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Eishockey

Eisbären behaupten die Tabellenführung

Der Regensburger Eishockey-Oberligist dreht im Schlussdrittel mächtig auf und lässt dem EV Lindau beim 6:1-Sieg keine Chance.
Von Heinz Gläser

Trifft zum zwischenzeitlichen 5:1: Eisbär Constantin Ontl (rechts; im ersten Saisonduell mit Lindau) Foto: Nickl
Trifft zum zwischenzeitlichen 5:1: Eisbär Constantin Ontl (rechts; im ersten Saisonduell mit Lindau) Foto: Nickl

Regensburg.Die Wiedergutmachung gelang prompt: Zwei Tage nach ihrer dritten Saisonniederlage hielten sich die Regensburger Eisbären im Duell mit dem EV Lindau schadlos. Die Mannschaft von Coach Igor Pavlov siegte in überzeugender Manier mit 6:1 (2:0, 0:1, 4:0) bei den Islanders und behauptete damit in der Eishockey-Oberliga Süd die Tabellenführung vor den punktgleichen Starbulls aus Rosenheim, die beim EC Peiting mit 3:2 die Oberhand behielten.

Die Eisbären erlaubten sich am Sonntagabend vor 847 Zuschauern eine kleine Schwächephase im zweiten Drittel, ließen aber anschließend keinerlei Zweifel am verdienten Erfolg aufkommen.

Schwamm drüber! Nach der Siegesserie ist vor der Siegesserie: So ähnlich war die Stimmungslage bei den Eisbären am Freitagabend, als sie nach 14 Erfolgen am Stück mit der 1:4-Heimniederlage gegen den ECDC Memmingen erstmals wieder als Verlierer vom Eis gegangen waren. Pavlov kommentierte die überraschende Pleite lapidar mit den Worten: „Das ist Sport.“ Es gibt so Tage, da ist das Tor wie vernagelt.

Bislang sieben Mal kreuzten sich die Wege der Lindauer und der Regensburger, sieben Mal hatte das Team vom Bodensee bislang das Nachsehen. Im ersten Drittel sprach wenig dafür, dass sich an dieser Dominanz etwas ändert. Felix Schwarz mit seinem dritten und Richard Divis mit seinem elften Saisontreffer schockten die Hausherren und deren Torhüter David Zabolotny.

Frühe Auszeit

Angeführt vom topmotivierten Nikola Gajovsky, der sich sichtlich den Frust des Freitags von der Seele spielen wollte, blieben die Gäste am Drücker. Eisbären-Kapitän Peter Flache scheiterte nach Vorarbeit von Erik Keresztury an Zabolotny. Lindaus Coach Chris Stanley versuchte während einer frühen Auszeit, korrigierend auf seine Mannschaft einzuwirken. Aber die „Insulaner“ bekamen weiterhin kaum Zugriff auf dieses Spiel. Schwarz und Benedikt Böhm verpassten im Zusammenspiel die Chance zum dritten Tor.

Andreas Farny deutete für Lindau erstmals Torgefahr an, doch Eisbären-Torhüter Peter Holmgren war in dieser Szene hellwach. Mit 0:2 aus Sicht der Gastgeber ging’s in die Kabine.

Am Donnerstagabend hatten die Eisbären bei der ersten Probe für das große Weihnachtssingen am 22. Dezember in der Regensburger Baseball-Arena ihre Sangeskünste unter Beweis gestellt und tags darauf gegen Memmingen eine künstlerische Pause eingelegt. In Lindau gaben sie auch im zweiten Drittel den Ton an, sahen sich aber nunmehr mit etwas konkreterem Widerstand des Stanley-Teams konfrontiert. Strafzeiten hüben wie drüben sorgten dafür, dass die Struktur der Partie vorübergehend litt.

Lindau erhöhte das Tempo – und belohnte sich. Marco Miller staubte gegen Holmgren zum 1:2 ab. Eine mögliche frühe Vorentscheidung hatten die Eisbären verpasst, das rächte sich jetzt.

Schöne Einzelaktion

Im dritten Drittel stand dann wieder Zabolotny im Mittelpunkt. Die Eisbären forcierten nun erneut ihre Bemühungen, nachdem sie zwischenzeitlich Schwung herausgenommen hatten. Gajovsky stellte mit einer schönen Einzelaktion den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Korbinian Schütz sattelte ebenfalls in Überzahl mit einem Hammer von der blauen Linie das 4:1 drauf. Constantin Ontl und Benedikt Böhm steuerten die restlichen Treffer bei.

Am kommenden Freitag sind die Regensburger zu Gast in Riessersee, ehe sie am Sonntag Sonthofen empfangen. Bereits an diesem Montag ab 19 Uhr stehen beim Eisbären-Fanabend in der Sportgaststätte des SV Schwabelweis (Donaustaufer Straße 260) Geschäftsführer Christian Sommerer, Coach Igor Pavlov und der sportliche Leiter Stefan Schnabl Rede und Antwort.

Lindau – Eisbären 1:6 (0:2, 1:0, 0:4)

EV Lindau Islanders: Zabolotny – Morgan, Ochmann; Calabrese, D. Farny; Wenter, Fuchs; Haug – A. Farny, Hammerbauer, Klingler; Ovaska, Stopinski, Milan; Ch. Schmidt, Tischendorf, Laux; Miller, Kirsch

Eisbären Regensburg: Holmgren – Heider, Gulda; Heger, Schütz; Tippmann, Weber; Vogel – Divis, Gajovsky, Tausch; Franz, Flache, Böhm; Vinci, Keresztury, Ontl; Stöhr, Schwarz, Kroschinski

Tore: 0:1 (1:29) Schwarz (Weber, Franz); 0:2 (2:26) Divis (Tausch); 1:2 (33:09) Miller (Ch. Schmidt, Morgan); 1:3 (41:14) Gajovsky (Heider, Divis bei 5-4); 1:4 (49:42) Schütz (Heger, Flache bei 5-4); 1:5 (53:03) Ontl (Keresztury); 1:6 (53:37) Böhm (Franz, Tippmann)

Schiedsrichter: Vladislav Gossmann (Augsburg); Zuschauer: 847; Strafminuten: 12 – 12

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