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Eishockey

Die Eisbären sind nicht zu stoppen

Tabellenführer Memmingen verliert erstmals in der Saison zwei Spiele hintereinander. Nächstes Spitzenspiel folgt am Freitag.
Von Claus-Dieter Wotruba

Erik Keresztury zählte beim 4:2 zu den Eisbären-Torschützen, die Memmingens Keeper Jochen Vollmer überwanden. Foto: Andreas Nickl
Erik Keresztury zählte beim 4:2 zu den Eisbären-Torschützen, die Memmingens Keeper Jochen Vollmer überwanden. Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Die Eisbären des EV Regensburg bleiben in der Eishockey-Oberliga Süd weiter auf dem Vormarsch: Auf das 2:1 vom Freitag folgte zwei Tage auch beim Tabellenführer ECDC Memmingen ein Sieg, diesmal vor 1523 Zuschauern mit 4:2 (2:1, 1:0, 1:1). Die in der Saison so konstanten Indians verloren damit erstmals in dieser Saison zwei Spiele hintereinander – und die Eisbären gewannen ihrerseits schon wieder ihr achtes Spiel in Serie. Es war zugleich der 20. Erfolg im 26. Auftritt nach dem Trainerwechsel von Igor Pavlov zu Max Kaltenhauser/Stefan Schnabl im November. Bei jetzt 24 Punkten Vorsprung auf Rang neun und einem zudem noch immens besseren Torverhältnis gegenüber Lindau ist damit auch die Playoff-Teilnahme acht Runden vor Schluss auch rechnerisch sicher. Am Freitag (20 Uhr) wartet auf den Tabellendritten nun bereits das nächste Topspiel gegen den einen Punkt besseren Tabellenzweiten Deggendorf.

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Eisbären-Spiel schreit nach Wiederholung

Das 2:1 gegen Memmingen hatte nur einen Haken. Gäste-Coach Sergej Waßmiller: „Es tut weh. Am Sonntag geht es weiter.“

Von Freitag auf Sonntag hatte sich in beiden Teams personell einiges geändert. Bei den Eisbären wog vor allem der Ausfall der ersten Verteidigung mit dem kranken Tomas Gulda und dem verletzten Petr Heider schwer. „Petr hat am Montag ein MRT, aber er meinte, dass es sich nicht gut anfühlt“, sagte Trainer Max Kaltenhauser vor dem Spiel gegenüber eisradio.de.

Auch Torwart Patrick Berger stand nicht zur Verfügung, weil er in Landshut benötigt wurde und als Ersatz für Jaroslav Hübl in der DEL-2-Partie in Kaufbeuren im Kader der Niederbayern stand. Für Berger hütete wieder Peter Holmgren das Eisbären-Tor. Aber auch den Hausherren standen insgesamt nur 14 Feldspieler – fünf Verteidiger und neun Stürmer – zur Verfügung. Früh bot sich in Überzahl für die Regensburg, die am Freitag beide Treffer im Powerplay verbucht hatten, eine erste Gelegenheit. Zwar verstrich die Strafzeit für Manuel Nix ungenutzt, doch exakt als der Memminger zurück war, erzielte Lukas Heger nach einem Versuch von Jakob Weber in der siebten Minute Saisontreffer sieben.

Beim ersten Mal ging’s leicht

„Damals haben wir relativ leicht gewonnen“, hatte Siegtorschütze Heger am Freitagabend mit Blick auf die Sonntagsaufgabe im Allgäu gesagt und das 6:3 mit sechs verschiedenen Eisbären-Torschützen vom 4. Oktober am vierten Spieltag gemeint – der erste von inzwischen vier Siegen in vier Saisonvergleichen. Auch diesmal gehörte den Oberpfälzern die Anfangsphase. Tomas Schwamberger (8.) oder Constantin Ontl (10.) hätten gut und gerne das 2:0 erzielen können.

Freilich musste auch Eisbären-Keeper Peter Holmgren seinen Beitrag leisten, zum Beispiel in der 15. Minute. Doch fast im Gegenzug wuchtete Erik Keresztury die Scheibe zum 2:0 für die Eisbären in die Maschen. Doch auch der Tabellenführer kann Überzahl: Als Lukas Mühlbauer in der Kühlbox die erste Eisbären-Strafzeit absaß, traf mit Jannik Herm der Neuzugang aus Freiburg in seinem vierten Spiel für Memmingen zum ersten Mal ins Tor.

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Die Eisbären gewinnen das Topspiel

Peter Flache und Lukas Heger machen aus einem 0:1 ein 2:1. Am Sonntag gibt es gleich das „Rückspiel“.

Gut tat den Eisbären der Start in den zweiten Durchgang, als Jakob Weber nach 125 Sekunden des Abschnitts das dritte Regensburger Tor gelang. Der 24-Jährige, der zuletzt am 7. Januar beim 4:8 gegen Weiden ins Tor getroffen hatte, unterstrich mit seinem 14. Saisontor seinen Status als erfolgreichster Torschütze unter den Verteidigern in der Liga. Danach zeigte das dezimierte Memmingen zwar Willen, brachte aber nicht den nötigen Druck zustande – und die Gäste aus Regensburg sahen nicht mehr die zwingende Notwendigkeit, aktiv zu werden.

Powerplaytor macht’s spannend

Alles sah danach aus, als hätten die Eisbären auch beim zweiten Gastspiel in Memmingen alles im Griff. Zumal Lukas Heger auch noch einen Schuss von Andre Bühler zum 4:1 ins Tor abfälschte (43.). Nach dem neuerlichen Powerplaytor von Marvin Schmid nach Brad Snetsingers Traumpass zum 2:4 12:14 Minuten vor Ende blieb es jedoch spannend.

Die Eisbären kamen jetzt doch einmal unter Druck: 136 Sekunde vor dem Ende nahmen die Memminger Torhüter Jochen Vollmer zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch auch dieser letzte Versuch, das Spiel zu drehen, blieb für die Hausherren ohne Erfolg.

Memmingen – Regensburg 2:4 (1:2, 0:1, 1:1)

ECDC Memmingen: Vollmer – Svedlund, Neal; Pokovic, Stotz; Welz – Snetsinger, Voit, Herm; Miller, Schmid, Miettinen; Nix, Abstreiter, Keil

Eisbären Regensburg: Holmgren – Bühler, Schütz; Weber, Tippmann; Vogel, Klaus; Schiller – Heger, Gajovsky, Divis; Ontl, Keresztury, Flache; Tausch, Schwamberger, Schwarz; Mühlbauer, Sauer

Tore: 0:1 (6:46) Heger (Weber-Ontl), 0:2 (15:03) Keresztury (Ontl-Flache), 1:2 (16:29) Herm (Svedlund-Snetsinger bei 5-4), 1:3 (22:05) Weber (Gajovsky-Divis), 1:4 (42:47) Heger (Bühler-Divis), 2:4 (47:46) Schmid (Snetsinger bei 5-4)

Schiedsrichter: Stephan Bauer. – Zuschauer: 1523. – Strafminuten: Memmingen 6 – Regensburg 6

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