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Eishockey

Habermann ist erster EVR-Neuzugang

Der Stürmer kommt aus Halle, schnupperte höherklassige Luft und hatte jede Menge Kontakte zum Regensburger Oberligisten.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Marco Habermann schnupperte auch schon DEL-Luft: 2012/13 trug er für eine Saison das Trikot der Düsseldorfer EG.
Marco Habermann schnupperte auch schon DEL-Luft: 2012/13 trug er für eine Saison das Trikot der Düsseldorfer EG. Foto: Schindler

Regensburg.Der erste Neuzugang des EV Regensburg heißt Marco Habermann. Kurz bevor Trainer Doug Irwin die Stadt am Wochenende bis zum Beginn der neuen Saison im Sommer verließ, vermeldete der ambitionierte Eishockey-Oberligist nach sieben Vertragsverlängerungen nun auch das erste neue Gesicht. Fast hätte es schon in den Playoffs ein EVR-Treffen mit Habermann gegeben: Der 25-jährige Stürmer spielte zuletzt für die Saale Bulls Halle, die im Oberliga-Viertelfinale im fünften Spiel am EVR-Bezwinger und potenziellen DEL-2-Aufsteiger Bayreuth gescheitert waren.

„Marco ist körperlich robust“, sagt Irwin über den Angreifer, der mit 1,90 Meter bei 97 Kilogramm Gardemaße vorweisen kann. „Und ich glaube, dass er sein volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat. Für uns ist das eine Topverpflichtung. Er wird super reinpassen und ist ein harter Arbeiter, der auch gerne in den Fitnessraum geht.“ Doug Irwin kennt die Familie Habermann schon lange. „Mit seinem Vater habe ich in Peiting gespielt“, sagt der EVR-Coach über die Bande früherer Tage. „Wir waren schon länger in Kontakt und Marco wollte wieder in den Süden.“

In einer Reihe mit Ex-EVR-Duo

Auch Habermann selbst hat jede Menge direkte Kontakte mit ehemaligen oder aktuellen Regensburgern. In Halle spielte er zuletzt mit zwei Ehemaligen. „Ich hatte gute Mitspieler und habe mit Danny Albrecht und Jakub Langhammer in einer Reihe gespielt“, sagt Habermann, der in 45 Spielen auf 20 Tore und 27 Vorlagen kam. In Sachsen-Anhalt wurde Habermann nach zuvor harten Zeiten wieder aufgepäppelt. „Es tat gut, wieder eine wichtige Rolle zu spielen und nicht nur zu checken. Das hat mir viel Aufschwung gegeben.“

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Diagnose Diabetiker in Düsseldorf

In den Jahren zuvor hatte Marco Habermann weniger Glück. Bei seinem DEL-Anlauf 2012/13 bei der Düsseldorfer EG wurde entdeckt, dass er Diabetiker ist. „Ich war topfit, habe gut gespielt und dann bin ich zusammengebrochen“, schaut Habermann zurück. „Ich habe in zwei Wochen 14 Kilo abgenommen.“ Inzwischen ist längst alles bestens. „Wir haben das schnell in den Griff bekommen. Ich muss nur spritzen. Ansonsten kann ich auch mal einen Burger oder Pizza essen, alles kein Problem. Und Süßigkeiten mag ich eh nicht so gerne.“

Im Folgejahr sorgte in Heilbronn eine schwere Knieverletzung für eine reduzierte Saison und auch in Kassel, wo Habermann „auch mal kurz in einer Reihe“ mit EVR-Stürmer Peter Flache auflief, fand er sein Glück nicht. So war Marco Habermann froh über die Option Halle, wo ihm sein Ex-Trainer Ken Latta („Ihn hatte ich drei Jahre in Kaufbeuren“) die Tür öffnete.

In Regensburg will Marco Habermann, der mit Lukas Heger („Er wohnt ums Eck bei mir zuhause“) zuletzt das Sommertraining absolvierte, einen neuen Anlauf nehmen. „Ich will an meine Leistungen anknüpfen. Ein Aufstieg wäre natürlich ein Highlight. Denn der Teamerfolg ist wichtiger als der eigene“, sagt Habermann, der mit seiner Freundin bei einer Stippvisite auch bereits die Stadt erkundete. „Ich habe mich gleich wohlgefühlt in den paar Stunden. Hier kann man ja super essen gehen.“ EVR-Coach Doug Irwin jedenfalls freut sich: „Er hatte auch andere Angebote. Aber wir sind nicht nur wegen des Erfolgs eine Top-Adresse für solche Spieler.“

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