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Eishockey

Der erste Test für die Ice Tigers

Eine ereignisreiche Vorbereitung geht bei den Nürnbergern in die finale Phase. In Straubing stehen die ersten Testpartien an.
Von Daniel Frasch

Auf Philippe Dupuis (vorne) müssen die Ice Tigers längere Zeit wegen einer Verletzung verzichten. Foto: EIBNER/Daniel Reinelt
Auf Philippe Dupuis (vorne) müssen die Ice Tigers längere Zeit wegen einer Verletzung verzichten. Foto: EIBNER/Daniel Reinelt

Nürnberg.Die monatelange Sommerpause zwischen Mai und August gehört naturgemäß nicht zu der Lieblingszeit von Eishockeyprofis. Nicht, weil die Kufencracks nichts mit den warmen Temperaturen anzufangen wissen – im Gegenteil. Die Spieler der Nürnberg Ice Tigers nutzten den Sommer auf ganz unterschiedliche Art und Weise: Verteidiger Marcus Weber schrieb fleißig an seiner Bachelorarbeit, Abwehrkollege Oliver Mebus arbeitete an seinem zweiten Standbein und trieb die Pläne für die Zeit nach der Karriere als Athletiktrainer voran. Das, was Eishockeyprofis seit jeher Kopfschmerzen bereitet, ist das ungeliebte Sommertraining.

Doch nicht nur abseits des Eises, auch in der Arena, in der sich die Franken seit Ende Juli wieder auf gewohntem Terrain befinden, ging es bis dato heiß her. Der neue Trainer Kurt Kleinendorst bat seine Schützlinge zu schweißtreibenden Einheiten, Grundlagenausdauer und Schnelligkeit wollen schließlich zu Beginn der Saison gelegt werden. „Das ist schon sehr ekelhaft und intensiv, der Sportler hat dabei einen hohen Laktatausstoß“, sagte Athletiktrainer Eckhart Acker. „Aber“, fügt der 33-Jährige an: „Wir wollen die Jungs ans Limit pushen, um die Daten zu haben und den Statuts Quo zu ermitteln, damit wir in den nächsten Wochen gut arbeiten und einen guten Saisonstart haben können.“

Mann mit NHL-Erfahrung

An den körperlichen Voraussetzungen für eine hoffentlich konstantere und erfolgreichere Spielzeit als die vergangene arbeitet die Mannschaft bereits, für Verbesserung im spielerischen Bereich ist der neue Cheftrainer Kurt Kleinendorst zuständig. Der US-Amerikaner, der bereits sechs Jahre lang als Co-Trainer und Scout für das NHL-Team der New Jersey Devils arbeitete, will und soll das Nürnberger Eishockey umkrempeln.

Offensiver und deutlich angriffslustiger sollen die Ice Tigers zu Werke gehen, drei Stürmer und ein Verteidiger sollen sich bestenfalls immer an Offensivaktionen beteiligen. Bereits in der ersten Trainingswoche begann der 58-Jährige der Mannschaft seine Spielidee und die dazugehörigen Spielsysteme einzutrichtern. „Auch wenn es vielleicht noch etwas früh ist, so glaube ich, dass wir wirklich großes Potenzial in der Mannschaft haben“, sagte Kleinendorst gegenüber Frankenfernsehen. Worte, an denen sich der frühere AHL-Meister messen lassen muss. 2011 gewann der in Minnesota geborene Ex-Profi mit den Binghamton Senators den Titel in der American Hockey League – der bislang größte Erfolg seiner 28-jährigen Trainerkarriere.

Sponsorensuche

  • Neu:

    Nach der Bekanntgabe des Rückzugs von Hauptsponsor Thomas Sabo zum April 2020 suchen die Ice Tigers neue Sponsoren. Neben dem Energieversorger N-Ergie, der als neuer Premiumpartner einsteigt, gewannen die Franken mit der Firma Röckelein GmbH einen neuen Exklusivpartner.

  • Produkte:

    Das Unternehmen beschäftigt sich mit Produkten für Schleifen, Kleben und Schützen.

Neben der taktischen Weiterentwicklung muss er sich aber auch um die Integration der Neuzugänge kümmern. Der Umbruch im Sommer war immens, mit den Angreifern Rylan Schwartz, Joachim Ramoser, Jim O‘Brien, Tim Bernhardt, Daniel Fischbuch und Austin Cangelosi sowie den Verteidigern Kevin Schulze und Chris Summers sowie Torhüter Jonas Langmann tauschten die Tigers beinahe die halbe Mannschaft der Vorsaison aus.

Eine Hiobsbotschaft erreichte Nürnbergs Trainer in der vergangenen Woche: Angreifer Phil Dupuis wird aufgrund einer schweren Schulterverletzung für rund drei Monate ausfallen. Akuten Handlungsbedarf, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, sieht Nürnbergs Trainer zwar nicht. Die Option einer weiteren Verpflichtung besteht dennoch.

Ingolstadt ist der erste Gegner

Die erste Standortbestimmung erhalten die Ice Tigers am Wochenende, wenn sie wie bereits in den vergangenen Jahren am Gäubodenvolksfestcup in Straubing teilnehmen. Freitagnachmittag (14.30 Uhr) treffen Patrick Reimer und Co. mit den Ingolstadt Panthern auf das Ex-Team von Kurt Kleinendorst. Bei den Oberbayern arbeitete der 58-Jährige bis Sommer 2016.

Auch wenn im ersten Vorbereitungsspiel noch keine Wunderdinge zu erwarten sind, so sollen die Ice Tigers gegen den Ligakonkurrenten bereits die neue Spielphilosophie aufs Eis bringen. Je nach Ausgang der Partie bestreiten die Franken zwei Tage später das Platzierungsspiel entweder gegen die Wolfsburg oder Straubing.

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