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Eishockey

Wieder hat’s der Eisbär gleich schwer

Die Duelle gegen Landshut zuhause und in Selb sind wie eine Wiederholung des Startprogramms. Hat das Pavlov-Team gelernt?
Von Claus-Dieter Wotruba

Noch ohne Punktspieltor ist Richard Divis. Gelingen dem tschechischen Neuzugang gegen Landshut und in Selb vielleicht erste Treffer? Foto: Andreas Nickl
Noch ohne Punktspieltor ist Richard Divis. Gelingen dem tschechischen Neuzugang gegen Landshut und in Selb vielleicht erste Treffer? Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Das zweite Wochenende ist für die Eisbären vom EV Regensburg wie eine Wiederholung des Startprogramms in die Saison der Eishockey-Oberliga Süd: Wieder geht es am Freitag (20 Uhr) zuhause gegen den EV Landshut und am Sonntag (18 Uhr) beim Tabellenführer Selber Wölfe gegen zwei Spitzenteams und Top-vier-Tipps für diese Saison. Anders als vor einer Woche in Peiting (4:6) und in der Donau-Arena gegen Rosenheim (3:4) allerdings wünscht sich Trainer Igor Pavlov diesmal natürlich andere Ergebnisse: „Wir haben nicht schlecht gespielt. Aber wenn man nicht punktet, dann ist das blöd.“

Die Wochenend-Gegner der Eisbären

  • EV Landshut:

    Unsanft stürzte der Vorrunden-Erste nach 32 Spielen im Vorjahr auf Rang vier nach der Meisterrunde – und war gleich zum Playoff-Start in der ersten Runde gegen Essen draußen. Für diese Saison hat sich vor allem in der Abwehr für Trainer Axel Kammerer vieles, fast alles geändert: Von den Vorjahresverteidigern ist nur noch Luca Zitterbart übrig. Der Start glückte schon mal – allerdings auch gegen die Mannschaften, die ausnahmslos nicht im Vorderfeld der Tabelle erwartet werden. Auf ein 4:2 zuhause gegen Lindau folgte ein 8:3 in Sonthofen und zuletzt am Feiertag ein 4:1-Heimsieg gegen Aufsteiger Höchstadt. Der Auftritt in Regensburg wird also eine erste Nagelprobe für das Team um Vorjahres-Eisbär Sebastian Alt, in dem Marco Baßler (4 Tore), Miloslav Horava und Ales Jirik (je 3) schon auffällig oft trafen.

  • Selber Wölfe:

    Die in der Offensive massiv neuformierten Oberfranken von Trainer Henry Thom sind nach drei Spielen Tabellenführer, gewannen bisher zuhause gegen Waldkraiburg (6:0) und Sonthofen (5:3) sowie in Memmingen (11:3) – und das, obwohl mit Florian Ondruschka, Lukas Pozivil und Ryan McDonough drei Leistungsträger länger ausfallen.

Pavlov hatte für so manchen überraschend harsche Kritik nach den Niederlagen geübt und die Leistungsträger der Eisbären kritisiert. „Wir haben nicht unser Spiel gespielt. darum haben wir auch verloren“, sagt der Coach. „Wir brauchen Punkte, um unser Ziel zu erreichen. Und wenn wir unser Spiel spielen, können wir punkten. Wenn wir etwas Anderes machen, dann kommen wir in Schwierigkeiten.“

Harte Arbeit in Weiden

Die Schwere des Startprogramms ist für Igor Pavlov kein Argument: „Das haben wir doch schon lange gewusst und uns darauf vorbereitet.“ Und doch lag zwischen den Auftritten in der Vorbereitung und den Punktspielen durchaus ein Unterschied. „Zwischen Vorbereitung und Punktspielen ist doch immer ein Unterschied. Wir wissen das und müssen dann anders auflaufen.“ Immerhin sorgte das 5:3 zwischendrin gegen Weiden durchaus auch für Erleichterung – auch wenn es im Schlussdrittel nach einem klaren Vorsprung noch einmal enger geworden war. „Das waren hart erkämpfte drei Punkte, ein hartes Stück Arbeit“, resümiert Igor Pavlov, „trotz des 5:1 nach 40 Minuten.“

Leichter wird es gegen Landshut und in Selb ganz sicher nicht. Große Veränderungen im Team gibt es auch nicht, weil die Ausfallliste annähernd die gleiche bleiben wird: Torwart Peter Holmgren und Kapitän Peter Flache, der in dieser Woche bei einem Trainerlehrgang in Köln war, kurieren weiter ihre Leistenbeschwerden aus und die Mandelentzündung lässt bei Defensivakteur Xaver Tippmann auch weiterhin einen Einsatz nicht zu. Nur Korbinian Schütz ging am Donnerstagabend zumindest wieder aufs Eis. „ Ob es allerdings auch reicht, dass er spielen kann, das werden wir sehen“, sagt Pavlov, der zumindest am Freitag mit Andre Bühler, Fabian Birner und Nicolas Sauer auch wieder drei Nachwuchskräfte aus der DNL-U-20 zur Verfügung hat, ehe das Trio für den Doppelvergleich am Wochenende nach Köln fährt.

Wie Igor Pavlov das Spiel gegen Rosenheim sah, lesen Sie hier.

Jedenfalls ist schon nach drei Spielen mit zwei Dämpfern klar, wie schwer der Weg der Eisbären sein wird. Gleich zum Saisonstart hatte Igor Pavlov seine Kritik auch an den Leistungsträgern festgemacht. „Aber damit ist nicht nur die erste Reihe gemeint“, sagt der Trainer. „Es gibt ja noch mehr Leistungsträger.“

„Er kann Tore schießen“

Auch dass Richard Divis nach drei Spielen noch ohne Torerfolg ist, kommentiert Pavlov neutral: „Er ist in der Lage, Tore zu schießen.“ Schon gegen Landshut und in Selb? Fakt ist: „Landshut ist eine gute Mannschaft. Das wird ein interessantes Spiel für die Zuschauer“, sagt Pavlov. Und der nächste Hinweis für den Coach, wie weit seine Mannschaft schon ist, gegen Spitzenmannschaften auch zu bestehen und die Ansprüche für eine vordere Platzierung zu erfüllen. In der vergangenen Saison war genau das fast über die ganze Saison das große Problem gewesen.

Der 49-jährige Lanny Gare rückte zuletzt in Selb bei den Wölfen in die Verteidigung. Foto: Andreas Nickl
Der 49-jährige Lanny Gare rückte zuletzt in Selb bei den Wölfen in die Verteidigung. Foto: Andreas Nickl

Für Jonas Franz ist die Partie gegen Landshut ein Duell mit seinem Vorjahres-Klub. „Klar gibt das auch Zusatzmotivation“, sagt der 22-Jährige mit Blick auf alte Bekannte, „aber es ist auch ein Spiel wie jedes andere.“ Die Franz-Theorie zum Saisonstart: „Vielleicht waren wir am Anfang ja auch zu nervös. Aber der Sieg in Weiden gibt uns ein gutes Gefühl. Wir müssen einfach unser Spiel spielen.“ Jetzt gilt es für die Eisbären zu zeigen, ob der Lerneffekt schon innerhalb von einer Woche greift.

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