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Eishockey

EVR trennt sich von Sven Gerike

„Unüberbrückbare Gegensätze“: Der 35-Jährige – als Spieler, Trainer und sportlicher Leiter am Neuaufbau des Vereins beteiligt – erhält die Kündigung.
von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Die Zeit von Sven Gerike beim EVR ist abgelaufen. Foto: Archiv

REGENSBURG. Beim Eishockey-Oberligisten EV Regensburg ist eine wichtige Personalentscheidung gefallen – gegen Sven Gerike. Am Sonntagabend übergab der neu gewählte Vorstand die schriftliche Kündigung an den Mann, der als Spieler, Trainer und sportlicher Leiter vier Jahre lang maßgeblich am Neuaufbau nach dem Eisbären-Konkurs mitgewirkt hatte.

Am Dienstag folgt eine Pressekonferenz

Jürgen-Michael Ostertag, der neue 2. Vorstand, bestätigte die Trennung „im vorgegebenen gesetzlichen Rahmen“, wollte zu den Gründen aber „nicht ins Detail gehen, aber es gibt um unüberbrückbare Gegensätze. Außerdem kam noch eine Abmahnung dazu“. Für Montag kündigte Ostertag gegenüber der MZ eine Pressekonferenz an, eine Pressemitteilung folgte wenig später. „Wir stellen einen neuen Marketingleiter und einen hochkarätigen Neuzugang vor. Dabei geht es um einen Ausländer mit deutschem Pass.“

Diese Pressekonferenz soll der Auftakt zu einer Reihe von Vorstellungen „im Zwei-Tage-Rhythmus“ sein. „Wir brauchen ja langsam eine Mannschaft“, sagte Ostertag. Am 15. August geht das EVR-Team erstmals aufs Eis.

Trainer Alexej „Leos“ Sulak steht mit Jiri Lala, dem einstigen Weltmeister und ehemaligen Manager aus Eisbären-Tagen, der den EVR sportlich wieder berät, „in Kontakt. Wir arbeiten zusammen.“ Die Ausländersuche hält Sulak dabei für „das kleinste Problem. Da kriegt man immer wieder jemanden.“ Jemand, der zuletzt unter Sulak gespielt hat, wird es wohl nicht sein. „Wir brauchen einen Mittelstürmer, er aber ist ein Außenstürmer“, sagt Sulak über den in den Spekulationen immer wieder und öfter aufgetauchten Namen Sedlak. Von einem aber ist Sulak überzeugt: „Wir werden eine vernünftige Mannschaft auf die Beine kriegen.“

Gerike wollte weitermachen

Eine Mannschaft ohne Sven Gerike: Der 35-jährige Gerike hatte auf MZ-Anfrage in einem ersten Gespräch am Donnerstag mit der EVR-Führung um Christian Köcher erklärt, dass er seine Arbeit für den Klub gerne fortsetzen würde. „Ich glaube, dass ich meinen jungen Spielern in der Schülermannschaft, den Sponsoren und auch den Fans schuldig bin“, meinte Gerike, der nun rechtliche Schritte gegen seine Kündigung prüfen will. „Ich hätte gerne eine zehnte Saison gespielt und auch die DNL-Saison im Nachwuchs miterlebt.“ Ins Trainingslager nach Tschechien mit dem in die höchste Nachwuchsliga aufgestiegenen Team fährt Gerike zum Abschluss aber dennoch noch mit.

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