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Eishockey

Eisbären weisen ihre Qualitäten nach

Die Regensburger präsentieren sich beim 6:3 in Memmingen spritziger als zuletzt. Am Sonntag kommen die Starbulls Rosenheim.
Von Heinz Gläser

Auf dem Posten: Raphael Fössinger (rechts; mit Philipp Vogel im Duell mit Weiden) erwies sich diesmal als sicherer Rückhalt. Foto: Andreas Nickl
Auf dem Posten: Raphael Fössinger (rechts; mit Philipp Vogel im Duell mit Weiden) erwies sich diesmal als sicherer Rückhalt. Foto: Andreas Nickl

Memmingen.Die Eisbären haben nach dem etwas missratenen Saisonstart die erhoffte Reaktion gezeigt. Bei den Memmingen Indians gelang dem Regensburger Eishockey-Oberligisten am Freitagabend ein 6:3 (1:1, 3:0, 2:2)-Sieg. Das Team von Coach Igor Pavlov präsentierte sich dabei deutlich spritziger und stabiler als zuletzt im Oberpfälzer Derby gegen Weiden. Und die Eisbären tankten Selbstvertrauen für das Duell am Sonntag (18 Uhr) in der heimischen Donau-Arena mit den Starbulls Rosenheim. Die Oberbayern unterlagen am Freitag den Selber Wölfen überraschend mit 5:7.

Erneut nicht zur Verfügung stand den Eisbären Torhüter Peter Holmgren, der derzeit aus privaten Gründen pausiert. Für ihn kam Raphael Fössinger zum Zug, der am Mittwoch nach dem 6:7 nach Penaltyschießen gegen die Blue Devils Weiden in die Kritik geraten war. André Bühler steht verletzungsbedingt länger auf der Ausfallliste. Constantin Ontl war nach seiner Sperre wieder mit von der Partie, ebenso der seit dem Peiting-Spiel angeschlagene Lukas Mühlbauer vom Kooperationspartner Landshut.

In den Reihen der Indians stand mit Brad Snetsinger der Eisbären-Schreck der vergangenen Playoffs. Der Kanadier, der Pavlovs Team mit Herne gleich in der ersten Runde aus dem Wettbewerb kegelte, hatte im Sommer in Memmingen angeheuert. Für Ex-Eisbär Benedikt Böhm war es zudem im Indians-Trikot ein Wiedersehen mit den ehemaligen Teamkameraden.

Richtig verdauen

„Die Niederlage gegen Weiden ist erst dann richtig verdaut, wenn wir in Memmingen gewinnen“, hatte Igor Pavlov seinem Team mit auf den Weg aufs Memminger Eis gegeben.

Nach einem druckvollen Start war bei den Hausherren schnell die Luft raus. Die Gäste aus Regensburg diktierten meist das Tempo, und diesmal wirkte die Defensive im Gegensatz zum Weiden-Spiel von der ersten Sekunde an konzentriert. Memmingens Torhüter Marc Henne stand bei Chancen von Richard Divis und Lukas Heger im Fokus, überstand aber auch die erste Regensburger Überzahl ungeschoren, als Maximilian Welz für zwei Minuten die Strafbank drückte.

Der überraschende Führungstreffer der Allgäuer war dann das Resultat einer ersten Nachlässigkeit in der Eisbären-Abwehr. Tim Bullnheimer war als Torschütze der Nutznießer. Memmingen war nach einer Strafzeit gegen Daniel Huhn gerade wieder komplett, da gelang den Eisbären der verdiente Ausgleich. Leihspieler Mühlbauer erzielte seinen Premierentreffer im Regensburger Trikot. Mit dem 1:1 und Vorteilen für die Gäste ging es im Stadion am Hühnerberg nach einem kurzweiligen ersten Drittel in die Kabinen.

Zweiter Abschnitt, gleiches Spiel: Memmingen war kurzzeitig am Drücker, aber der Elan verpuffte schnell. Die Eisbären eroberten ein leichtes spielerisches Übergewicht. Raphael Fössinger strahlte diesmal weit mehr Souveränität aus. Mit einem Doppelschlag durch Fabian Herrmann und Kapitän Peter Flache münzten die Regensburger ihre Anstrengungen nunmehr auch in Tore um. Der Memminger Anhang verstummte angesichts des 1:3-Rückstands, während rund 150 mitgereiste Regensburger Fans akustisch mit ihren Gesängen dominierten.

Wütende Attacken

Memmingens Antwort waren wütende Attacken. Doch das nächste Tor fiel abermals auf der Gegenseite. Acht Sekunden vor der zweiten Sirene schlug Jakob Weber zum 4:1 zu.

Ihre erste Überzahl im Spiel nutzten die Indians zum Auftakt des Schlussdrittels zum 2:4 durch Marvin Schmid. Lukas Mühlbauer erstickte mit seinem zweiten Tor die Hoffnungen der Gastgeber im Keim, und Nicolas Sauer sattelte gleich noch den sechsten Eisbären-Treffer drauf. Böhms 3:6 blieb Kosmetik.

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