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Eisbären
Sonntag, 25. Februar 2018 -3° 1

Eishockey

Eisbären rutschen erneut aus

Gegen Sonthofen kassieren die Regensburger nach dem Erfolgserlebnis in Weiden gleich wieder einen Rückschlag.
Von Heinz Gläser

Gute Haltungsnoten: Eisbär Arnoldas Bosas (Mitte) wird von den Beinen geholt (links Benjamin Kronawitter). Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Die Regensburger Eisbären bleiben sich in dieser Saison treu – wenn auch in negativer Hinsicht. Kaum weckt der Eishockey-Oberligist zarte Hoffnungen auf einen nachhaltigen Aufschwung, setzt es den nächsten Rückschlag. Am Sonntagabend zogen die Schützlinge von Trainer Igor Pavlov gegen den ERC Sonthofen vor 1671 Zuschauern in der Donau-Arena mit 1:4 (0:2, 1:2, 0:0) den Kürzeren. Die Allgäuer halten damit die Oberpfälzer in der Meisterrunde auf Distanz. Für die Eisbären bleibt es bei der krassen Heimschwäche gegen besser platzierte Teams. Das realistische Ziel bis zu den Playoffs kann für die Regensburger nur lauten, den siebten Tabellenplatz vor dem Oberpfalz-Rivalen aus Weiden zu behaupten.

Der eine hatte seine Denkpause abgesessen, der andere seine Sperre: Routinier Jason Pinizzotto durfte gegen die Bulls aus dem Allgäu wieder ran, nachdem ihm Eisbären-Coach Pavlov gegen Weiden noch eine Auszeit verordnet hatte. Tomas Gulda kehrte aufs Eis zurück und rückte in der Verteidigung gleich an die Seite seines im Lauf der Woche aus Timmendorf verpflichteten Cousins Petr. Verzichten musste Pavlov auf die Talente des Stammvereins EVR, die ja eigene sportliche Ziele in der DNL verfolgen. Auf der Verletztenliste stehen noch die Verteidiger Sebastian Alt, Alexander Eckl, Xaver Tippmann und Korbinian Schütz. Rückkehrer Steven Maier war erstmals mit von der Partie.

Paradereihe setzt Akzente

Den Schwung des hart erkämpften 6:4-Sieges zwei Tage zuvor bei den Blue Devils in Weiden mitnehmen: So lautete für die Eisbären das Motto gegen das Playoff-Schreckgespenst der vergangenen Saison. Heiko Voglers Team gab sich am Freitagabend erst nach Verlängerung dem Tabellenzweiten aus Deggendorf geschlagen.

Igor Pavlov hatte seine Schützlingen für dieses Duell extra motiviert, das war von Beginn an spürbar. Die Regensburger Paradereihe setzte gleich Akzente. Arnoldas Bosas spielte sich durch und bediente Benjamin Kronawitter vor dem Tor, dieser verfehlte knapp den Puck und damit die Führung. Nikola Gajovsky fuhr ein Solo nach dem anderen im Sonthofener Verteidigungsdrittel, kam aber nicht zum Abschluss.

Mitten hinein in die sich anbahnende Eisbären-Dominanz platzte dann der Rückstand durch Kyle Just. Der ausgebuffte Sonthofener stocherte die Scheibe an Peter Holmgren im Eisbären-Tor vorbei zum 0:1. Damit war denn auch der Anfangselan der Hausherren verpufft, sie haderten sichtlich mit diesem Treffer, der ihre Kalkulation früh zunichtemachte und den Elan raubte.

Statt mit wütenden Angriffen auf den Ausgleich zu drängen, fingen sich die Eisbären gleich den nächsten Tiefschlag ein. Diesmal war es Christopher Stanley, der Holmgren das Nachsehen gab. Das saß! Bis zum Ende des ersten Drittels kam von den Gastgebern nicht mehr allzu viel, sieht man von einem Schlagschuss durch Tomas Gulda kurz vor der Sirene ab, der allerdings am ERC-Tor vorbeizischte.

Eine eisläuferische Augenweide war Gajovskys Anschlusstreffer. Scheinbar mühelos umkurvte er drei Sonthofener. Doch die Bulls wiesen umgehend nach, was sie schon in den Playoffs der vergangenen Saison in Regensburg gezeigt hatten: In Sachen Effektivität macht ihnen in der Oberliga kaum einer etwas vor. Kyle Just und Ralf Rinke nutzten jeweils ERC-Überzahl zu Treffern; Leopold Tausch bzw. Benjamin Kronawitter saßen auf der Strafbank. Das sah bei beiden Treffern sehr leicht aus – bestimmt viel zu leicht nach dem Geschmack des Regensburger Trainers.

An Engagement mangelt es nicht

Die Eisbären waren geschockt, steckten aber noch nicht auf. Bei Chancen von Franz Mangold und Kronawitter war der starke Bulls-Torhüter Patrick Glatzel eigentlich schon geschlagen, Arnoldas Bosas hatte sogar das leere Tor vor Augen – doch die Scheibe fand im zweiten Drittel den Weg ins ERC-Tor einfach nicht mehr. Das blieb im Schlussabschnitt so. Engagement war den Eisbären gewiss nicht abzusprechen. Was fehlte, war die Durchschlagskraft. Auf Trainer Igor Pavlov wartet weiterhin viel Arbeit.

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

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