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Eisbären
Montag, 24. September 2018 24° 6

Eishockey

Halle macht es noch einmal spannend

Eisbären kassieren beim 1:4 die erste Niederlage in der Playoff-Serie. Das vierte Duell steigt am Donnerstag in Regensburg.
Von Heinz Gläser und Mario Schoppa

Die Eisbären strecken sich vergeblich – hier Kevin Schmitt (l.) gegen Maximilian Schaludek. Foto: Stefan Röhrig
Die Eisbären strecken sich vergeblich – hier Kevin Schmitt (l.) gegen Maximilian Schaludek. Foto: Stefan Röhrig

Halle.Die Eisbären müssen mindestens noch einmal ran. Der Regensburger Eishockey-Oberligist unterlag am Dienstagabend im dritten Spiel der Best-of-five-Serie bei den Saale Bulls Halle mit 1:4 (0:1, 1:2, 0:1). Damit verkürzte das Team aus Sachsen-Anhalt im Playoff-Achtelfinale auf 1:2, nachdem die Eisbären die ersten beiden Duelle jeweils mit 3:1 für sich entschieden hatten. Entscheidend war vor 1051 Zuschauern, dass sich die Mannschaft von Trainer Igor Pavlov diesmal einige Aussetzer in der Abwehr erlaubte. Bereits an diesem Donnerstag (20 Uhr) kommt es in der Donau-Arena zum nächsten Aufeinandertreffen.

„Halle war heute einfach konsequenter, hat mehr Initiative entwickelt und mehr Willen gezeigt“, kommentierte Pavlov.

„Gefährlich ist alles“

Igor Pavlov hatte im Vorfeld noch mal eindringliche Worte an seine Mannschaft gerichtet. „Gefährlich ist alles. Wir wissen, dass im Eishockey nichts unmöglich ist“, schrieb er seinen Schützlingen als Warnung vor Überheblichkeit ins Stammbuch. Die Serie in drei Spielen nach Hause zu bringen, das war das erklärte Eisbären-Ziel.

Der Garant dafür sollte erneut Torhüter Peter Holmgren sein, der sich in den Playoffs in bestechender Form präsentiert. In den ersten beiden Duellen war der Deutsche-Schwede zum Schreckgespenst für die Bulls-Offensive geworden. Bei den Hausherren fehlte der NHL-erfahrene Nathan Robinson – dem Vernehmen nach, weil er nach dem Geschmack seines Trainers Dave Rich bislang allzu eigensinnig und ohne die letzte Motivation aufgetreten war. Halle gab auch ohne seinen Star zu Beginn Gas, wollte wohl den Eindruck verwischen, dass es keinen Zugriff auf diesen Gegner findet.

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Erst nach sieben Minuten meldeten sich auch die Eisbären zu Wort. Nikola Gajovsky und Korbinian Schütz suchten den Abschluss, ohne große Gefahr für das erneut von Kevin Beech gehütete Tor auszustrahlen. Aber die Regensburger Defensive wirkte erneut konzentriert und ließ wenig Initiative der Gastgeber zu. So entwickelte sich ein zähes Ringen auf dem Eis.

Chancen von Tomas und Petr Gulda sowie Franz Mangold schlossen sich an, doch dann war Kacper Guzik zur Stelle und brachte Saale in der dritten Begegnung erstmals in Front. Das 1:0 resultierte aus einen schönen Sololauf, den der polnische Nationalspieler mit seinem Treffer krönte. Guzik war für Robinson ins Team gerückt.

Die Eisbären drängten im zweiten Drittel sofort auf den Ausgleich. Yannik Baier und anschließend Philipp Vogel waren nahe dran, ebenso Kapitän Peter Flache und Jason Pinizzotto. Die dickste Gelegenheit versiebte frei vor dem Tor Gajovsky, dessen Lupfer über den Kasten ging. Kevin Beech sah sich nun mit einen Daueransturm konfrontiert, bestand aber vorerst alle Prüfungen, die ihm die Eisbären stellten. Halle lauerte derweil auf Konter.

Nun ging’s bisweilen auch handfester zur Sache. Vojtech Suchomers Stockcheck wollte Pinizzotto nicht auf sich beruhen lassen, die Streithähne wanderten wegen übertriebener Härte einträchtig auf die Strafbank. Holmgren zeigte sich derweil weiter voll auf der Höhe und entschärfte die nun wenigen Möglichkeiten der Saale Bulls – so auch Thomas Zuravlevs Alleingang.

Schön anzusehen

Der bis dahin unauffällige Arnoldas Bosas zeichnete für den Ausgleich verantwortlich. Der Litauer überraschte Beech mit einem Schlenzer. Doch der Jubel verabschiedete sich sogleich wieder aus dem Eisbären-Lager. Halles Alexander Zille nutzte einen Blackout in der Defensive zum 2:1. Die Saale Bulls übten anschließend Dominanz aus, was sich in ihrem dritten Treffer niederschlug. Maximilian Schaludeks Tor nach einem Konter war schön anzusehen – sofern man keine Eisbären-Brille trägt. Elf Sekunden standen da im zweiten Drittel noch auf der Uhr.

Jetzt waren die Eisbären gefordert, der Anschlusstreffer musste dringend her. Bosas, Gajovsky, Pinizzotto und Petr Gulda feuerten aus allen Rohren, doch das Tor machte abermals Halle. Bei Alexander Zilles zweitem Treffer ließ sich die Abwehr überlaufen.

Statistik

Halle – Eisbären 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)

MEC Saale Bulls Halle: Beech – Pietsch, Wunderlich; Tarasuk, Schmitz; Suchomer, Schön – May, Spöttel, Gunkel; Striepeke, Burns, Guzik; Zille, Schaludek, Zuravlev

Eisbären Regensburg: Holmgren – Tomas Gulda, Schütz; Vogel, Wolsch; Alt, Schmitt – Bosas, Gajovsky, Kronawitter; Tausch, Mangold, Baier; Petr Gulda, Flache, Pinizzotto; Jakub Felsoci, Schwarz, David Felsoci

Tore: 1:0 (18:18) Guzik (Schmitz-Tarasuk); 1:1 (33:37) Bosas (Kronawitter-Schmitt); 2:1 (35:26) Zille (Zuravlev-Schön); 3:1 (39:49) Schaludek (Schmitz-Zille); 4:1 (51:52) Zille (Zuravlev-Suchomer)

Schiedsrichter: Mischa Apel (Salzgitter); Zuschauer: 1051. – Strafminuten: Halle 12 plus 10 Suchomer plus 10 plus Spieldauer Guzik – Regensburg 8 plus 10 Pinizzotto

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