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Eishockey

Eisbären setzen ihre Siegesserie fort

Gegen die Starbulls Rosenheim gelingt dem personell gebeutelten Team von Max Kaltenhauser ein 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen

Tomas Gulda legt mit dem Ausgleich zum 1:1 den Grundstein für den Eisbären-Sieg gegen Rosenheim. Foto: Brüssel
Tomas Gulda legt mit dem Ausgleich zum 1:1 den Grundstein für den Eisbären-Sieg gegen Rosenheim. Foto: Brüssel

Regensburg.Die Eisbären trotzen der Verletzungsmisere. Vor der Saison-Rekordkulisse von 3330 Zuschauern in der Donau-Arena siegte der Regensburger Eishockey-Oberligist am Samstagabend in einem begeisternden Spiel mit 4:3 (2:1, 1:0, 0:2, 0:0) nach Penaltyschießen gegen die Starbulls Rosenheim. Das Team von Coach Max Kaltenhauser rückt mit dem Erfolg bis auf drei Punkte an die in der Tabelle drittplatzierten Oberbayern heran. Für die Eisbären war es der zehnte Sieg in den vergangenen elf Spielen.

Bereits an diesem Montag (19.30 Uhr) treffen beide Teams wieder aufeinander, dann in Rosenheim.

Die Trainer, Kaltenhauser und sein Pendant John Sicinski, waren sich hinterher in ihrer Einschätzung einig: Das war hochklassig und eine absolute Werbung für den Eishockeysport. Das Geschehen auf dem Eis wogte ohne große Unterbrechungen hin und her. Kaltenhauser bemühte sich in der Pressekonferenz abermals, den Puck trotz der Siegesserie flach zu halten. Auf Ziele für den Rest der Hauptrunde – wie etwa das Behaupten des vierten Tabellenplatzes – lässt er sich nicht festlegen.

Lange Ausfallliste

Kaltenhauser musste wie beim 6:3-Sieg im Derby in Weiden auf zahlreiche Stammkräfte verzichten, zuvorderst auf den erkrankten Nikola Gajovsky. Dazu fehlten erneut Heider, Bühler, Schiller und Diel. Tomas Gulda beißt mit seiner Schulterverletzung weiterhin auf die Zähne. Keine idealen Voraussetzungen also für eine Begegnung, die von einem erhöhten Polizeiaufgebot begleitet wurde. Im Vorfeld des Duells waren Hinweise auf mögliche Auseinandersetzungen zwischen den Fanlagern eingegangen.

Lukas Mühlbauer lässt nach Vorarbeit von Vogel und Divis die Eisbären beim zwischenzeitlichen 3:1 jubeln. Foto: Brüssel
Lukas Mühlbauer lässt nach Vorarbeit von Vogel und Divis die Eisbären beim zwischenzeitlichen 3:1 jubeln. Foto: Brüssel

Rosenheim nahm den Schwung des 8:4-Sieges gegen Deggendorf mit ins Spiel und nutzte gleich die erste Strafzeit gegen die Eisbären zur Führung. Xaver Tippmann saß 51 Sekunden draußen, als Tobias Draxinger den Puck mit einem mächtigen Hieb von der blauen Linie an Patrick Berger vorbei ins Tor drosch. Der Förderlizenz-Torhüter aus Landshut kam bei den Eisbären diesmal anstelle von Peter Holmgren zum Zug. Rosenheims Felix Linden traf anschließend noch krachend den Pfosten. Doch auch die Gastgeber hatten in der Anfangsphase ihre Chancen, so durch Lukas Mühlbauer und Nicols Sauer.

Auch bei der zweiten Strafzeit stand Patrick Berger mächtig unter Beschuss, ehe Gulda von der Strafbank aufs Eis zurückeilte und umgehend Lukas Steinhauser düpierte. Den Starbulls-Torhüter flutschte die Scheibe nach Guldas Schuss aus dem Fanghandschuh über die Torlinie.

69 Sekunden später feierten die Eisbären-Fans erneut. Für Youngster Fabian Birner war das 2:1 der erste Treffer in der Herrenmannschaft, entsprechend enthusiastisch fiel sein Jubel aus. Birner traf im Nachschuss, nachdem Steinhauer einen Schuss von Constantin Ontl prallen hatte lassen.

Im zweiten Drittel bleiben die Starbulls ein ebenbürtiger Gegner. Schon im ersten Abschnitt hatte die Schussstatistik mit 12:9 für die Oberbayern gesprochen. Tadas Kumeliauskas prüfte Patrick Berger binnen wenigen Sekunden gleich zweimal, einmal nach einem beeindruckenden Solo. Im ebenso unterhaltsamen wie umkämpften Mitteldrittel schrammten beide Teams oft nur knapp am Torerfolg vorbei, so Rosenheims Alexander Höller auf der einen und Mühlbauer auf der anderen Seite.

Klare Dominanz

Fein herausgespielt war dann der dritte Eisbären-Treffer. Mühlbauer belohnte sich mit dem Tor für seinen nimmermüden Einsatz. Es folgte eine Phase klarer Eisbären-Dominanz, die sich jedoch nicht in weiteren Toren niederschlug, da Peter Flache und Tomas Schwamberger ein wenig Schussglück fehlte.

Die Starbulls kamen im Schlussdrittel durch Fabian Zick auf 2:3 heran. Vor Patrick Berger ging es nun sehr turbulent zu. Die Mannschaft von Trainer John Sicinski drängte in einer weiterhin rasanten Partie mit aller Macht auf den Ausgleich. Sicinski nahm eine Auszeit und Steinhauer vom Eis. Bei verbleibenden 37 Sekunden auf der Uhr glückte Michael Baindl doch noch der Ausgleich für Rosenheim.

In der siebten Verlängerung dieser Spielzeit standen die Vorzeichen für die Regensburger nicht gut, denn bislang hatten sie nur einmal das bessere Ende für sich. Das Penaltyschießen entschied Jakob Weber für die Eisbären, nachdem Kumeliauskas an Berger gescheitert war.

Eisbären – Starbulls 4:3 (2:1, 1:0, 0:2, 0:0) n.P.

Eisbären Regensburg: Berger – Gulda, Birner; Weber, Tippmann; Vogel, Schütz; Zitzer – Heger, Schwamberger, Divis; Flache, Ontl, Keresztury; Sauer, Schwarz, Tausch; Mühlbauer, Guft-Sokolov

Starbulls Rosenheim: Steinhauer – Draxinger, Krumpe; Vollmayer, Bergmann; Linden, Reiter; Enk - Höller, Baindl, Zick; Mitchell, Kumeliauskas, Fröhlich; Buchelj, Henriquez-Morales, Heidenreich; Steinmann, Stanik, Wellhausen

Tore: 0:1 (4:28) Draxinger (Reiter, Buchelj bei 5-4); 1:1 (13:10) Gulda; 2:1 (14:19) Birner (Ontl); 3:1 (31:00) Mühlbauer (Vogel, Divis); 3:2 (42:36) Zick (Höller, Krumpe); 3:3 (59:23) Baindl (Fröhlich, Kumeliauskas); 4:3 (65:00) Weber

Penaltschießen: Heger trifft, Höller trifft, Flache trifft, Kumeliauskas trifft, Divis vergibt, Fröhlich vergibt, Kumeliauskas vergibt

Schiedsrichter: Lender. – Zuschauer: 3330. – Strafminuten: Regensburg 4 – Rosenheim 8

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