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Montag, 23. Juli 2018 29° 6

Eishockey

Ice Tigers sind wieder in der Spur

800 mitgereiste Fans des DEL-Zweiten aus Nürnberg erleben in Schwenningen einen 4:1-Erfolg. Nun kommen die Kölner Haie.
Von Daniel Frasch

Nürnbergs Coach Rob Wilson konnte zufrieden sein mit dem Auftritt der Ice Tigers in Schwenningen. Foto: Timm Schamberger/dpa
Nürnbergs Coach Rob Wilson konnte zufrieden sein mit dem Auftritt der Ice Tigers in Schwenningen. Foto: Timm Schamberger/dpa

Nürnberg.Die Ergebniskrise, in der sich die Nürnberg Ice Tigers zuletzt befanden, ist überwunden. Nach drei Niederlagen in Folge gegen Mannheim (2:3 n.P.), Augsburg (1:2) und München (3:4) feierten die Franken jüngst zwei Siege und verteidigten den zweiten Tabellenplatz.

Den Auftakt des erfolgreichen Wochenendes machte die Partie am Freitagabend gegen die Grizzlys Wolfsburg, in der ausgerechnet Yasin Ehliz zum Nürnberger Matchwinner avancierte. Der 25-jährige Nationalspieler, der unter der Woche in das vorläufige Aufgebot der Deutschen Eishockey Nationalmannschaft für die olympischen Winterspiele nominiert wurde, traf nach zehn torlosen Partien wieder ins Schwarze - und das gleich doppelt. Die zwischenzeitliche 1:0-Führung besorgte der umtriebige Angreifer im zweiten Drittel, den 2:1-Siegtreffer erzielte er in der fünfminütigen Verlängerung. „Nach drei Pleiten in Folge war der Sieg heute extrem wichtig“, zeigte sich der Doppeltorschütze nach der hart umkämpften Partie erleichtert.

Ärger über verlorenen Punkt

Trotz des Sieges über die Niederachsen überwog auf Nürnberger Seite dennoch der Ärger über den verloren Punkt. „Der Sieg bittersüß, denn wir hätten das Spiel nach 60 Minuten gewinnen müssen. Wir haben leider die Führung nicht ausgebaut“, kommentierte Nürnbergs Trainer Rob Wilson den zweifachen Punktgewinn.

Keine 48 Stunden später folgte die Partie in Schwenningen, die einer fränkischen Völkerwanderung glich: Rund 800 Ice Tigers-Fans machten sich Sonntagmorgen um 7.45 Uhr im Sonderzug auf den langen Weg nach Schwenningen auf, um ihre Mannschaft gegen die Wild Wings zu unterstützen. Die 320 km lange Anreise sollte sich für die Nürnberger Schlachtenbummler lohnen, klar und deutlich fertigten die Franken die Überraschungsmannschaft des Jahres 4:1 ab. Besonders erfreulich aus Nürnberger Sicht: Im Gegensatz zu den vergangenen Partien, in denen die Ice Tigers drei Spiele in Folge ohne Powerplay-Treffer blieben, funktionierte das Überzahlspiel diesmal hervorragend.

Franken dominieren nach Belieben

Unter gütiger Mithilfe von Wild Wings-Schlussmann Dustin Strahlmeier eröffnetet Leo Pföderl in der 13. Minute den Torreigen. Dessen harmlosen Schlenzer an die Schulter des Schwenninger Torhüters landete im hohen Bogen hinter der Linie. Fünf Zeigerumdrehungen später nutzte Patrick Reimer die nächste Powerplay-Situation: Nachdem Tom Gilbert noch scheiterte, brauchte Nürnbergs Kapitän den Abpraller aus kurzer Distanz nur noch ins leere Tor bugsieren – 2:0. Der 35-Jährige war es auch, der zu Beginn des zweiten Abschnitts für die Vorentscheidung sorgte. Erst bediente Reimer Sturmkollege Ehliz mit einem herrlichen Pass vor das Tor (21.), dann tauchte der gebürtige Mindelheimer völlig freistehend vor Strahlmeier auf und legte mit einer eleganten Einzelleistung seinen zweiten Treffer des Tages und das 4:0 nach. In dieser Phase der Partie dominierten die Franken das Geschehen auf dem Eis nach Belieben, die Hausherren waren mit der geradlinigen und schnellen Spielweise überfordert.

Mehr Tore waren möglich

Dass die Partie nicht in ein Nürnberger Schützenfest ausartete, lag einzig an den Franken selbst, die fortan ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive legten. Schwenningen kam in der Folge zu etlichen guten Torgelegenheiten, mehr als der Ehrentreffer vom Damien Fleury (37.) gelang den Wild Wings jedoch nicht. „Mit Ausnahme der letzten fünf Minuten des 2. Drittels, als wir etwas den Faden verloren, haben wir die Partie solide zu Ende gespielt und verdient gewonnen“, bilanzierte Ehliz.

Acht Spieltage vor Abschluss der Hauptrunde belegen die Ice Tigers noch immer Rang zwei, die Teilnahme an der Champions Hockey League, die von Klubboss Thomas Sabo vor der Saison als Minimalziel ausgegeben wurde, ist damit zum Greifen nah. Ihre gute Form bestätigen können die Franken bereits Mittwochabend (19.30 Uhr), wenn die Kölner Haie in Franken gastieren.

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