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Eisbären
Donnerstag, 24. Mai 2018 23° 8

Eishockey

Mit Pfiffen ging es in die Kabine

Die Eisbären Regensburg verlieren daheim mit 5:7 gegen Weiden. Die EVR-Fans waren sauer. Platz sieben ist in Gefahr.
Von Dieter Krelle

Die Eisbären (schwarze Trikots) zeigten vor allem im ersten Drittel zu wenig Kampfgeist. Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Arbeitsverweigerung betrieben die Eisbären Regensburg im Oberpfalz-Derby gegen die Blue Devils Weiden gestern Abend, als sie sich im ersten Drittel völlig widerstandslos einen 1:6-Rückstand eingefangen haben. Ein solches Handicap auszugleichen – dazu waren die sich ab dem zweiten Drittel etwas bemühter auftretenden Hausherren vor 1985 Zuschauern nicht mehr in der Lage. So blieb es bei reiner Ergebniskosmetik. Am Ende stand es 5:7 (1:6, 2:0, 2:1).

Der in der Hauptrunde weiter bestehende Heimkomplex lässt für das Restprogramm nur noch Befürchtungen zu, zumal Weiden bei nur noch zwei Punkten Rückstand sicherlich Blut geleckt hat.

Pavlov setzte auf Stammspieler

Für das zum Endspiel um Platz sieben hochstilisierte Oberpfalz-Derby in der Donau-Arena setzte Eisbären-Coach Igor Pavlov tatsächlich auf das wiederhergestellte Stürmer-Stammpotenzial. Aus dem DNL-Kader des sportlichen Leiters Stefan Schnabl wurden lediglich die Verteidiger Jan Stellmann und Fabian Birner für die noch verletzten Sebastian Alt, Korbinian Schütz und Xaver Tippmann abgestellt.

Die Blue Devils Weiden konnten durch den Sieg den Abstand zu den Eisbären auf zwei Punkte verkürzen. Foto: Andreas Nickl

Gästetrainer Ken Latta musste weiter auf seinen verletzten Kapitän Ralf Herbst (Gehirnerschütterung) verzichten, konnte aber die zuletzt angeschlagenen Barry Noe und Daniel Willaschek einsetzen. Aggressiv wollten die Gastgeber die Partie angehen, doch Akzente setzten nur die Weidener. Matt Abercrombies erster Warnschuss mit einem Pfostentreffer nach 50 Sekunden weckte die Regensburger nicht.

Folgerichtig brach das Unheil über die Domstädter herein. Denn schon der nächste Devils-Angriff saß. Josef Straka (2:50) veredelte die Kombination über Vitali Stähle und Martin Heinisch mit dem 0:1. Und nach 4:26 schlug es erneut hinter Peter Holmgren ein. Diesmal spielte ihn Vitali Stähle gekonnt aus, nachdem die Devils eine erste Strafzeit problemlos überstanden hatten. Und der Eisbären-Goalie war nach 7:36 erneut machtlos, als Abercrombie – mustergültig freigespielt– zum 0:3 abschloss.

Laute Pfiffe von den Rängen

Auch beim 0:4 durch Straka (11:15) war von der Regensburger Abwehr nichts zu sehen. Endgültig bedient aber war der Hausherren-Anhang nach dem 0:5 (15:12) durch Abercrombie. Und den kleinen Hoffnungsschimmer durch das 1:5 von Yannik Baier (16:27), der Devils-Goalie Josef Lala vor den Weltmeister-Augen seines Vaters Jiri nach Vorarbeit von Franz Mangold und Leopold Tausch bezwang, zerstörte Devils-Youngster Lukas Zellner (17:41) mit dem von heftigen Pfiffen begleiteten 1:6-Drittelstand.

Weil die Mannen von Ken Latta sich auf diesem Vorsprung ausruhten, kam der jetzt endlich mehr körperliche Präsenz zeigende Gastgeber zum Zug. In doppelter Überzahl traf Tomas Gulda (29:14) nach Kombination über seinen Cousin Petr und Arnoldas Bosas zum 2:6 und Kevin Schmitt (30:05) legte nach Vorarbeit von Lukas Heger und Jason Pinizzotto zum 3:6 nach. Das nächste Powerplay aber ließen die Eisbären wieder ungenutzt verstreichen. Damit fanden die Weidener zurück zur gewohnten Abwehrordnung.

Die Messe schien nach dem 3:7 durch Marco Pronath (43:49) endgültig gelesen, doch sorgte Nikola Gajovsky (44:56) nochmals für so etwas wie Hoffnung für den auf drei Reihen zurückbauenden und Peter Flache in den Angriff zurückschickenden Hausherren. Dass Pinizzotto zum Schluss noch auf 5:7 verkürzte, konnte den Ärger der Heimfans aber nicht mehr besänftigen.

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

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