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Eishockey

Pavlov kehrt zu den Eisbären zurück

Der Lette Igor Pavlov wird Nachfolger von Beppi Heiß als Trainer der Eisbären. Stefan Schnabl wird sportlicher Leiter.

Foto: Andreas Nickl
Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Der Neue bei den Eisbären ist ein alter Bekannter: Igor Pavlov tritt beim Regensburger Eishockey-Oberligisten die Nachfolge von Cheftrainer Beppi Heiß an, von dem sich der Verein am Mittwoch überraschend getrennt hatte. Die Eisbären stellten den 53-Jährigen am Donnerstag in den Räumen von Sponsor Rewag offiziell der Öffentlichkeit vor. Für Pavlov ist es ein Comeback in Regensburg. Er stand bereits in der Saison 2007/08,. die mit dem Konkurs der damaligen Eisbären in der damaligen 2. Bundesliga endete, als verantwortlicher Mann hinter der Bande - für 14 Spiele. Pavlov erhält einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2018/19.

Mit dieser personellen Weichenstellung sind weitere verbunden, die der Eisbären-Beiratsvorsitzende Christian Volkmer verkündete. Christian Sommerer, der Ende November als Nachfolger von Stefan Liebergesell die Position des Geschäftsführers übernommen hatte, wird diese Funktion nun über das Saisonende hinaus bekleiden. Gleichzeitig rückt Nachwuchscoach und EVR-Urgestein Stefan Schnabl zum sportlichen Leiter auf. Co-Trainer bliebt zumindest bis zum Saisonende Chris Heid.

„Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, Brücken zwischen den Eisbären und dem EVR-Nachwuchs zu schlagen.“

Stefan Schnabl, Sportlicher Leiter

„Wir haben in den letzten Wochen die Situation analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht mit Beppi Heiß in die neue Saison gehen wollen“, begründete Sommerer nochmals die Trennung vom Ex-Nationalspieler. In „langen Skype-Sessions“ habe man den Kontakt mit Pavlov in Moskau intensiviert. Am Mittwoch seien sich beide Seiten handelseinig geworden, Pavlov traf am um 22 Uhr am Münchner Flughafen ein.

Seit 1992 im deutschen Eishockey

„Vor zehn Jahren hatten wir hier eine sportliche Extremsituation“, blickte Pavlov auf seine erste Station in Regensburg zurück. Er habe schon „ein relativ präzises Bild“ von seiner neuen Mannschaft. Pavlov sprach von einer „interessanten Herausforderung“ und betonte: „Die Jungs können das Eishockey-Spielen ja nicht verlernt haben.“ Der gebürtige Russe hat einen deutschen Pass und war als Aktiver auch für Lettland spielberechtigt. Seine erste Station in Deutschland war in der Saison 1992/93 der EV Landsberg. Bei den Revierlöwen Oberhausen stieg er 2001 als „Co“ ins Trainergeschäft ein. Sein letzter Job im deutschen Eishockey war 2014/15 als Trainer der Heilbronner Falken. In Moskau sei er zuletzt vornehmlich als Berater der diversen Dynamo-Klubs tätig gewesen, informierte Pavlov.

Igor Pawlow war zuvor unter anderem Trainer bei den Hannover Scorpions. Foto: Lukas Schulze dpa/lni
Igor Pawlow war zuvor unter anderem Trainer bei den Hannover Scorpions. Foto: Lukas Schulze dpa/lni

„Wir wollen nach einem bislang turbulenten Jahr für Kontinuität sorgen“, sagte Volkmer. Ein vordringliches Ziel der Eisbären sei es. die Kooperation mit dem Stammverein EV Regensburg wieder zu stärken. Der neue sportliche Leiter Stefan Schnabl assistierte: „Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, Brücken zwischen den Eisbären und dem EVR-Nachwuchs zu schlagen.“ Schnabl war seinerzeit unter Pavlov Eisbären-Co-Trainer.

Das Video zur Pressekonferenz:

Laut Volkmer sind die Eisbären, für die mit dem Spiel in Peiting an diesem Freitag (19.30 Uhr) die Meisterrunde beginnt, finanziell solide aufgestellt. Nach personellen Verstärkungen angesichts der aktuellen Verletzungsmisere werde man dennoch nicht Ausschau halten, da im Markt aktuell „völlig unrealistische Forderungen“ finanzieller Natur gestellt würden. Auch deshalb wolle man den Fokus noch mehr auf den vereinseigenen Nachwuchs legen.

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