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Eishockey

Eisbären in Verlängerung kalt erwischt

Die Regensburger unterliegen dem SC Riessersee mit 4:5. Ein Kraftakt im Schlussdrittel sichert wenigstens einen Punkt.
Von Heinz Gläser

Riessersees Uli Maurer (l.) dreht ab, er hat Eisbären-Torhüter Raphael Fössinger soeben zum zwischenzeitlichen 3:1 überwunden.  Foto: Oliver Rabuser
Riessersees Uli Maurer (l.) dreht ab, er hat Eisbären-Torhüter Raphael Fössinger soeben zum zwischenzeitlichen 3:1 überwunden. Foto: Oliver Rabuser

Garmisch.Die Regensburger Eisbären stolpern in der Oberliga Süd weiterhin von einer knappen Niederlage zur nächsten. Am Freitagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Igor Pavlov beim Altmeister SC Riessersee mit 4:5 (1:2, 0:1, 3:1, 0:1) nach Verlängerung. Uli Maurer erzielte nach 25 Sekunden der Overtime den entscheidenden Treffer. Wenigstens bleibt etwas Zeit, die frische Wunde zu lecken. Am Sonntag pausiert die Oberliga wegen des Deutschland-Cups in Krefeld. Für die Eisbären geht das Ringen um Punkte am kommenden Donnerstag (20 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Memmingen weiter, weil tags darauf die Wrestler die Donau-Arena belegen.

Jakob Weber fehlte im Garmischer Olympia-Eissportzentrum abermals in Igor Pavlovs Aufgebot. Die Zeichen könnten auf eine vorzeitige Trennung vom Verteidiger stehen.

„Wir werden versuchen, um jeden Zentimeter Eis zu kämpfen“, versprach der Eisbären-Trainer vor dem ersten Bully im Gespräch mit „Eisradio“.

Das gesamte Regensburger Team sollte sich wieder an der Leistung der Parade-Sturmreihe mit Richard Divis, Peter Flache und Nikola Gajovsky aufrichten. Letzterer gab mit einer ersten Torchance die Richtung vor. Raphael Fössinger im Eisbären-Tor bestand derweil seine ersten Bewährungsproben.

Übliche Fehler

Die Hausherren entfachten anfangs nicht gerade ein Feuerwerk auf dem Eis. Die fast schon üblichen Flüchtigkeitsfehler der Oberpfälzer Defensive blieben zunächst unbestraft. Erst ein Solo von Luca Zitterbart, der Fössinger aussteigen ließ und die Scheibe ins leere Tor schob, brachte die Führung für die Schützlinge von George Kink.

Michail Guft-Sokolov, dessen Bruder Wassilij am Freitag aufseiten von Riessersee stürmte, stellte mit seinem ersten Saisontor für die Eisbären gut eine Minute später auf Gleichstand. Die zweite Überzahl nutzte der SCR. Korbinian Schütz brummte zwei Minuten Bankstrafe ab, da traf Tobias Kircher im Nachschuss, nachdem Fössinger den Puck bei einem Schuss von Zitterbart zur Seite abprallen hatte lassen. Das erste Drittel endete in Regensburger Unterzahl. Flache saß in der Kühlbox. Pavlovs eindringlicher Appell ans Team, der Strafbank möglichst fernzubleiben, war offenbar verhallt.

Damit nicht genug des Ungemachs, wurde Eisbären-Betreuer Claus Pirkenseer an der Bande von einer abgefälschten Scheibe im Gesicht getroffen und musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Lars Schillers leichtfertiger Scheibenverlust in der Vorwärtsbewegung leitete den dritten Treffer der Hausherren durch Routinier Uli Maurer ein. Die Eisbären versuchten, mit Kampf zurück ins Spiel zu finden. Hochkarätige Chancen blieben indes Mangelware. Was doch aufs Tor des SCR kam, wurde die Beute des Ex-Regensburgers Daniel Fießinger im Tor von Riessersee.

Pavlov tobt

Die allerletzte von 41 Sekunden doppelter Eisbären-Überzahl nutzte Divis zu Beginn des dritten Drittels mit seinem zwölften Saisontor zum 2:3-Anschlusstreffer. Silvan Heiß, der Sohn des Pavlov-Vorgängers Beppi Heiß, bereitete Zitterbarts zweiten Treffer an diesem Abend vor. Pavlov tobte an der Bande, weil sich Erik Keresztury vor dem 4:2 der Gastgeber eine überflüssige Strafzeit eingehandelt hatte.

Der Regensburger Coach stellte seine Reihen um, warf erst jetzt den vierten Sturm mit Constantin Ontl, Lukas Heger und Leopold Tausch ins Spielgeschehen. Divis nährte mit dem 3:4 erneut die Hoffnungen, und Heger krönte den späten Kraftakt der Eisbären mit dem Ausgleich – ehe Maurer in der Verlängerung rasch zuschlug.

Statistik

Riessersee – Eisbären 5:4 (2:1, 1:0, 1:3, 1:0) n.V.

SC Riessersee: Fießinger – Zitterbart, Quaas; Morgan, Heiß; Woidtke, Frankenberg; Mittermaier – Ehliz, Arkiomaa, Maurer; Th. Radu, Vollmer, Östling; A. Radu, Kircher, Wachter; Heigl, Allavena, W. Guft-Sokolov

Eisbären Regensburg: Fössinger – Gulda, Heider; Tippmann, Schiller; Bühler, Schütz; Vogel, Birner – Flache, Gajovsky, Divis; Mühlbauer, Schwamberger, Sauer; Keresztury, M. Guft-Sokolov, Ontl; Schwarz, Heger, Tausch

Schiedsrichter: Daniel Kannengießer; Zuschauer: 1288; Tore: 1:0 (7:11) Zitterbart (Arkiomaa); 1:1 (8:13) Guft-Sokolov (Keresztury); 2:1 (16:08) Kircher (Maurer, Zitterbart bei 5-4); 3:1 (26:25) Maurer (Quaas, Ehliz); 3:2 (41:16) Divis (Gajovsky, Flache bei 5-3); 4:2 (47:46) Zitterbart (Heiß, Kircher bei 5-4); 4:3 (54:02) Divis (Gulda, Heider bei 5-4); 4:4 (57:17) Heger (Flache, Schütz); 5:4 (60:25) Maurer (Arkiomaa, Quaas); Strafminuten: 8 – 12

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