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Donnerstag, 19. Juli 2018 30° 1

Eishockey

Ice Tigers: Nuancen mit großer Wirkung

In der Playoff-Serie zwischen Nürnberg und Köln entschieden bislang Kleinigkeiten – und gewann stets das Auswärtsteam.
Von Daniel Frasch

Die Ice Tigers hatten in Köln Grund zum Jubeln. Foto: Eibner
Die Ice Tigers hatten in Köln Grund zum Jubeln. Foto: Eibner

Nürnberg.„Kleinigkeiten“ und „Nuancen“ sind die derzeit gängigsten Begrifflichkeiten rund um die Heimspielstätte der Ice Tigers am Kurt-Leucht-Weg. Kleinigkeiten waren es, die die Viertelfinalserie zwischen den Franken und den Kölner Haien bis dato auszeichneten. Nuancen werden es sein, die die Serie früher oder später entscheiden werden.

Dienstagabend waren es die Gäste aus Nürnberg, die jene Kleinigkeiten besser machten und durch den 3:2-Auswärtserfolg die Playoff-Serie ausglichen (2:2). Soll heißen: In der Defensive leisteten sich die Tiger weniger Fehler als in den drei bisherigen Duellen, im Angriff brachten sie mehr Scheiben zum Tor und setzten energisch nach, um die Nachschüsse zu verwerten.

Pföderl mit dem Siegtreffer

Nach der frühen Führung durch Dane Fox war es Brandon Segal, der per Nachschuss zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung traf. Im Schlussdrittel beförderte schließlich Leo Pföderl einen Abpraller aus kurzer Distanz zum 3:2-Siegtreffer ins Kölner Tor.

Der 24-jährige Rechtsschütze traf bereits zum dritten Mal im vierten Spiel und stellt eindrucksvoll unter Beweis, warum er in Nürnberg auf den Spitznamen „Playoff-Monster“ hört.

Pföderl ist der Auffälligste aller Ice Tiger, ist stets gefährlich und von Kölns Defensive kaum in den Griff zu kriegen. Sein Siegtreffer war nicht nur wichtig für den Erhalt des Traums vom Halbfinale, es war bereits der 100. DEL-Treffer des gebürtigen Bad Tölzers.

Nach dem verlorenen Spiel 3 hatte Ice Tigers-Eigner Thomas Sabo Coach Rob Wilson in der Kabine zur Rede gestellt.

„Das Spiel war wieder ganz ähnlich wie die Partien zuvor. Doch wir haben weniger zugelassen und hatten am Ende etwas mehr Glück. Jetzt geht es wieder von vorne los“, hakte Nürnbergs Siegtorschütze die Partie schnell ab.

Der vor der Viertelfinalserie als Pluspunkt proklamierte fränkische Heimvorteil war bislang nicht zu erkennen, beide Teams fühlten sich in der Fremde wohler und gewannen ihre beiden Auswärtspartien. Glaubt man Angreifer Yasin Ehliz, gibt es dafür Gründe – zumindest aus Nürnberger Sicht: „Wir haben auswärts bis jetzt ruhiger und cleverer gespielt und sind mit mehr Biss zum gegnerischen Tor gegangen“, erklärte er und fügte an: „Das müssen wir jetzt auch zu Hause machen.“

Einer, der sich Dienstagabend eindrucksvoll zurückmeldete war Patrick Köppchen. Der 39-jährige Routinier, dem im dritten Vergleich der fatale Fehler zum 2:3 für Köln unterlief, zeigte eine starke Partie und bereitete das 1:0 durch Fox mit großer Übersicht vor.

„Wir wussten alle, dass das eine lange Serie werden wird. Wir waren heute hinten besser gestanden. Bis jetzt haben wir die Kleinigkeiten zu Hause öfter falsch gemacht“, sagte Köppchen, der mit Hannover und Ingolstadt bereits zwei Deutsche Meisterschaften feierte.

Da waren sie wieder, die gern zitierten Kleinigkeiten. Diese wollen die Franken in Spiel fünf der Serie Freitagabend (19.30 Uhr) besser machen, um sich den ersten Matchpuck zu sichern und dann ohne Druck am Sonntag zum sechsten Aufeinandertreffen binnen elf Tagen nach Köln aufzubrechen.

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