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Eishockey

Riessersee lässt Eisbären keine Chance

Mit dem 1:5 setzt es in der Donau-Arena die dritte Niederlage in Folge für das Team von Trainer Max Kaltenhauser.
Von Claus-Dieter Wotruba

Was die Eisbären (links Michail Sokolov) gegen ihren Gast aus Garmisch, den SC Riessersee, auch taten, sie kamen nicht zum Zug. Foto: Andreas Nickl
Was die Eisbären (links Michail Sokolov) gegen ihren Gast aus Garmisch, den SC Riessersee, auch taten, sie kamen nicht zum Zug. Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Die Eisbären vom EV Regensburg stecken zum Start der Meisterrunde in der Eishockey-Oberliga Süd in einem Loch: Mit dem 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) gegen den SC Riessersee vor 1765 Zuschauern zuhause in der Donau-Arena kassierte das Team von Trainer Max Kaltenhauser die dritte Niederlage in Folge, blieb am ersten Meisterrunden-Wochenende ohne Punkt und rutschte damit hinter die zuvor nur einen Punkt schlechter stehenden Gäste auf Platz sechs der Tabelle ab.

In den letzten beiden Spielen hatten die Eisbären 15 Gegentore bekommen. In der Defensive galt es also, an die zuvor gezeigten Leistungen wieder anzuknüpfen, auch wenn mit dem Trio Bühler/Schiller/Heider Leistungsträger auch diesmal fehlten. Dafür kehrte wenigstens Constantin Ontl aus dem Krankenlager zurück und ersetzte Fabian Herrmann, der am Wochenende mit der U 20 die Düsseldorfer EG zweimal geschlagen hatte (3:2 und 2:0), was die Jung-Eisbären auf Rang drei der DNL-Tabelle hinter Köln und Mannheim vorrücken ließ.

Verdiente Garmischer Führung

Beide Saisonvergleiche hatten die Eisbären gegen die Garmischer bisher nach Verlängerung verloren. Diesmal übernahmen die Gäste im ersten Durchgang ziemlich eindeutig das Kommando. Der finnische SCR-Topskorer Eetu-Ville Arkiomaa in Überzahl nach exakt acht Minuten und Verteidiger Silvan Heiß, Sohn des Regensburger Ex-Trainers Beppi Heiß und auch schon für die Eisbären aktiv, 8:14 Minuten später mit einem Schlagschuss in den Winkel sorgten für eine kommode wie verdiente Führung.

Die Oberbayern brachten weitere in Regensburg gut bekannte Spieler mit: Verteidiger Christoph Frankenberg zum Beispiel und aus der Kooperation mit DEL-Klub Red Bull München Torwart Daniel Fießinger, die beide schon für die Eisbären im Seniorenbereich gespielt hatten. Der gebürtige Regensburger und Stürmer Bastian Eckl (19) war dagegen bereits in Schülertagen zu den Jungadlern nach Mannheim gewechselt und hat über Red Bull Salzburg nun bereits erste DEL-Einsätze in der Statistik stehen.

Eishockey

Eisbären-Niederlage im rassigen Derby

Deggendorf besiegt die Regensburger mit 7:5. Nikola Gajovsky knackt die 400-Punkte-Marke. Am Sonntag kommt Riessersee.

Die Regensburger, die ja immerhin zuvor verlorenen Partien gegen Weiden und Deggendorf auch neun Tore erzielt hatten, waren zwar stets redlich bemüht, brachten aber wenig zustande – auch nicht in Überzahl, wo sie in Deggendorf ihre Quote noch auf 29,1 Prozent nach oben geschraubt hatten. In der 13. Minute verstrichen schon 51 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis und auch die beiden Chancen im zweiten Durchgang verstrichen ungenutzt, weil obendrein auch noch eine Portion Pech dazu kam.

Heger verteidigt mal wieder

Im ersten Powerplay des zweiten Durchgangs landete zum Beispiel die Scheibe bei Tomas Schwambergers Versuch an der Latte (31.), auch Kapitän Peter Flache hatte nach einem Solo nicht das nötige Glück (39.). Trainer Max Kaltenhauser hatte im zweiten Durchgang umgestellt und unter anderem Lukas Heger für Fabian Birner an die Verteidigerseite von Tomas Gulda gestellt und dafür Leopold Tausch an die Seite von Richard Divis und Nikola Gajovsky rücken lassen. Gajovsky hatte am Freitag in Deggendorf übrigens als sechster Spieler der EVR-Historie nach Mike Martens, Tom St. James, Jason Phillips und Günther Dörfler die 400-Punkte-Schallmauer erreicht und könnte bald Dörflers Marke (419) erreichen. Aber weder der Tscheche noch Flache, der mit jetzt 333 Skorerpunkten auf dem Sprung in die Top Ten der ewigen EVR-Skorerliste ist und kurz davor steht, Petr Fical (334) und David Cermak (335) zu überholen, konnten der Partie noch eine Wende geben.

Ja, es stand sogar die zweite Saisonpartie ohne eigenen erzielten Treffer nach dem 0:4 in Rosenheim zur Debatte. Zumindest diese Heimpremiere verhinderte Erik Keresztury nach 48:17 Minuten, auch wenn zuvor Dennis Lobach schon das vierte Garmischer Tor erzielt hatte (45.). Das Spiel war längst entschieden und den Regensburger gelang auch nach der Auszeit 3:49 Minuten vor Ende und mit einem sechsten Feldspieler für Torwart Holmgren keine Ergebniskorrektur mehr. Stattdessen setzte Arkiomaa mit seinem zweiten Tagestreffer den Schlusspunkt ins verwaiste Eisbären-Tor (58:01).

Regensburg – Riessersee 1:5 (0:2, 0:1, 1:2)

Eisbären Regensburg: Holmgren – Gulda, Birner; Weber, Tippmann; Vogel, Schütz; Diel – Heger, Gajovsky, Divis; Ontl, Keresztury, Flache; Sauer, Schwarz, Tausch; Mühlbauer, Sokolov, Schwamberger

SC Riessersee: Fießinger – Quaas, Heiß; Frankenberg, Mayr; Morgan, Wachter; Woidtke – Lobach, Arkiomaa, Maurer; Östling, Kircher, Eckl; Radu, Miguez, Luca Allavena; Heigl, Ehliz

Tore: 0:1 (8:00) Arkiomaa (Heiß-Maurer bei 5-4), 0:2 (16:14) Heiß (Quaas), 0:3 (26:09) Woidtke (Radu), 0:4 (44:56) Lobach (Arkiomaa-Maurer), 1:4 (48:17) Keresztury (Tausch-Heger), 1:5 (58:01) Arkiomaa (bei 5-6 ins leere Tor)

Schiedsrichter: Sascha Westrich. – Zuschauer: 1765. – Strafminuten: Regensburg 10 – Riessersee 12.

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