MyMz

Eishockey

Eisbären verspielen 3:0 und Platz eins

In Landshut reicht auch ein toller Start nicht. Nach der 3:6-Niederlage geht Peiting als Tabellenführer in die Meisterrunde.
Von Claus-Dieter Wotruba

Für Nicolas Sauer und Benedikt Böhm (in Weiß) sah es am Anfang gut aus. Am Ende aber hatte sie gegen Marc Schmidpeter und Max Forster in Landshut doch klar das Nachsehen. Foto: Georg Gerleigner
Für Nicolas Sauer und Benedikt Böhm (in Weiß) sah es am Anfang gut aus. Am Ende aber hatte sie gegen Marc Schmidpeter und Max Forster in Landshut doch klar das Nachsehen. Foto: Georg Gerleigner

Landshut.3009 Zuschauer sahen beim Derby des EV Landshut gegen die Eisbären vom EV Regensburg ein Spektakel. Die als Tabellenführer angereisten Oberpfälzer führten früh mit 3:0 und verloren beim Tabellendritten doch noch mit 3:6 (3:2, 0:0, 0:4). Nach einem 8:1 gegen Lindau geht der punktgleiche EC Peiting damit auf Platz eins in die Meisterrunde, die für die Eisbären am Freitag in Sonthofen und am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Rosenheim beginnt.

Was für ein erstes Drittel im Derby! Nach sechseinhalb Minuten hatten die Eisbären bereits Landshuts Keeper Patrick Berger verschlissen: Felix Schwarz, Peter Flache und Leopold Tausch brauchten zwischen der 3. und 7. Minute genau 219 Sekunden, um einen 3:0-Vorsprung herauszuschießen und beendeten Bergers Arbeitstag, für den fortan Max Englbrecht zwischen den Pfosten stand. Dabei fehlte den Eisbären der nach einer Spieldauerstrafe aus dem Freitagsspiel gegen Selb (4:1) gesperrte Topskorer Nikola Gajovsky, den der 16-jährige Nachwuchs-Nationalspieler Fabian Herrmann im ersten Block ersetzte. Auch auf Lukas Heger und Tomas Gulda musste der Tabellenführer weiterhin verzichten, bei dem dafür Matteo Stöhr wieder in den Kader rutschte.

Ruhe brachte der vermeintlich klare Spielverlauf nicht ins Spiel. Im Gegenteil: Schon nach der ersten Strafzeit für Korbinian Schütz, die Landshut durch Miloslav Horava zum 1:2 nutzte (12.), hatte Eisbären-Trainer Igor Pavlov, der schon am Freitag gegen Selb eifrig mit Schiedsrichter Artur Votler diskutiert hatte, das Gespräch mit Schiedsrichter Erich Singaitis gesucht und seine Unzufriedenheit ausdrückte. Das verschärfte Pavlov nach der nächsten Zwei-Minuten-Strafzeit gegen Xaver Tippmann noch und holte seine Mannschaft sogar kurzzeitig vom Eis Richtung Kabine.

Fössinger Mann des Drittels

Das brachte den Regensburgern eine weitere Strafzeit ein – und die doppelte Überzahl nutzten die Landshuter durch Marc Schmidpeter nur 87 Sekunden nach dem ersten zum zweiten Treffer.Nach den Turbulenzen in den ersten 20 Minuten verlief der zweite Abschnitt zumindest statistisch gesehen deutlich ruhiger. Tore fielen keine und bis auf einen Eintrag für den Landshuter Luis Schinko gab es auch keinerlei Einträge in Sachen Strafzeit. Dieses Drittel stand ganz im Zeichen von Eisbären-Torwart Raphael Fössinger, der diesmal wieder anstelle von Peter Holmgren im Kasten stand und alles andere als eine ruhige Kugel schob: Fössinger rettet gegen Max Forster (29.), Fössinger rettete gegen Alexander Ehl (30.), Fössinger rettete gegen Schinko (37.) – und hatte zwischendrin Glück bei einem Pfostentreffer (33.). der Kampf um Platz eins war vor dem letzten Vorrunden-Drittel im 32. Saisonspiel noch offen, weil der EC Peiting parallel mit 5:0 gegen Lindau führte und sich alle Chancen bewahrte.

Und es blieb auch im Endspurt dabei, dass sich Landshut Chance um Chance erspielte. Der ehemalige Regensburger Vitali Stähle, dessen Zeitvertrag in Landshut wegen der massiven Personalprobleme der Niederbayern noch einmal für die ersten beiden Wochen 2019 verlängert worden war, verfehlte aus Nahdistanz (42.). Auch Ehl verpasste die nächste Großchance.

Ex-Regensburger trifft zum 4:3

Das nächste Tor schien ein Wegweiser zu werden. Und das gelang den Landshutern durch Mario Zimmermann in der 49. Minute. 56 Sekunden später war das Spiel endgültig gedreht: Max Forster, der auch schon das Regensburger Trikot trug, machte das vierte niederbayerische Tor – aus einem 0:3 war ein 4:3 geworden. Marco Baßler machte mit seinem Doppelschlag (55./57.) alles klar und die dritte angepeilte Regensburger Revanche der Woche war verpasst und auch der Silberbarren, den Trainer Pavlov für Platz eins ausgelobt hatte, verspielt.

Landshut – Regensburg 6:3 (2:3, 0:0, 4:0)

EV Landshut: Berger (ab 6:24 Englbrecht) – Zimmermann, Ostwald; Kronthaler, Alt; Ettwein, Nägele; Pfenninger – Schmidpeter, Forster, Horava; Schinko, Fischhaber, Ehl; Zitterbart, Baßler, Trinkberger; Stähle, Sedlar, Stanik

Eisbären Regensburg: Fössinger – Bühler, Heider; Vogel, Schütz; Tippmann, Weber; Schiller, Birner – Tausch, Herrmann, Divis; Flache, Keresztury, Ontl; Franz, Böhm, Sauer; Stöhr, Schwarz, Vinci

Tore: 0:1 (2:45) Schwarz (Vinci-Stöhr), 0:2 (3:58) Flache (Kersztury-Vogel), 0:3 (6:24) Tausch (Divis-Herrmann), 1:3 (11:33)) Horava (Forster-Ostwald bei 5-4), 2:3 (13:00) Schmidpeter (Ostwald-Horava bei 5-3), 3:3 (48:57) Zimmermann (Horava-Schmidpeter), 4:3 (49:53) Forster (Zimmermann-Horava bei 4-4), 5:3 (54:31) Baßler (Stähle), 6:3 (56:33) Baßler (Sedlar-Zitterbart)

Schiedsrichter: Erich Singaitis (Hügelsheim). – Zuschauer: 3009. – Strafminuten: Landshut 6 – Regensburg 8

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht