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Eishockey

Landshut bezwingt die Eisbären

Die Regensburger gehen dreimal in Führung, verlieren aber vor 3270 Zuschauern am Ende doch noch nach Penaltyschießen.
Von Claus-Dieter Wotruba

Landshut enteilt dem EV Regensburg. Foto: Brüssel
Landshut enteilt dem EV Regensburg. Foto: Brüssel

Regensburg.Eine hochspannende und stimmungsvolle Angelegenheit verfolgten 3270 Zuschauer am Sonntagabend in der Donau-Arena: Dreimal führten die Eisbären vom EV Regensburg um Trainer Igor Pavlov, und verloren am Ende doch mit 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:0) nach Penaltyschießen.

Die bange Frage im Vorfeld war: Ist der kranke Topskorer Nikola Gajovsky wieder fit genug, um auflaufen zu können? Er war es – und auch Jonas Franz war wieder dabei. Vor der Topkulisse trieben sich nicht nur die beiden Fanlager gegenseitig an, auch auf dem Eis war früh klar, dass sich hier zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen und jede Kleinigkeit das Spiel entscheiden könnte: Hier der Spitzenreiter aus Regensburg, der seine Position verteidigen wollte, da die Niederbayern, die als Tabellendritter zuletzt mit 25 Treffern in drei Partien glänzten.

So entwickelte sich ein Spiel voller Intensität, aber ohne die ganz großen Chancen. Jonas Franz war der erste Eisbär, der EVL-Keeper Patrick Berger ernsthaft prüfte. Dann kam DNL-Stürmer Alexander Dosch nach einem perfekten Konterpass zum Schuss und verfehlte das Tor haarscharf (13.). Die größte Gefahr vor dem Regensburger Tor beschwor auch ein Eisbär herauf: Denn Richard Divis zögerte hinter dem eigenen Tor lange und schoss dann Peter Abstreiter so an, dass die Scheibe im Eisbären-Tor gelandet wäre, wenn Torwart Peter Holmgren nicht aufgepasst hätte.

Eisbären-Penalty in Unterzahl

Torlos blieben die ersten 20 Minuten aber dennoch nicht. Wieder einmal geschah Entscheidendes in Unterzahl: Als Erik Keresztury allein auf das Landshuter Tor zusteuerte, war er nur per Foul zu bremsen. Schiedsrichter Markus Schütz entschied 4,2 Sekunden vor der ersten Pause auf Penalty. Und wieder tat Nikola Gajovsky Entscheidendes. Er lief an, kurvte gelassen auf Patrick Berger zu und versenkte den Punkt zum Regensburger Führungstor in den Maschen.

Ausgeglichen ging es im zweiten Abschnitt weiter: Als Landshut sich eine Bankstrafe einhandelte, weil zu viele Spieler auf dem Eis waren, ließen die Hausherren die Chance verstreichen, ein zweites Tor nachzulegen. Doch kaum war Peter Abstreiter, der die Strafe abgesessen hatte, zurück, traf er auch schon zum Ausgleich (30.).

Die nächsten Höhepunkte folgten in der Endphase des zweiten Abschnitts. Mit einem feinen Trick setzte sich Constantin Ontl im Zweikampf durch und erzielte die neuerliche Eisbären-Führung – es war auch bereits sein 16. Saisontreffer (37.). Das 2:1 hatte allerdings nur 66 Sekunden Bestand. Benedikt Böhm saß auf der Strafbank, als Julien Pelletier ebenfalls per Alleingang ein zweites Mal ausglich.

Die Regensburger gingen auch ein drittes Mal in Führung. In der 45. Minute nutzten die Eisbären erstmals an diesem Abend eine Überzahlgelegenheit. Nikola Gajovsky bediente mit einem präzisen Pass Verteidiger Petr Heider, der sich freigeschlichen hatte. Es war eine ganz besondere Torvorlage: Gajovsky, der sich Anfang des Jahres in die Top Ten der ewigen EVR-Skorerliste geschossen hatte, zog nämlich damit mit Sven Gerike auf Platz sieben gleich.

Wieder glich Peter Abstreiter aus

Der Endstand war damit aber noch nicht erreicht: Erst scheiterte Pelletier noch alleine vor Holmgren, doch eine Minute später glich Peter Abstreiter aus (49.). Und noch eine Minute bangten die Eisbären-Fans, als Torwart Holmgren liegenblieb, aber weitermachen konnte. Genau jener Holmgren parierte 184 Sekunden vor dem Ende auch den Penalty von Peter Abstreiter, weil ein Regensburger den im Torraum liegenden Puck mit der Hand gespielt hatte. Beide Teams hatten einen Punkt sicher: Erst im Penaltyschießen wurde das Spiel nach zwölf Versuchen entschieden. Alexander Dosch verwandelte als einziger Eisbär seinen Penalty, das war zu wenig.

Auch zu wenig, um die Tabellenführung zu verteidigen, da Peiting mit dem 7:5-Sieg in Weiden die Eisbären nun überholt hat.

Eisbären-Statistik:

Regensburg – Landshut 3:4 n. P. (1:0, 1:2, 1:1, 0:0)

Eisbären Regensburg: Holmgren – Gulda, Heider; Vogel, Schütz; Tippmann, Weber; Bühler, Schiller – Divis, Gajovsky, Flache; Ontl, Keresztury, Dosch; Sauer, Böhm, Franz; Stöhr, Kroschinski, Schwarz
EV Landshut: Berger – Zitterbart, Ostwal; Alt, Kronthaler; Nägele, Ettwein – Baßler, Plihal, Pelletier; Ehl, Fischhaber, Sedlar; Hofbauer, Forster, Peter Abstreiter; Trinkberger, Leon Abstreiter
Tore: 1:0 (19:56) Gajovsky (Penalty), 1:1 (29:28) P. Abstreiter (Plihal-Zitterbart), 2:1 (36:03) Ontl (bei 4-4), 2:2 (37:09) Pelletier (bei 5-4), 3:2 (44:12) Heider (Gajovsky-Gulda bei 5-4), 3:3 (48:51) P. Abstreiter (Forster); Besonderes: Holmgren hält Penalty von P. Abstreiter (56;56); Penaltyschießen: Dosch trifft, Ehl vorbei, Divis scheitert an Berger, Fischhaber trifft, Gajovsky an Berger, Hofbauer an Holmgren, Fischhaber an Holmgren, Divis an Berger, P. Abstreiter trifft, Gajovsky an Berger

Schiedsrichter: Markus Schütz (Bad Aibling). – Zuschauer: 3270. – Strafminuten: Regensburg 12 – Landshut 12

In unserem Liveticker können Sie das Spiel nochmals verfolgen:

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