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Julia Landsmann kämpft für das Fanklima

Die neue Fanbeauftragte der Eisbären und ein zehnköpfiger Fanbeirat arbeiten an besserer Stimmung in der Donau-Arena.
Von Claus-Dieter Wotruba

Julia Landsmann  Foto: Landsmann
Julia Landsmann Foto: Landsmann

Regensburg.Die Kommunikation der Anhängerschaft mit ihrem Verein gestaltet sich bisweilen schwierig. Auch bei den Eisbären in der Eishockey-Oberliga ist das nicht anders. Jetzt wird der Versuch unternommen, an der Fankultur zu arbeiten. Seit 2. März gibt es mit der 28-jährigen Lehrerin Julia Landsmann eine neue Fanbeauftragte und dazu einen zehnköpfigen Fanbeirat mit je zwei Vertretern der Fanklubs Eisbärn Power, Rot-Weiss, Icebreakers, Eisbärenstammtisch Pirkensee und Red Power.„Wir möchten in Sachen Fankommunikation vieles neu und besser machen“, hatte GmbH-Geschäftsführer Christian Sommerer schon in einer Pressemitteilung der Eisbären verlautbart.

Die ersten Reaktionen auf die ersten Gespräche fielen positiv aus. „Wie offen und ehrlich“ die Eisbären-Verantwortlichen den Gruppierungen entgegengetreten seien, sei gut angekommen, sagt Julia Landsmann. „Da ist einiges direkt auf den Tisch gekommen. Die Möglichkeit des Austauschs war in den vergangenen Jahren vielleicht nicht genügend vorhanden.“ Die Corona-Krise verhinderte bislang weitere Treffen. Jetzt werden fleißig Ideen gesammelt, wie die Stimmung bei Spielen in der Donau-Arena, die gelitten hat, verbessert werden kann.

In dieser Saison hatte der ehemalige Fanbeauftragte Christian „Zwirl“ Merl „übergangsweise seine ganze Energie reingesteckt“, konnte sein Engagement aber „aus zeitlichen und beruflichen Gründen“ nicht fortsetzen, wie Julia Landsmann berichtet. Jetzt soll sich mit ihr eine Frau kümmern, die Kontakte pflegen und Sprachrohr sein. „Das ist vielleicht kein Nachteil. Ich werde versuchen, meine pädagogischen Erfahrungen einzubringen und die Dinge nicht hitzig, sondern in Ruhe zu lösen. Jeder kann seine Sicht der Dinge darstellen. Ich werde nichts tun, ohne die andere Seite zu hören.“

Julia Landsmanns erste EVR-Erfahrungen gehen zurück auf die Endphase der alten Eisbären vor dem Konkurs 2008 und den folgenden schnellen Wiederaufstieg in die Oberliga. „Irgendwie waren das fast die schönsten zwei Jahre“, sagt sie und erinnert sich: „Mit 15 war ich erstmals im Stadion. Seither bin ich im Block anzutreffen. Ich habe zu den Jungs dort einen guten Kontakt“, sagt sie und bekam auf ihren Nachfragen zu einer Zusammenarbeit „positive Rückmeldungen“ von allen Seiten. Landsmann hat aber auch bemerkt: „Es ist von allen ein Wille da, dass diese Spannungen wegfallen. Denn die waren im Stadion teilweise spürbar.“ Das Ziel von Julia Landsmann und dem Fanbeirat: „Wieder eine geschlossene Fankultur zu haben.“

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