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Eishockey

EVR bietet ersten Integrationstag an

Am Samstag ab 11.30 Uhr können Kinder 90 Minuten in der Donau-Arena geschnuppert werden. Der Verein will ein Zeichen setzen.

Max Kaltenhauser ist einer der Organisatoren des Integrationstages am Samstag beim EVR. Foto: cw
Max Kaltenhauser ist einer der Organisatoren des Integrationstages am Samstag beim EVR. Foto: cw

Regensburg.Gerade erst wuselte es in der Donau-Arena: Die Eisbären hatten zum Kids Day und fast 500 Kinder kamen. Das war wohl so ansteckend, dass Trainer Igor Pavlov – trotz des 8:3 gegen Weiden – wenig amüsiert meinte: „Wir haben gespielt wie die Kinder.“ Wegen des Deutschlands-Cups pausiert das Oberligateam an diesem Wochenende, ein paar Spieler aber werden anwesend sein, wenn der Eisbären-Stammverein EV Regensburg am Samstag zwischen 11.30 und 13 Uhr eine Premiere veranstaltet. Die beiden hauptamtlichen Nachwuchs-Trainer Stefan Schnabl und Max Kaltenhauser organisieren erstmals einen Integrationstag.

„Wir wollen damit ein Zeichen setzen“, sagt Stefan Schnabl, „und es sollen möglichst alle kommen – gerade auch Kinder, die noch nie in Kontakt mit Eishockey waren und einfach mal sehen wollen, was das für ein Sport ist.“ Gezielt wurden diverse Grundschulen angeschrieben und eingeladen. „Gerade in der heutigen zeit mit beinahe wieder hoffähig gewordenem Rassismus wollen wir ein Zeichen setzen und bewusst aufzeigen, dass unsere Türen für Menschen aller Nationen offenstehen“, schreibt Max Kaltenhauser, der beim EVR für die Mannschaften von der U 7 bis zur U 15 zuständig ist, in seiner Einladung. „Der Sport besitzt eine brutale Strahlkraft“, sagt Stefan Schnabl. „Es geht um das Miteinander.“ Im Vorfeld soll auch ein Videoclip der Eisbären-Spieler, die die Veranstaltung in ihrer jeweiligen Landessprache ankündigen, für den Integrationstag werben.

Nötig ist wenig Ausrüstung: Mitzubringen sind nur ein Fahrrad- oder Schutzhelm, Handschuhe und eventuell auch Schlittschuhe, die aber gegen eine geringe Gebühr genauso gut vor Ort ausgeliehen werden können.

Egal ob deutsche Kinder, nicht-deutsche Kinder, Mädchen oder Jungen, für Max Kaltenhauser ist das Ziel der 90 Minuten am Samstag in der Donau-Arena klar: „Ein buntes Miteinander wäre schön“, sagt er, „und alle Kinder, die schon beim Kids Day ihren Spaß hatten, sind natürlich gerne wieder willkommen. Unsere Trainer werden ein paar Grundbegriffe vermitteln und kleine Spiele mit den Kindern machen.“ Der Integrationstag soll übrigens keine einmalige Angelegenheit bleiben: „Im Idealfall machen wir das wieder, klar“, sagt Kaltenhauser.

Zumal Integration schon jetzt innerhalb des Klubs und quer durch alle Mannschaften ein Thema ist. Über den Daumen gepeilt hat ein Drittel der Spieler Migrationshintergrund von mindestens einem Elternteil. „Wir haben zum Beispiel viele Russland-Deutsche“, sagt Stefan Schnabl. Und vielleicht werden es ja noch mehr. (cw)

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