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Eishockey

Eisbären scheuchen Wölfe aus der Arena

Regensburger untermauern gegen Selb mit dem siebten Sieg in Folge ihren Aufwärtstrend – und bleiben erstmals ohne Gegentor.
Von Heinz Gläser

Gegen Selb bejubeln die Eisbären am Sonntagabend sieben Treffer. Foto: Brüssel
Gegen Selb bejubeln die Eisbären am Sonntagabend sieben Treffer. Foto: Brüssel

Regensburg:.Die Eisbären verwandeln die Donau-Arena, die zu Saisonbeginn für ihre Fans eher eine Folterkammer war, langsam in eine Wohlfühloase. Der Regensburger Oberligist spielte die allerdings sichtlich indisponierten Selber Wölfe am Sonntagabend beim 7:0 (4:0, 2:0, 1:0)-Sieg phasenweise mit begeisterndem Eishockey an die Wand. 1809 Zuschauer sahen und bejubelten den siebten Eisbären-Erfolg in Folge.

Der rasante Aufschwung nach der Trennung von Coach Igor Pavlov dauert damit an. Die gute Laune, lange vermisst, ist zurück im Eisbären-Lager. Und am kommenden Wochenende steht für die Regensburger ein aufschlussreicher Doppelvergleich auf dem Spielplan. Der Gegner ist das Spitzenteam aus Deggendorf, das erste Duell steigt am Freitag in der Donau-Arena.

Tomas Gulda wieder dabei

Der Trend sprach am Sonntag eindeutig für die Hausherren. Sechs Regensburger Siegen in Folge stand bei den Gästen aus Selb eine nunmehr bereits sechs Spiele währende Negativserie gegenüber. Am Freitag hatten sich die Oberfranken auf eigenem Eis den Starbulls Rosenheim mit 4:6 beugen müssen. Die Wölfe bangen auf Rang zehn mittlerweile um den Einzug in die Meisterrunde, während die Eisbären mit ihrer Aufholjagd und dem 6:3-Arbeitssieg zuletzt in Höchstadt im Klassement bis auf den sechsten Platz nach oben gearbeitet hatten. Die beiden bisherigen Vergleiche im Saisonverlauf endeten jeweils mit einem Auswärtssieg. Selb behielt am 18. Oktober mit 5:3 in Regensburg die Oberhand, die Eisbären waren am 29. November mit 7:3 bei den Wölfen erfolgreich.

Am „Bring-a-Friend-Tag“ in der Donau-Arena stand wie angekündigt Peter Holmgren im Eisbären-Tor. Raphael Fössinger nahm auf der Bank Platz. Verteidiger Tomas Gulda mischte bei den Eisbären erstmals nach seiner Verletzungspause wieder mit. Damit standen dem Interims-Trainerduo Max Kaltenhauser/Stefan Schnabl wieder vier Abwehrreihen zur Verfügung. Mit Magen-Darm-Infekt passen musste Michail Sokolov, für ihn rückte Alexander Diel in den Sturm. Selbs Coach Henry Thom musste derweil auf Torhüter Niklas Deske und Steven Bär verzichten.

Thom hatte von seinen Schützlingen eigentlich Wiedergutmachung nach zuletzt dürftigen Darbietungen gefordert, doch bereits nach dem ersten Drittel ging es für Selb nur noch um Schadensbegrenzung und Ergebniskosmetik. Die Eisbären erwischten die Gäste komplett auf dem Falschen Fuß und kombinierten nach Herzenslust. Lukas Heger traf bereits nach 26 Sekunden zur Führung ins leere Tor, nachdem Nikola Gajovsky die Wölfe-Abwehr sauber ausmanövriert hatte.

Nach einem ähnlichen Muster fielen die Eisbären-Treffer zwei bis vier, ehe die Sirene Selb erlöste. Gajovsky gelang sein 14. Saisontor, Kapitän Peter Flache steuerte seinen 18. Treffer bei. Und Heger, der in der ersten Sturmreihe aufblüht, tanzte beim 4:0 den bedauernswerten Wölfe-Torhüter Timon Bätge aus. Selber Chancen, so durch den Amerikaner Charles Graaskamp, waren dünn gesät. Früh spendeten die Eisbären-Fans stehenden Applaus und skandierten in Sprechchören ihre Vorfreude auf ein mögliches zweistelliges Ergebnis; „Nur noch sechs!“

Selb startete mit einer kurzen, aber ertraglosen Drangphase in den zweiten Abschnitt. Von Topscorer Ian McDonald war freilich weiterhin wenig zu sehen. Alsdann übernahmen wieder die Gastgeber das Zepter. Constantin Ontl scheiterte nach allein vor Bätge. Besser machte es Lukas Mühlbauer in Eisbären-Unterzahl. Erik Keresztury brummte zwei Minuten ab, da schloss Mühlbauer ein Solo mit dem 5:0 ab. Der scharf geschossene Puck flutschte Bätge durch die Beine. Peter Holmgren wurde ein Assist gutgeschrieben, ein weiterer sollte folgen.

Weg durchs Getümmel

Jakob Weber machte in Eisbären-Überzahl das halbe Dutzend voll. Ein abgefälschter Schlagschuss von der blauen Linie fand durchs Getümmel vor dem Selber Tor den Weg ins Netz.

Auch im dritten Drittel scheiterten alle Bemühungen der Selber, selbst mit einem Torerfolg auf der Anzeigetafel aufzuscheinen, am starken Holmgren. Ein Schuss von McDonald landete in der Fanghand des Deutsch-Schweden. Die Eisbären ließen im Gefühl des sicheren Sieges einige gute Gelegenheiten liegen. Das Behaupten des ersten Zu-Null in dieser Spielzeit rückte nunmehr sichtlich ins Zentrum der Bemühungen der Regensburger. Dennoch schlug es noch einmal hinter Bätge ein, als Nicolas Sauer aus spitzem Winkel das 7:0 glückte. Der Premieren-Shutout rundete den gelungenen Eisbären-Abend ab.

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

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