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Eishockey

Erhoffte Reaktion der Eisbären

Den Regensburgern gelingt in Weiden ein letztlich souveräner 5:3-Derbysieg. Pavlovs harsche Kritik hat offenbar gefruchtet.
Von Heinz Gläser

Auf dem Posten: Auf Raphael Fössinger im Eisbären-Tor war in Weiden Verlass. Foto: Nickl
Auf dem Posten: Auf Raphael Fössinger im Eisbären-Tor war in Weiden Verlass. Foto: Nickl

Weiden.Das Donnerwetter hat sich als reinigendes Gewitter erwiesen. Nachdem Eisbären-Trainer Igor Pavlov seine Mannschaft am Sonntagabend nach dem 3:4 gegen Rosenheim heftig kritisiert hatte, zeigte der Regensburger Eishockey-Oberligist die erhoffte Reaktion und gewann am Mittwochabend das Oberpfalz-Derby vor 1882 Zuschauern in der Hans-Schröpf-Arena bei den Blue Devils Weiden mit 5:3 (3:1, 2:0, 0:2). Der erste Saisonsieg am dritten Spieltag sollte vor den kommenden Aufgaben am Freitag (20 Uhr) gegen Landshut und am Sonntag (18 Uhr) in Selb Sicherheit geben.

Wieder musste Raphael Fössinger im Eisbären-Tor Peter Holmgren ersetzen, und bei Kapitän Peter Flache reichte es erneut nicht für einen Einsatz. In Pavlovs Aufgebot standen dafür die DNL-Youngster Nicolas Sauer, Fabian Birner und Andre Bühler. Die blauen Teufel versuchten gleich den Ton anzugeben, bremsten sich dann aber selber aus. Marco Habermann, neben Barry Noe ein alter Bekannter in den Reihen der Weidener, wanderte für zwei Minuten auf die Strafbank. Doch Torhüter Johannes Wiedemann wehrte die Schüsse von Constantin Ontl und Richard Divis ab.

Dann war Nikola Gajovsky auf und davon, wurde jedoch im Abschluss zu Fall gebracht. Den fälligen Penalty verwandelte der 31-Jährige souverän zur Regensburger Führung. Er verlud den chancenlosen Wiedemann mit einem schön verzögerten Schlenker.

Mehrfach im Fokus

Raphael Fössinger stand anschließend mehrfach im Fokus, so konnte er sich bei einer Chance von Michael Kirchberger auszeichnen. Gegen Marco Habermanns Schuss allerdings war kein Kraut gewachsen, der Ex-Eisbär glich aus. Doch nun ging es Schlag auf Schlag. Zunächst düpierte Nico Kroschinski mit einer schönen Einzelaktion Wiedemann, wenig später brachte Gajovsky Divis ins Spiel, der wiederum Leopold Tausch das dritte Eisbären-Tor auflegte. Wiedemann schien in dieser Szene nicht ganz chancenlos zu sein. Drei Treffer binnen 57 Sekunden: Beide Teams waren in Torlaune!

Statistik

  • Ergebnis:

    Blue Devils – Eisbären 3:5 (1:3, 0:2, 2:0)

  • Blue Devils Weiden:

    Wiedemann – Herbst, Schusser; Bäumler, Noe; Deichstetter, Willaschek, Lehner, Voigt – Siller, Kirchberger, Heinisch; Habermann, Quellet, Abercrombie; K. Kroschinski, Schreyer, Pronath

  • Eisbären Regensburg:

    Fössinger – Gulda, Heider; Schiller, Vogel; Weber, Birner; Bühler, Heger Divis, Gajovsky, Tausch; Vinci, Ontl, Keresztury; Sauer, Böhm; Schwarz; Stöhr, Franz, N. Kroschinski

  • Tore:

    0:1 (8:02) Gajovsky (Penalty); 1:1 (13:32) Habermann (Quellet-Abercrombie); 1:2 (13:56) Kroschinski (Franz); 1:3 (14:29) Tausch (Divis-Gajovsky); 1:4 (24:55) Franz (Weber); 1:5 (35:28) Tausch (Divis-Gajovsky): 2:5 (48:25) Abercrombie (bei 5-4); 3:5 (56:26) Habermann (Abercrombie)

  • Schiedsrichter:

    Vogl. 1882. 4 – 10

Nach relativ abwartendem Beginn hatten die Gäste dem Duell ihren Stempel aufgedrückt. Immer, wenn die Regensburger das Tempo anzogen, wurde fast schon ein Klassenunterschied zu den Weidenern erkennbar.

Mit einer Strafzeit gegen Gajovsky wurde das zweite Drittel eingeläutet. Fast hätte sich die Unterzahl gerächt, doch ein Treffer der Blue Devils aus dem Gewühl heraus fand keine Anerkennung. Vorausgegangen war ein Schuss von Barry Noe. Aus der Weidener Umklammerung heraus konterten die Eisbären. Wiedemann wehrte Jakob Webers Schuss ab, doch Jonas Franz schnappte sich den Puck und stellt das Resultat auf 4:1 aus Regensburger Sicht – ein beruhigender Vorsprung zu diesem frühen Zeitpunkt in der 25. Minute.

Sehr konsequent

Die Blue Devils resignierten keineswegs, sie spielten weiterhin munter mit. Doch gelang es ihnen trotz aller Bemühungen selten, gefährlich vor Fössingers Gehäuse aufzutauchen. Als hätten sie die mahnenden Worte ihres Trainers verinnerlicht, gingen die Regensburger Verteidiger diesmal sehr konsequent ans Werk. Deutlich mehr Torgefahr entwickelten weiterhin die Eisbären. Streich Nummer fünf ging aufs Konto von Leopold Tausch, der nach einem Konter vollendete.

Drittes Drittel, gleiches Spiel: Weiden bemüht, aber zunächst ohne Durchschlagskraft. Die Regensburger schraubten derweil im Gefühl des sicheren Sieges ihre Anstrengungen herunter. Trotzdem hatten die Pavlov-Schützlinge weiterhin ein Chancenplus. Und Fössinger vereitelte unter anderem eine Großchance von Matt Abercrombie. Auf Abercrombies Konto ging dann allerdings auch das 2:5.

Witterte Weiden nun spät im Spiel Morgenluft? Habermanns zweites Tor brachte das Team von Ken Latta auf 3:5 heran. Doch zu mehr reichte es für die Gastgeber nicht.

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