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Eishockey

Alexander Dotzlers Eislöwen gewinnen

Die Eisbären haben gegen den DEL-2-Gegner beste Chancen, bleiben beim 0:3 aber erstmals in der Saison ohne Tor.
Von Claus-Dieter Wotruba

Und die Oma schaute zu: Der Regensburger Alexander Dotzler (r.) duelliert sich im Dresdner Trikot mit Eisbären-Kapitän Peter Flache. Foto: Brüssel
Und die Oma schaute zu: Der Regensburger Alexander Dotzler (r.) duelliert sich im Dresdner Trikot mit Eisbären-Kapitän Peter Flache. Foto: Brüssel

Regensburg.Zwei Siege nach regulärer Spielzeit, zwei Siege nach Verlängerung und seit Sonntagabend zwei Niederlagen, jeweils gegen DEL-2-Teams: Das ist die Bilanz der Eisbären des EV Regensburg nach sechs von elf Vorbereitungsspielen. Gestern Abend gab es gegen die Dresdner Eislöwen, die bereits am 13. September in die neue Zweitliga-Saison starten, vor 1228 Zuschauern in der Donau-Arena eine 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)-Niederlage.

Gegen den Zweitligisten hielten sich die Regensburger tapfer, hatten aber zunächst mit viel Druck in der Defensive umzugehen und in der Offensive gegen den höherklassigen Gegner logischerweise deutlich mehr Schwierigkeiten sich Chancen zu erarbeiten, als in den fünf Partien mit 24 Treffern zuvor. Für Dresden sprang nach 20 Minuten auch nur ein Tor heraus, als Elvijs Biezais zum in der Entstehungsgeschichte sehr glücklichen 0:1 traf, weil er schon nach 177 Sekunden den Umstand nutzte, dass Eisbären-Keeper Peter Holmgren die Scheibe nicht mehr sah.

Im Fokus der Partie stand natürlich auch Dresdens Verteidiger Alexander Dotzler, der nach elf Jahren DEL mit 497 Spielen für Wolfsburg, Hamburg, Straubing und zuletzt Iserlohn erstmals wieder in der Donau-Arena zu einem Spiel aufs Eis ging. „Meine Eltern und meine Oma kommen auch“, sagte Dotzler, der in zehn Tagen 35 Jahre alt wird. „Ich freue mich auf das Spiel. Ich möchte nicht sagen, dass es komisch ist, aber besonders ist es auf alle Fälle.“

Playoff-Zuschauer gegen Herne

In den vergangenen Jahren war Alexander Dotzler immer wieder als Zuschauer bei Eisbären-Spielen gewesen – und hatte zuletzt die dritte Niederlage in den Playoffs im März gegen Herne miterleben müssen. „Ich hatte gehofft, dass es sich vielleicht in Richtung Aufstieg funktioniert“, sagte Dotzler, der zudem als Wunschspieler von Igor Pavlov galt. „Aber es ist ja anders gekommen.“

Im zweiten Durchgang hätte es für sein neues Team aus Sachsen durchaus auch anders kommen können. Jetzt hatten die Eisbären ein Tor verdient und beste Chancen: zum Beispiel durch Gajovsky nach wenigen Sekunden oder durch Schwamberger in Überzahl (27.) oder wenig später durch Fabian Herrmann, der das Außennetz traf. Dresden hatte nach einem missglückten Holmgren-Ausflug und einen zu riskanten Flache-Querpass Chancen, dann spielte Biezais einen starken Pass aus der eigenen Zone, Mario Lamoureux entwischte und blieb vor dem starken Holmgren ruhig – 0:2 132 Sekunden vor der zweiten Pause.

Nach Niederlagen gegen die DEL-Teams Wolfsburg (1:6) und Krefeld (3:6) und Siegen gegen die tschechischen Zweitligisten Usti nad Labem (5:4) und Benathy nad Jizerou (6:2/Abbruch) sowie Klassenkollege Landshut (5:4) und zuletzt das Uniteam aus Ottawa (5:3) steuerten die Gäste dem nächsten Erfolg entgegen, obwohl die Eisbären auch im Schlussdrittel weiter gut mitmischten, aber eben dennoch Biezais’ 0:3 hinnehmen mussten (51.).

„Die 500 wäre ein Meilenstein“

Alexander Dotzler, der immer noch träumt, die 500 DEL-Spiele vollzumachen („Die Ambitionen sind erstmal stillgelegt, aber das wäre ein Meilenstein, ist letztlich nur eine Zahl“) findet den Start in Dresden „gut“. Auch persönlich hat er sich mit Hauptpartner Rene Kramer („Ihn kenne ich noch aus Straubing“ bereits eingespielt – und legte sich nach einem Stockschlag und einer Strafzeit noch ein wenig mit den Zuschauern an (54.).

Einen turbulenten Schlagabtausch hatten sich die Eisbären am Freitagabend mit dem Gastgeber Peiting geliefert. Ein 2:0-, 4:1- und 5:3-Vorsprung mündete nach Nikola Gajovskys zweitem Treffer in einen 6:5-Erfolg nach Verlängerung, zu dem außerdem Nicolas Sauer (18.), Xaver Tippmann (30.), Petr Heider (44.), Tomas Schwamberger (50.) beigetragen hatten. Peiting hatte in den letzten beiden Minuten noch ausgeglichen. Und nach Tippmanns Spieldauerstrafe wegen einer Attacke gegen Schlussmann Andreas Magg war die Regensburger Kühlbox um die 35. Minute überfüllt gewesen.

Eisbären – Dresden 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

Eisbären Regensburg: Holmgren – Gulda, Heider; Vogel, Weber; Bühler, Schiller; Tippmann, Diel – Tausch, Gajovsky, Divis; Schwamberger, Keresztury, Flache; Reisnecker, Sokolov, Sauer; Heger, Schwarz, Herrmann
Eislöwen Dresden: Proske – Lavalee, Zauner; Kramer, Dotzler; Hanusch, Heyter; Flade, Ribnitzky – Mitchell, Lamoureux, Biezais; Knobloch, Knackstedt, Huard; Jentsch, Pielmeier, Kiss, Mrazek
Tore: 0:1 (2:57) Biezais (Lamoureux-Mitchell), 0:2 (37:44) Lamoureux (Biezais), 0: 3(50:14) Biezais (Lamouereux-Mitchell)
Schiedsrichter: Daniel Harrer (Erding). – Zuschauer: 1228. – Strafminuten: Regensburg 12 – Dresden 14

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