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Eishockey

Eisbären suchen weiterhin ihre Topform

Die Regensburger kassieren beim 2:3 die zweite Heimniederlage der Saison. Rosenheim sichert sich Erfolg im Schlussdrittel.
Von Heinz Gläser

Ausgebremst: Eisbär Erik Keresztury (M.), umringt von Rosenheimer Spielern Foto: Andreas Nickl
Ausgebremst: Eisbär Erik Keresztury (M.), umringt von Rosenheimer Spielern Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Die Eisbären sind weiterhin auf der Suche nach Konstanz und spielerischer Dominanz. Gegen die Starbulls Rosenheim kassierte der Regensburger Eishockey-Oberligist am Sonntagabend vor lediglich 1695 Zuschauern beim 2:3 (0:0, 1:1, 1:2) bereits die zweite Heimniederlage der noch jungen Saison. Nur phasenweise hatten Nikola Gajovsky & Co. die Oberbayern im Griff, versäumten es aber vor allem im Mitteldrittel, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden.

„Immer wieder Fehlpässe, immer wieder Unkonzentriertheiten, dumme Fehler: Mit einer solchen Einstellung kannst du gegen Top-Mannschaften wie Rosenheim in der Oberliga nicht gewinnen“, analysierte Eisbären-Trainer Igor Pavlov hinterher schonungslos. Er fügte hinzu: „Da sollte viel mehr Energie sein!“ Rosenheims Coach John Sicinski, früher für Regensburg aktiv, vermochte der Begegnung kaum etwas abzugewinnen: „Es war wenig Leben im Spiel. Es war ein richtiges Drecksspiel, aber wir haben einen Weg gefunden, die drei Punkte zu holen, weil wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht haben. Wir haben heute über den Kampf gewonnen.“

Holmgren wieder im Tor

Nach seiner Auszeit stand mit Peter Holmgren den Eisbären wieder ihre etatmäßige Nummer eins im Tor zur Verfügung. Da Fabian Herrmann erneut für die Jung-Eisbären in der DNL auf Torejagd ging, rückte diesmal Filip Reisnecker in die erste Sturmreihe. Beide Teams haben nach einem jeweils recht durchwachsenen Saisonstart noch Luft nach oben, nicht nur tabellarisch. Die Oberbayern waren im tor- und strafzeitenlosen ersten Drittel sichtlich bemüht, den schlechten Eindruck der Heimpleite zuletzt gegen die Selber Wölfe zu verwischen.

Ein Pfostentreffer von Maximilian Vollmayer (19. Minute) war der bis hinauf auf die Tribünen hörbare Lohn ihrer Angriffsbemühungen. Was sonst aufs Eisbären-Tor kam, wurde Holmgrens sichere Beute, so etwa bei Chancen von Dominik Daxlberger (3.) oder Kevin Slezak (10.).

Divis trifft das Gestänge

Auf der Gegenseite versuchten die Hausherren, den Elan des 6:3-Sieges in Memmingen in dieses Spiel mitzunehmen – was in Ansätzen gelang. Gajovsky (4.) scheiterte jedoch ebenso an Luca Endres im Starbulls-Tor wie Eisbären-Kapitän Peter Flache (12.). Auch die Eisbären hatten im ersten Abschnitt einen krachenden Schuss gegen das Torgestänge zu verzeichnen. Richard Divis traf die Latte (17.). Gajovsky setzte bei den Regensburgern über weite Strecken des ersten Drittels aus, kehrte aber aufs Eis zurück, nachdem seine Probleme mit einem mangelnden Schlittschuhschliff behoben waren.

Die erste Überzahl der Partie münzten die Eisbären prompt in die Führung um. Florian Krumpe saß auf der Strafbank, als Landshut-Leihspieler Lukas Mühlbauer den Puck an Endres vorbei zum 1:0 abfälschte. Rosenheim reklamierte vergeblich, der Stock sei zu hoch gewesen. Ein weiterer Tiefschlag für die Starbulls folgte, als Michael Fröhlich blutend das Eis verlassen musste, nachdem er von der Scheibe getroffen worden war. In der Folge leisteten sich die Oberbayern unmotivierte Scheibenverluste, während die Regensburger am Drücker blieben. Die Krönung der starken Phase verpasste Tomas Gulda. Just von der Strafbank zurückgekehrt, lief er allein auf Endres zu, blieb aber am Goalie hängen.

Wieder konzentrierter

Die nun wieder weit konzentrierter auftretenden Rosenheimer nutzten ihre zweite Überzahl zum Ausgleich. Alexander Höller schubste den Puck ins Netz, als Petr Heider zwei Minuten absaß. Mühlbauer hatte kurz vor Ende des zweiten Drittels die erneute Führung für die Gastgeber auf dem Schläger, doch Endres reagierte stark.

Eine Gala wie beim 10:2-Sieg der Eisbären gegen die Starbulls Mitte Januar war’s gewiss nicht, aber eine jederzeit intensive Auseinandersetzung. Rosenheim begann im Schlussdrittel zu dominieren. Das schlug sich in den Treffern von Michael Baindl und erneut Höller nieder. Der schnelle 1:3-Rückstand verunsicherte das Team von Igor Pavlov. Die Gegenwehr der Regensburger erlahmte vorübergehend.

Coach Pavlov nahm eine Auszeit und Holmgren früh vom Eis. Nach Divis’ Anschlusstreffer läuteten die Eisbären ihre finale Drangperiode ein. Sie blieb ohne zählbaren Ertrag.

Statistik

Eisbären – Rosenheim 2:3 (0:0, 1:1, 1:2)

Eisbären Regensburg: Holmgren – Gulda, Heider; Vogel, Heger; Weber, Schütz; Schiller, Tippmann – Divis, Gajovsky, Reisnecker; Flache, Schwamberger, Mühlbauer; Ontl, Keresztury, Tausch; Sauer, Sokolov, Schwarz

Starbulls Rosenheim: Endres – Draxinger, Krumpe; Vollmayer, Bergmann; Linden, Reiter; Enk – Mitchell, Daxlberger, Fröhlich; Höller, Baindl, Slezak; Litesov, Bucheli, Bilek; Wellhausen, Henriquez-Morales, Heidenreich

Schiedsrichter: Bastian Steingross; Zuschauer: 1695; Tore: 1:0 (22:03) Mühlbauer (Vogel, Flache bei 5-4); 1:1 (33:21) Höller (Baindl, Mitchell bei 5-4); 1:2 (42:22) Baindl (Slezak, Höller); 1:3 (46:30) Höller (Linden, Slezak); 2:3 (57:01) Divis (Gajovky, Flache bei 5-4); Strafminuten: 4 – 8

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