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Eisbären
Montag, 16. Juli 2018 29° 8

Eishockey

Endlich ein Eisbären-Sieg

Beim 6:4 im Derby in Weiden wurde es nach 4:1-Drittelführung nochmal richtig eng. Am Sonntag kommt Sonthofen.
Von Dieter Krelle

Eisbären-Kapitän Peter Flache musste gegen Weiden und Barry Noe (links) wieder als Verteidiger aushelfen. Foto: Christian Brüssel
Eisbären-Kapitän Peter Flache musste gegen Weiden und Barry Noe (links) wieder als Verteidiger aushelfen. Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Im fünften Meisterrunden-Spiel der Eishockey-Oberliga Süd gelang der erste Erfolg für die Eisbären Regensburg. Doch der 6:4 (4:1, 0:1, 2:2)-Erfolg in Weiden war schwer erkämpft. Wenigstens platzte im Oberpfalzderby bei den Blue Devils im ersten Drittel mit dem 4:1-Zwischenstand mental der Knoten. Die nicht aufgebenden Gastgeber kamen im Mitteldrittel zurück, in dem vor allem Torwart Peter Holmgren größeren Schaden als das 2:4 verhinderte. Torreich auch das Schlussdrittel, in dem Franz Mangold mit einem Shorthander zum 4:6 die Entscheidung und damit die Festigung des siebten Rangs besorgte.

Mit den bei Freitagspielen immer bereit stehenden DNL-Spielern, aber ohne Jason Pinizzotto, dem Chefcoach Igor Pavlov wegen mangelnder Trainingsleistung eine Denkpause bis zum Sonntag-Heimspiel gegen Sonthofen (18 Uhr) verordnete, starteten die Eisbären ins Derby.

Erstmals nach langer Verletzungspause probierte es Kevin Schmitt in der Abwehr neben Routinier Peter Flache und zudem gab der neue Verteidiger Petr Gulda nach seinem Wechsel aus Timmendorf sein Debüt, während sein Cousin Tomas die Spieldauerstrafe aus der Partie gegen Selb abzusitzen hatte. Dagegen war der aus Pfaffenhofen heimgekehrte Steven Meier noch im Wartestand.

Weidens Aufgebot schrumpft

Im Kellerduell musste der Gastgeber auf Kapitän Ralf Herbst verzichten, dessen Einsatz Trainer Ken Latta nach einer leichten Gehirnerschütterung zu riskant erschien. Dafür übernahm der Ex-Regensburger Barry Noe die Kapitänsrolle. Und dann meldete sich auch Daniel Willaschek nach dem Aufwärmen ab. Der Minikader der Nordoberpfälzer schmolz damit gewaltig ab.

Nicht aber der Einsatzwille der Gastgeber, die sich immer wieder gefährlich auf Goalie Peter Holmgren durchkombinierten. Doch im Abschluss hapert es bei der Latta-Truppe, die nach 6:57 in Rückstand gerieten, als Leopold Tausch eine Kombination der Startformation über Franz Mangold und Daniel Baier im kurzen Eck gegen Johannes Wiedemann abschloss. Eine Strafzeit für Ex-Eisbär Vitali Stähle ließen die Regensburger ungenutzt verstreichen und wurden prompt bestraft. Stähle (12:10) erzielte im ersten Devils-Powerplay nach Vorarbeit von Martin Heinisch und Josef Straka das 1:1.

Jetzt herrschte Derby-Stimmung, wogte die Partie hin und her. Arnoldas Bosas hatte Sekunden vorher noch den Pfosten getroffen, die Eisbären den Puck aber im Drittel gehalten und Nikola Gajovsky (15:10) nach schöner Einzelleistung das 1:2 erzielt. Damit war der Knoten gelöst. Peter Flache (17:58) setzte mit Handgelenkschuss von der blauen Linie nach Assists von Sebastian Wolsch und Tausch das 1:3 drauf. Endgültig deprimiert aber war der Gast nach dem 1:4 durch Bosas (19:10), für das Benjamin Kronawitter und Michael Fichtl die Vorarbeit geleistet hatten. Mit Pfiffen wurden die Devils in die Kabine verabschiedet.

Nach 23:37 Minuten aber mussten die 120 Sekunden in doppelter Unterzahl überstehen, was auch dank der stoischen Ruhe von Peter Holmgren gelang. Doch Tom Pauker (28:47) machte nach Vorarbeit von Matt Abercrombie die Partie nochmals scharf. Pavlov hatte es kommen gesehen, aber vergebens eine Auszeit genommen. Was vorher spielerisch leicht von der Hand ging musste, gegen die ein deutliches Übergewicht gewinnenden Gastgeber jetzt wieder schwer erarbeitet werden und Peter Holmgren fast schon über sich hinauswachsen.

Tore im Sekundentakt

1:24 Minuten Überzahl brachten die Eisbären ins Schlussdrittel mit, in dem Kevin Schmitt aber für Gleichzahl sorgte und den Devils 95 Sekunden Powerplay bescherte. Die waren glücklich überstanden, als die Hausherren (44:47) durch Martin Heinisch auf 3:4 verkürzten. Doch die Eisbären-Antwort kam prompt durch Sebastian Wolsch (45:01). Nur 26 Sekunden später wieder Weidener Jubel über das 4:5 durch Heinisch. Und dann sorgte Franz Mangold (51:37) in Unterzahl nach Break-Solo für das 4:6.

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