth) gelang in Deggendorf sein 400. Scorerpunkt im Trikot der Regensburger. Foto: Roland Rappel

Deggendorf.Die Eisbären haben zum Start der Meisterrunde in der Oberliga Süd eine knappe Niederlage kassiert. In einem hitzigen und rassigen Donau-Derby besiegte der Deggendorfer SC am Freitagabend die Regensburger vor 2242 Zuschauern mit 7:5 (2:2, 3:1, 2:2). Für die Eisbären war es im Duell mit dem Topteam aus Niederbayern trotz einer starken Leistung der zweite Rückschlag nach dem 4:8 gegen die Blue Devils Weiden.

Für Eisbären-Stürmer Nikola Gajovsky war es dennoch eine denkwürdige Partie. Der 32-Jährige knackte im Eishockey-Krimi die magische 400-Scorerpunkte-Marke. Am Sonntag um 18 Uhr ist der SC Riessersee zu Gast in der Regensburger Donau-Arena.

Zum sechsten Mal in dieser Saison stand bei den Eisbären Patrick Berger, der Förderlizenz-Goalie des Kooperationspartners Landshut, auf dem Eis. In der Verteidigung muss Eisbären-Coach Max Kaltenhauser weiter auf die verletzten Petr Heider, Lars Schiller und Andre Bühler verzichten. Constantin Ontl fehlte am Freitag erkrankt. Leon Zitzer, der am Sonntag ebenso wie Fabian Herrmann wieder die Jung-Eisbären im DNL-Spiel gegen Düsseldorf verstärken wird, bildete mit Tomas Gulda die erste Defensivreihe.

„Wir haben unsere Lehren aus dem Weiden-Spiel gezogen und versuchen es heute besser zu machen“, kündigte Kaltenhauser vor dem Spiel im Gespräch mit „eisradio.de“ an. Im Duell der beiden besten Offensivreihen der Liga gaben die Gastgeber vom Start weg den Ton an. Die logische Konsequenz war die Deggendorfer Führung, auch wenn sie aus Sicht der Eisbären äußerst unglücklich war. DSC-Altstar Thomas Greilinger schnappte sich eine abgefälschte Scheibe und erzielte sein 25. Saisontor. Die Regensburger hatten eine schnelle Antwort parat. Gut zwei Minuten nach dem Rückstand traf Nikola Gajovsky.

Konsequentes Forechecking

Jakob Weber, der an diesem Samstag seinen 24. Geburtstag feiert, stoppte einen Sturmlauf von Deggendorfs Topscorer Andrew Schembri. Die Hausherren bestimmten den Takt, unterbanden den Spielaufbau der Eisbären konsequent. Die Regensburger vermochten sich selten zu befreien. Ihre Kontersituationen fielen spärlich aus. Als mit Erik Keresztury erstmals ein Regensburger draußen saß, spielten die Deggendorfer ihr gutes Powerplay konsequent aus. Filip Reisnecker, während der Saison von den Eisbären zum DSC gewechselt, legte auf für den Torschützen Rene Röthke. 55 Sekunden der Strafzeit waren da abgelaufen. Die Eisbären wiederum benötigten gerade mal 12 Sekunden, um Profit aus der Strafzeit gegen Johannes Brunner zu schlagen. Ein paar schnörkellose Pässe, und Kapitän Peter Flache markierte mit seinem 23. Saisontreffer das 2:2. Das Remis verdiente aus Regensburger Sicht das Etikett schmeichelhaft.

Das zweite Drittel begann wegen mangelhafter Eisqualität mit Verzögerung. Heger hatte die erstmalige Führung für die Eisbären auf der Kelle, als er den Pfosten traf. Die Quittung folgte umgehend. Im direkten Gegenzug gelang Greilinger das 3:2. Das vierte DSC-Tor durch Reisnecker ließ nicht lange auf sich warten.

Tumult nach Attacke

Das Spielgeschehen wogte hin und her. Curtis Leinweber traf den Pfosten, aber insgesamt konnte von einer drückenden Überlegenheit der Niederbayern keine Rede mehr sein. Es blieb eine umkämpfte Begegnung. Eine Zwei-Mann-Überzahl nutzte Richard Divis zu seinem 30. Saisontor.

Die Emotionen schlugen nun hoch. Nach einer Attacke gegen Patrick Berger gab es einen Tumult – Handgreiflichkeiten inklusive. Flache auf der einen und Jan Pietsch auf der anderen Seite brummten wegen unnötiger Härte jeweils 2 plus 2 Minuten ab. Auf den Strafbänken wurde es eng und enger. Viel Platz also auf dem Eis. Platz, den Leinweber prompt in den fünften Deggendorfer Treffer ummünzte.

Im Schlussdrittel überschlugen sich die Ereignisse. Divis und Flache schafften mit ihren Treffern den Ausgleich. Der Assist beim 5:5 war Gajovskys 400. Scorerpunkt im Regensburger Trikot. Nach einem erneuten Doppelschlag durch Greilinger und Röthke war Deggendorf zum 7:5 endgültig enteilt.

Statistik

Deggendorf – Eisbären 7:5 (2:2, 3:1, 2:2)

Deggendorfer SC: Schroth – Wolfgramm, Pietsch; Gawlik, Pfänder; Großrubatscher, Kischer; Stern – Greilinger, Leinweber, Osterberg; Reisnecker, Röthke, Schembri; Seidl, Döring, Janzen; Sonsky, Brunner

Eisbären Regensburg: Berger – Zitzer, Gulda; Tippmann, Weber; Schütz, Vogel; Diel, Birner – Heger, Gajovsky, Divis; Sauer, Keresztury, Flache; Schwarz, Herrmann, Tausch; Mühlbauer, Guft-Sokolov, Schwamberger

Tore: 1:0 (3:04) Greilinger (Osterberg, Pietsch); 1:1 (5:12) Gajovsky (Heger, Divis); 2:1 (14:32) Röthke (Reisnecker bei 5-4); 2:2 Flache (Gajovsky, Divis bei 5-4); 3:2 (23:51) Greilinger; 4:2 (24:49) Reisnecker (Röthke); 4:3 (34:42) Divis (Gulda, Weber bei 5-3); 5:3 (38:58) Leinweber (Osterberg bei 4-3); 5:4 (43:33) Divis (Gajovsky); 5:5 (50:33) Flache (Gajovsky); 6:5 (51:53) Greilinger (Leinweber); 7:5 (52:22) Röthke (Gawlik)

Schiedsrichter: Vladislav Gossmann (Augsburg); Zuschauer: 2242; Strafminuten: 20 – 20

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