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DEL-Playoffs

Ice Tigers starten mit Niederlage

Das 1:5 zum Auftakt der Serie gegen Berlin fiel aus Sicht der Nürnberger etwas zu hoch aus. Am Samstag folgt Spiel zwei.
Von Daniel Frasch

Ice Tigers-Coach Rob Wilson hatte nach dem Spiel gegen Berlin einige Dinge zu kritisieren. Foto: Eibner
Ice Tigers-Coach Rob Wilson hatte nach dem Spiel gegen Berlin einige Dinge zu kritisieren. Foto: Eibner

Nürnberg.Die Nürnberg Ice Tigers sind mit einer deutlichen, unterm Strich aber zu hohen 1:5-Niederlage in die Halbfinalserie gegen die Eisbären Berlin gestartet. Vier Tore schlechter waren die Franken in der Partie am Donnerstagabend nicht, doch die Chancenverwertung ließ in der Mercedes-Benz-Arena zu wünschen übrig.

„Es war ein offener Schlagabtausch, in dem wir unsere Chancen nicht so genutzt haben, wie wir das wollten“, zog Nürnbergs Verteidiger Patrick Köppchen Bilanz, ohne dabei die positiven Aspekte zu vergessen: „Wir haben gesehen, dass wir mit Berlin auf Augenhöhe sind. Wir werden positiv bleiben und weiter hart arbeiten.“

Von Eisbären kalt erwischt

Allen voran das zweite Drittel ging klar an die Gäste, die schnell und schnörkellos aufbauten und zügig das Mitteldrittel überbrückten. Das einfache, schnelle Spiel, welches die Franken in der Hauptrunde auszeichnete, schien auch in Berlin Früchte zu tragen. Doch erst scheiterte Patrick Bjorkstrand an der Latte, kurz darauf platzierte Dane Fox einen Schuss an den Pfosten. Symptomatisch für diese Partie: Im direkten Gegenzug erhöhte Berlins Nick Petersen auf 2:0, nachdem er am schnellsten reagierte und einen Abpraller von der Bande zum zwischenzeitlichen 2:0 verwertete.

Im Anschluss brachte Yasin Ehliz die Franken in Überzahl auf 1:2 heran, doch anders als Berlin gelang den Gästen kein weiterer Treffer. Die Eisbären hingegen nutzten die sich bietenden Gelegenheiten und schraubten das Ergebnis auf 5:1. Nürnbergs Schlussmann Niklas Treutle traf keine Schuld, allzu oft wurde er von seiner Defensive im Stich gelassen. „Ich war heute nicht glücklich mit unserem Spiel. Wir haben entscheidende Fehler zum falschen Zeitpunkt gemacht und wurden bestraft“, machte Nürnbergs Trainer Rob Wilson seinem Ärger Luft. Der Ice Tigers-Coach musste wegen des Ausfalls von Phil Dupuis seine Angriffsreihen umstellen: Für den 32-jährigen Kanadier, der im zweiten Aufeinandertreffen wieder zurückkehren soll, rückte John Mitchell zu Dane Fox und Brandon Segal. Patrick Bjorkstrand stürmte an der Seite von David Steckel und Leo Pföderl.

Sorge um Leo Pföderl

Der Bad Tölzer, mit sieben Punkten bislang Topscorer der Franken in den Playoffs, bereitete Rob Wilson im Anschluss an die Partie die größten Sorgen. Kurz vor Ende des Spiels stolperte Pföderl über seinen eigenen Schläger, der sich in der offenen Berliner Spielerbank verkeilte, und blieb auf dem Eis liegen. Wie gravierend die Verletzung ist und ob Pföderls Einsatz in Spiel zwei in Gefahr ist, war nach Spielende noch nicht abzusehen. Bleibt zu hoffen, dass ihm ein Schicksalsschlag wie im vergangenen Jahr verschont bleibt: Damals verletzte sich Pföderl im Viertelfinale schwer an der Schulter und fiel monatelang aus.

Viel Zeit zur Genesung bleibt dem 24-Jährigen nicht, denn bereits am Samstag (16.30 Uhr) steigt das zweite Duell in Nürnberg. „Wir müssen uns verbessern und werden bereit sein für Spiel zwei“, versicherte Tigers-Coach Rob Wilson.

Weitere Berichte über die Nürnberg Ice Tigers finden Sie hier: Nürnberg Ice Tigers

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