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Eishockey

Endlich wieder ein Eisbären-Heimsieg

Gegen Füssen regnet es nicht nur Teddys aufs Eis. Das 2:1 bringt auch die dringend benötigten Punkte aufs Konto.
Von Claus-Dieter Wotruba

  • Premiere in Regensburg: Nach Peter Flaches 1:0 gegen Füssen regnete es Teddys für den guten Zweck auf das Eis der Donau-Arena. Foto: Andreas Nickl
  • Igor Pavlov beobachtete das Geschehen auf dem Eis gespannt. Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Der Kids-Day hat den Eisbären des EV Regensburg Glück gebracht: Mit 2279 Zuschauern verzeichnete der Eishockey-Oberligist im auf die familienfreundliche Zeit von 17 Uhr vorverlegten Spiel erstmals in dieser Saison eine Zuschauerzahl von über 2000. Nach 25 Gegentreffern in den fünf Partien davor bedeutete der 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)-Erfolg im elften Saison-Pflichtspiel obendrein eine Eindämmung der Gegentorflut. Jetzt kommt am Freitag (18 Uhr) Tabellenführer Deggendorf nach Regensburg. „Wir haben gesehen, dass wir auch mal mit einem Tor Unterschied gewinnen können“, kommentierte Trainer Igor Pavlov den Sieg gegen den Neuling.

72 Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts flogen die Teddys für den guten Zweck aufs Eis. Das erste Tor des Tages bedeutete eine Premiere in Regensburg: Die nordamerikanische Idee des „Teddy Toss“ war erstmals in Regensburg zu sehen – und brachte nebenbei das nächste Stück Erleichterung in den Alltag der Oberliga-Eisbären. Auf das Torfestival von Höchstadt am Freitag (11:5) sollte ja unbedingt der erst zweite Heimsieg in der Donau-Arena folgen.

Fingerbruch bei Holmgren

Wieder hütete Raphael Fössinger das Tor, der in Höchstadt früh aufs Eis gekommen war, weil Stammkeeper Peter Holmgren sich einen Fingerbruch eingehandelt hatte, der erst am Samstag diagnostiziert wurde und ihn für vier bis sechs Wochen zur Pause zwingt. Wieder fehlte Jakob Weber (Pavlov: „Er ist in seine Just-for-fun-Philosophie zurückgekehrt“) im Aufgebot – und es halten sich durchaus Gerüchte, dass die am Freitag verkündete Trennung von Filip Reisnecker nicht die letzte von einem Spieler des aktuellen Eisbären-Kaders war.

Vornehmlich aber stand eine Premiere im Blickpunkt – nämlich zum ersten Mal sechs Punkte an einem Wochenende aufs Konto zu verbuchen. Es dauerte, entwickelte sich eine Eisbären-Überlegenheit. Lange hielt Benedikt Hötzinger jedoch alles, was zu halten war oder hatte das Glück des Tüchtigen: Ob zweimal Constantin Ontl (8.), Nicolas Sauer (11.), Richard Divis oder binnen Sekunden Flache und Nicolas Gajovsky – keiner kam an Füssens Keeper vorbei. Und bei Thomas Schwambergers Versuch half der Pfosten (16.). Erst, als Sauer zum Solo ansetzte, querlegte und Kapitän Peter Flache zum würdigen ersten Teddy-Toss-Torschützen machte, änderte sich das. Die EVR-U-13 eilte aufs Eis, um eine Menge an großen und kleinen Teddys einzusammeln, die die Eisbärenspieler in der Weihnachtszeit verteilen werden und deren Erlös der Kinderkrebshilfe zugute kommen wird.

Der Weg zum ersten Heimsieg seit dem 4:2 am 29. September gegen Peiting aber war noch weit, weil Maximilians Dropmanns Schuss den Weg zum Ausgleich ins Netz fand (26.). Zwar brachte Richard Divis die Eisbären wenig später neuerlich in Führung (25.), doch ansonsten versäumten es die Eisbären, aus ihren Chancen mehr Tore zu machen. Nach einer Attacke an Ontl, der mit gebrochener Nase ausschied, verstrich zum Beispiel auch die Vier-Minuten-Strafzeit für den Allgäuer Marc Besl ungenutzt (27.).

Auch Gulda angeschlagen

Und so ging es trotz einer Torschusstatistik von 34:6 nach 40 Minuten eben nur mit einer Ein-Tore-Führung ins letzte Drittel. Diesmal aber ging die Sache gut aus für die Regensburger, auch wenn mit Tomas Gulda ein Verteidiger im Schlussabschnitt mit einer Schulterblessur ebenfalls passen musste.

Regensburg – Füssen 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)

Eisbären Regensburg: Fössinger –Gulda, Heider; Vogel, Schütz; Tippmann, Schiller; Birner, Diel – Divis, Gajovsky, Flache; Sauer, Sokolov, Schwamberger; Ontl, Kresztury, Mühlbauer; Tausch, Heger, Schwarz
EV Füssen: Hötzinger – Velebny, Krötz; Stocker, Dropmann; Simon, Schulz –Klein, Kircher, Keller; Zelenka, Eichberger, Besl; Vogl, Deubler, Meier; Wiedemann, Payeur, Guth
Tore: 1:0 (18:48) Flache (Sauer-Heider), 1:1 (22:16) Dropmann (Stocker-Vogl), 2:1 (25:20) Divis (Flache-Gajovsky bei 5-4)
Schiedsrichter: Thorsten Lajoie; Zuschauer: 2279; Strafminuten: Regensburg 6 – Füssen 8

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