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Eishockey

EVR muss seinen Heimvorteil hergeben

Wenn der EVR in Weiden nicht gewinnt, müsste er das entscheidende Spiel um den Klassenerhalt in Deggendorf austragen.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Das Duo Martin Helmig/Stefan Schnabl coachte am Dienstag letztmals gemeinsam. Helmig (links) fährt mit seinen Baseballern am Freitag ins Trainingslager.
Das Duo Martin Helmig/Stefan Schnabl coachte am Dienstag letztmals gemeinsam. Helmig (links) fährt mit seinen Baseballern am Freitag ins Trainingslager. Foto: Schmeilzl

Regensburg.Auch das noch: Der EV Regensburg müsste in einem fünften und entscheidenden Spiel am Sonntag gegen den 1. EV Weiden auf neutralem Eis um den Klassenerhalt in der Eishockey-Oberliga Süd kämpfen. „Die Eiszeit ist für 18.30 Uhr in Deggendorf gebucht“, sagte Vorstand Ivo Stellmann-Zidek. Weil in der Donau-Arena Schlagerstar Semino Rossi singt, muss der EVR ausweichen.

Freilich zählt zunächst Spiel vier heute (20 Uhr) in Weiden – und noch hat EVR trotz aller Misslaunigkeiten durchaus den Vorteil, nur einen Sieg vom Ziel entfernt zu sein, während die Blue Devils nach dem 3:1 vom Dienstag noch zwei weitere Erfolge brauchen und somit insgesamt dreimal hintereinander gewinnen müssten. „Ich will das Team nur in Ruhe vorbereiten“, gab sich Stefan Schnabl wenig redefreudig, aber äußerst fokussiert. Martin Helmig, der in Weiden nicht mehr an der Bande stehen kann, weil er mit seinen Baseballern von den Buchbinder Legionären am Freitagabend ins Trainingslager nach Italien aufbrechen muss, sagt: „Die Mannschaft ist vorbereitet. Wir haben vorher sechs Mal gewonnen. Ich habe volles Vertrauen.“

Vorstand: „Müssen wir verbessern“

Das Organisationsmalheur um ein eventuelles drittes Heimspiel in der entscheidenden Serie bringt in einer Zeit, in der die sportlichen Misserfolge für genug Gesprächsstoff sorgen, neuen Stoff für Spott und Häme und ist alles andere als ein Ruhmesblatt für den Verein, wie auch Ivo Stellmann-Zidek zugibt: „Auch da müssen wir für die neue Saison einiges verbessern“, sagt der Vorstand. „Das hat der Verein verbummelt und selbst verschuldet“, kommentierte Oberliga-Spielleiter Oliver Seeliger die Angelegenheit. „Die Termine waren seit Sommer bekannt und hätte man das im Januar angezeigt, wäre es wohl kein Problem gewesen, aber nicht erst, wenn die Runde losgeht. Das ist grob fahrlässig.“

Laut Durchführungsbestimmungen müssen einer Verlegung beide Kontrahenten sowie der Spielleiter schriftlich zustimmen. „Dass Weiden das in diesem Fall nicht getan hat, kann ich verstehen“, sagt Seeliger. „In diesem Spiel ginge es um alles. Da muss einer runter in eine Liga, in die ja keiner will.“ Schon wie der DEB-Mann erfuhr, dass die Arena belegt ist, ist eine Geschichte, die Bände spricht. „Ein Polizist, der beim EVR immer im Einsatz ist, hat mich angerufen und gefragt, ob ich nicht wüsste, dass da ein Konzert ist. Ich wusste es nicht, aber eine Stunde später kam vom Verein eine SMS mit dem Wunsch auf Montag zu verlegen. Aber so einfach ist das eben nicht.“

Schwer fiel auch Martin Helmig der Abschied. Wie vor zwei Jahren, als er nach der Trennung von Günter Eisenhut als Nothelfer eingesprungen war, und in der damaligen Playoff-Serie gegen Peiting das Baseball-Team vor Spiel fünf ins Trainingslager abreiste, rufen Helmig auch diesmal „meine Pflichten. Das wir auch so ausgemacht. Aber wir haben alle gehofft, dass es bis dahin vorbei ist. Ich bin sehr zuversichtlich, dass der EVR den Klassenerhalt schafft. Ich bin mit dem Herzen bei der Mannschaft und dem Verein.“ Alleine wird Stefan Schnabl in Weiden aber nicht an der Bande stehen: „Ich werde einen Kollegen mitnehmen“, sagte Schnabl, ohne zunächst einen Namen zu nennen. „Außerdem wird Martin Ancicka involviert sein“, sagte Helmig über den sportlichen Leiter.

Es wird Veränderungen geben

Noch keine Namen gab es am Donnerstag auch zu einem Thema, das Martin Helmig schon in der Pressekonferenz am Dienstag angesprochen hatte und erst am Donnerstagabend der Mannschaft beim Training mitgeteilt werden sollte. „Einige haben nicht akzeptable Leistungen geboten. Da müssen wir uns zusammensetzen“, hatte Helmig nach dem 1:3 gesagt und ergänzte gestern: „Ich bin sicher, man wird noch mehr DNL-Spieler sehen und es wird auch namhafte Spieler treffen.“ Schon zuletzt hatte das Trainerduo Schnabl/Helmig immer wieder auf Akteure wie Nic Sochatsky oder Nico Ehmann verzichtet.

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