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EVR hielt zwei Drittel mit, dann zog Selb doch davon

Hohes Spielniveau bei der 2:5-Niederlage beim Vorrunden-Meister im ersten Bayernliga-Halbfinale vor 3000 Zuschauern.
von dieter Krelle, MZ

Große Gegenwehr: Der EVR (rechts Mario Dörfler) machte Selb das Leben 40 Minuten sehr schwer. Foto: Christopher Michel

SELB. Es hat nicht ganz gereicht: In einer dramatischen ersten Halbfinal-Begegnung um die Bayerische Eishockey-Meisterschaft unterlag der EV Regensburg beim Vorrundenmeister VER Selb mit 2:5 (1:1, 1:1, 0:3). Zweimal konnten die Schützlinge von Stefan Schnabl einen Rückstand durch Überzahl-Treffer von Daffner und Bäckström wettmachen. Doch im letzten Drittel hatten die Mannen von Corey Holden und Bernd Setzer, für die Horvath, Setzer, Waßmiller (2) und Fischer trafen, den entscheidenden Biss.

Dennoch darf sich der Vorrunden-Siebte, den 500 Fans unter den 3000 Zuschauern stimmgewaltig unterstützten, nach seiner starken Vorstellung für das Rückspiel am kommenden Freitag in der Donau-Arena durchaus noch etwas ausrechnen.

Keineswegs verstecken wollte sich der EVR, der den Spielaufbau der Wölfe schon in der Mittelzone unterband. Auf Selber Seite hatte Andreas Fischer die erste Chance vor dem souverän klärenden Jonas Leser (3.), auf der Gegenseite machte Sven Gerike aus einem Scheibenverlust von Corey Holden frei gegen Benjamin Dirksen (5.). zu wenig. Ausgerechnet wegen sechs Mann kam Selb zur ersten Überzahl und prompt zur Führung durch Florian Horvath (7:45).

Doch die Gäste, bei denen der erste Block Zusatzschicht mit Mario Dörfler und Thomas Klisa fuhr, womit vier komplette Blöcke im Einsatz standen, zeigte sich wenig beeindruckt. Patrick Landstorfer (9.) zielte nur knapp drüber, auf der Gegenseite konnten Martin Lamich und Martin Sekera (12.) freie Schussbahn eben so wenig nutzen wie auf der Gegenseite Kapitän Thomas Daffner und Philipp Weinzierl. Der verdiente Ausgleich fiel in doppelter Überzahl. Erst versuchte es Kristoffer Bäckström viermal vergeblich mit Schlagschüssen, dann aber wurstelte Daffner (16:37) die Scheibe vorbei an Dirksen über die Linie.

Die Partie, die ständig an Niveau gewann, sahen im zweiten Drittel eine glänzende EVR-Einstellung in Unterzahl. Sechs Minuten, in denen die Selber lediglich bei Lamichs Lattentreffer und Leserers Wahnsinns-Rettungstat beim Hammer von Jeschke dem 2:1 nahe waren, überstanden sie trotz des starken Wölfe-Powerplays souverän.Auf der Gegenseite hatten auch Jan Helmrath (29.) Mario Dörfler (30.) und Stefan Huber (32.) gute Chancen. Etwas überraschend gelang Sebastian Setzer (36:43) das 2:1, der nach Marc Thumms hängen gebliebenem Schuss am schnellsten reagierte. Sensationell gut aber die EVR-Antwort im ersten Powerplay des Mittelabschnitts, bei der Bäckström die Blitzkombination Gerike-Daffner krönte (38:52).

Mit wesentlich mehr Biss starteten die Wölfe ins Schlussdrittel, drängten den EVR in die Verteidigungszone zurück. Insbesondere Setzer zog immer wieder ab, doch das 3:2 schoss ein anderer: Sergej Waßmiller ließ nach Sekeras Vorarbeit (43:40) Philipp Weinzierl stehen und Leserer keine Chance. Hendriksen und Lamich hätten erhöhen können, Sekera (48.) scheiterte frei. Doch Alexander Fischer (53:43) setzte den Deckel drauf. Das Aufbäumen der Gäste konnte nichts mehr bewegen. Im Gegenteil – Waßmiller erhöhte in Überzahl auf 5:2 (59:31).

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