MyMz

Eishockey

Eisbären ringen Rosenheim nieder

Die Regensburger siegen nach 1:2-Rückstand mit 5:3 gegen die Starbulls. Am Sonntag geht’s mit Revanchegelüsten nach Weiden.
Von Heinz Gläser

Hart bedrängt von Rosenheimern: Eisbär Korbinian Schütz  Foto: Andreas Nickl
Hart bedrängt von Rosenheimern: Eisbär Korbinian Schütz Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Die Regensburger Eisbären haben mit einem tollen Comeback im Schlussdrittel die Starbulls Rosenheim niedergerungen. Das Team von Coach Max Kaltenhauser besiegte am Freitagabend die Oberbayern mit 5:3 (1:0, 1:2, 3:1), verbuchte damit den ersten Sieg in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd und rückte in der Tabelle auf Rang fünf vor.

An diesem Sonntag (18.30 Uhr) treten die Regensburger bei den Blue Devils Weiden an. Mit dem Oberpfälzer Rivalen ist nach der 4:8-Heimniederlage zum Hauptrunden-Abschluss noch eine Rechnung offen.

Ein Rückkehrer aus dem Eisbären-Krankenlager war am Freitag zu vermelden: Andre Bühlers Zwangspause war beendet. Jedoch gesellten sich sogleich die erkrankten Tomas Gulda und Michail Sokolov zu Petr Heider, Lars Schiller sowie Alex Diel auf die Ausfallliste. Im Tor stand diesmal Patrick Berger.

Rosenheim hatte jüngst den Vertrag mit Coach John Sicinski um ein Jahr verlängert. Verteidiger Dennis Schütt, der von den Hannover Scorpions zu den Starbulls gewechselt war, feierte sein Debüt im Rosenheimer Trikot.

Flache gelingt Führungstor

Einen Tag vor dem Bananenflanken-Budenzauber in der Donau-Arena überraschten die Regensburger ihre Gäste mit einem zauberhaften Führungstor. Eisbären-Kapitän Peter Flache traf nach 101 Sekunden und nach Vorarbeit von Erik Keresztury. Beide Teams schienen da anknüpfen zu wollen, wo sie Ende Dezember beim begeisternden 4:3-Sieg der Regensburger nach Penaltyschießen aufgehört hatten.

Maximilian Vollmayer hatte mit einem Lattenschuss die größte Rosenheimer Chance im ersten Drittel. Aber auch Daniel Bucheli und Michael Baindl prüften Berger. Auf der Gegenseite hätten Xaver Tippmann und Lukas Mühlbauer die Führung ausbauen können. Lediglich das Powerplay der Eisbären ließ zu wünschen übrig. Als Josh Mitchell die Strafbank drückte, verstrichen die zwei Minuten ohne Torannäherung.

Für die stark ersatzgeschwächte Eisbären-Defensive war das Zu-null-Drittel wichtig, nachdem sich zuletzt die Zahl der Gegentore wieder auf dem Level eingependelt hatte, das zu Saisonbeginn zu beklagen war. Allerdings exerzierten die Rosenheimer gleich zu Beginn des Mitteldrittels vor, wie sich Überzahl effektiv nutzen lässt. Zunächst saß Bühler draußen, dann Jakob Weber. Mitchell und Kevin Slezak münzten das binnen eineinhalb Minuten in zwei Tore für die Starbulls um. Das 1:2 lähmte die Eisbären vorübergehend. Bezeichnend, als Topscorer Richard Divis wutentbrannt seinen Schläger aus Eis drosch, als ihm ein Schlagschuss komplett missraten war.

Marinus Reiter traf nur die Latte. Glück für die Eisbären, die jedoch anschließend das Herz in beide Hände nahmen. Nikola Gajovsky gelang kurz vor dem Drittelende der psychologisch wichtige Ausgleich.

Topmotiviert aus der Kabine

Derart gepusht, legten die Eisbären nach dem Gang in die Kabinen entschlossen nach. Tomas Schwamberger in Überzahl, abermals Gajovsky und Constantin Ontl schossen eine 5:2-Führung heraus und begeisterten ihre Fans unter den 1724 Zuschauern. Die Starbulls kamen durch den Treffer von Enrico Henriquez-Morales nochmals heran. Sicinski nahm in der Schlussphase eine Auszeit, aber die Eisbären retteten den Vorsprung und damit den letztlich verdienten Erfolg mit beherztem Einsatz über die Zeit.

Statistik

EVR – Rosenheim 5:3 (1:0, 1:2, 3:1)

Eisbären Regensburg: Berger – Weber, Tippmann; Vogel, Schütz; Bühler, Zitzer; Birner – Heger, Gajovsky, Divis; Sauer, Schwarz, Tausch; Ontl, Keresztury, Flache; Mühlbauer, Herrmann, Schwamberger

Starbulls Rosenheim: Endres – Bergmann, Vollmayer; Schütt, Draxinger; Reiter, Linden; Enk – Mitchell, Henriquez-Fernandes, Fröhlich; Höller, Baindl, Zick; Litesov, Bucheli, Slezak; Wellhausen, Heidenreich

Tore: 1:0 (1:41) Flache (Keresztury); 1:1 (23:52) Mitchell (Fröhlich, Vollmayer bei 5-4); 1:2 (25:27) Slezak (Fröhlich bei 5-4); 2:2 (38:54) Gajovsky (Heger, Divis); 3:2 (40:53) Schwamberger (Gajovsky, Divis bei 5-4); 4:2 (43:27) Gajovsky (Divis, ,Vogel); 5:2 (51:13) Keresztury (Ontl, Tippmann); 5:3 (52:57) Henriquez-Morales (Fröhlich)

Schiedsrichter: Polaczek; Zuschauer: 1724; Strafminuten: 6 –8

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht