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Eisbären Regensburg schlagen Alarm

26 Eishockey-Drittligisten stehen vor dem Aus. Rund 1400 Mitarbeiter der Vereine blicken in eine ungewisse Zukunft.

Eisbären-Fans in der Donau-Arena? Wann es wieder soweit sein wird, ist noch unklar. Foto: Brüssel
Eisbären-Fans in der Donau-Arena? Wann es wieder soweit sein wird, ist noch unklar. Foto: Brüssel Foto: Brüssel

Regensburg.Die Eisbären Regensburg melden sich mit einem Hilferuf zu Wort: In der Oberliga ist „es 5 vor 12“, hieß es in einer Mitteilung von Montag. 26 Eishockey-Drittligisten stünden demnach vor dem Aus und damit rund 1400 Mitarbeiter der Vereine vor einer ungewissen beruflichen Zukunft. Ebenso werde der Nachwuchssport für mehr als 6000 Kinder ein Ende finden, wenn die Interessen und Nöte des Sports politisch weiterhin nicht hinreichend berücksichtigt würden, heißt es in dem Schreiben der Eisbären, das alle Oberligisten auch auf ihren Kanälen veröffentlichten, weiter.

Kritisiert wird unter anderem die Sichtweise, dass „Profisport nur innerhalb der beiden höchsten Spielklassen einer Sportart betrieben wird“. Es handele sich auch in der Eishockey-Oberliga mit ihren 26 Mannschaften zum überwiegenden Teil um Profisport, den bislang pro Saison etwa 750 000 Zuschauer live im Stadion erleben wollten. „Der größte Teil der Spieler, Trainer und Angestellten bestreiten ihren Lebensunterhalt mit dem Eishockeysport“, heißt es in der Mitteilung der Eisbären.

Eishockey

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Insgesamt mehr als 1400 Beschäftigungsverhältnisse und ein Umsatz von fast 25 Millionen Euro an Wirtschaftskraft drohten verloren zu gehen. Von dieser Wirtschaftskraft wiederum würden aber Lieferanten wie Caterer, Ausrüster, Sicherheitsdienste und viele andere profitieren. „Unverständlich bleibt bis zum heutigen Tag, warum die Vereine der Eishockey-Oberligen bei diesen Zahlen nicht in das 200-Millionen-Euro-Hilfspaket des Bundes für den Profisport aufgenommen wurden. Fußballvereine der 3. Liga, die unter ähnlichen Rahmenbedingungen arbeiten, dagegen schon“, monieren die Eisbären.

Zuschauer dringend nötig

Ohne Zuschauer und ohne verbindliche Zusagen für finanzielle Unterstützungen sei ein Spielbetrieb in der bevorstehenden Saison 2020/21 nicht möglich. Bereits jetzt würden die Vereine, die aufgrund des nahenden Saisonstarts mit dem Training und den damit entstehenden Kosten starten mussten, ein großes finanzielles Risiko auf sich nehmen.

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Das Fehlen der Einnahmen aus dem Oberligaspielbetrieb würde auch zwangsweise das Ende des Nachwuchs-Eishockeysports an den Standorten bedeuten, heißt es in dem Schreiben weiter. Etwa 6400 Kinder und Jugendliche, die in den Oberligavereinen nicht nur das Eishockeyspielen erlernten, sondern auch soziale Kompetenz und gesellschaftliche Werte vermittelt bekämen, würden ohne lebensnotwendige Unterstützung der Politik sich selbst überlassen bleiben.

Individuelle Konzepte vorgelegt

Alle Mannschaften der Oberliga stünden klar zu ihrer Verantwortung für die Allgemeinheit, akzeptieren die Notwendigkeit von Hygienemaßnahmen und hätten individuelle Konzepte vorgestellt, die einen Spielbetrieb auch in Coronazeiten mit Zuschauern ermögliche.

Konkret formuliert der Verein folgende Forderungen: Die EU-Beihilferichtlinie müsse an Rahmenbedingungen des Sports angepasst werden. Finanzielle Einbußen durch fehlende Zuschauer müssten ausgeglichen werden. Hygienekonzepte müssten durch die zuständigen Behörden geprüft und dürften nicht pauschal abgelehnt werden. Die Entscheidungen seitens der Politik müssten den Vereinen dringend zeitnah vorliegen.

„Der Puck liegt nun bei der Politik. Sie muss entscheiden, ob sie das Eishockey und die Vereine der Oberliga sterben lassen will oder eine Perspektive bieten kann. Die Zeit drängt, denn die 26 Teams sind auf umgehende Entscheidungen dringend angewiesen“, schreiben die Eisbären.

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