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Eishockey

Die Hoffnung ruht nun auf dem Powerplay

Nach fünf Heimniederlagen in Folge wollen die Nürnberg Ice Tigers gegen den Spitzenreiter Adler Mannheim die Wende erzwingen.
Von Daniel Frasch

Eugen Alanov und die Ice Tigers müssen die Trendwende einleiten. Das soll gegen Mannheim und Berlin gelingen. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto
Eugen Alanov und die Ice Tigers müssen die Trendwende einleiten. Das soll gegen Mannheim und Berlin gelingen. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Nürnberg.Worauf der Fokus in der Trainingswoche der Nürnberg Ice Tigers liegen würde, hatte Martin Jiranek noch im Anschluss an die 0:1-Niederlage gegen Augsburg vergangenen Sonntagabend verraten: „Man hat heute gesehen, dass wir für unser Powerplay noch mehr Training benötigen“, hatte Nürnbergs Trainer im Beisein der Journalisten gesagt und damit auch gleichzeitig eine Erklärung für die knappe Pleite im bayerischen Derby geliefert.

Vier Überzahlsituationen boten sich den Franken in der Partie gegen die Panther, alle vier blieben jedoch ungenutzt. Wie schon so viele andere in der laufenden Saison, wie ein Blick auf die „Special-Teams“ verrät: In 47 Überzahlsituationen erzielten die Franken erst sechs Treffer, die Erfolgsquote von 12,7 Prozent ist für keine Profimannschaft zufriedenstellend. Einer hochtalentierten Truppe wie die der Ice Tigers ist sie schlicht nicht würdig.

Genügend Spielmacherqualität

Leicht zu erklären ist die Nürnberger Misere nicht, steht doch dank Spielern wie Brandon Buck, Will Acton und Phil Dupuis ausreichend Spielmacherqualität auf dem Eis. Eigentlich. Und eigentlich wissen die schussgewaltigen und treffsicheren Angreifer Leo Pföderl, Dane Fox und Patrick Reimer sehr gut, wo das gegnerische Tor steht und wie sich die schwarze Hartgummischreibe darin versenken lässt. Dass mit Verteidiger Shwan Lalonde zudem der Spieler mit dem härtesten Schlagschuss der verganganen DEL-Saison an der blauen Linie lauert, der das Spielgerät eigentlich mit Gewalt in die Maschen hämmern soll, passt dabei ins Bild. Doch egal was Martin Jiranek in den vergangenen Wochen auch versucht hat, die Besserung blieb aus. Noch, denn Nürnbergs Cheftrainer nutzte die spielfreie Woche und ließ sein Team täglich verschiedene Spielsysteme und Varianten einstudieren, um das Überzahlspiel endlich effizienter zu gestalten.

Mannheim und Berlin warten

Ob die vielen Übungen Früchte tragen, wird sich Freitagabend (19.30 Uhr) zeigen, wenn die Franken mit den Adler Mannheim den aktuellen Tabellenführer in der Arena empfangen. Ausgerechnet gegen den Erzrivalen soll die bereits fünf Spiele andauernde Heimkrise beendet und der erste Sieg auf eigenem Eis seit vier Wochen gefeiert werden. „Wir brauchen Punkte“, weiß auch Jiranek um die Wichtigkeit der Partie, um den Anschluss an Rang sechs nicht bereits nach dem ersten Saisonviertel zu verlieren. Kein leichtes Unterfangen, immerhin feierte die Mannschaft von Trainer Pavel Gross zuletzt vier Siege in Folge und wird mit reichlich Selbstvertrauen nach Franken kommen. Mit dem Kanadier Mark Katic und dem Finnen Joonas Lehtivuori verpflichteten die Adler zwei Defensivspezialisten mit Offensivdrang, zudem verstärkt seit dieser Saison auch der deutsche Nationalspieler Markus Eisenschmid den ohnehin stark besetzten Mannheimer Angriff.

Zwei Tage später kommt es in der Mercedes-Benz Arena in Berlin dann zur Neuauflage des letztjährigen DEL-Halbfinals, wenn die Ice Tigers Sonntagabend (19 Uhr) die Eisbären Berlin herausfordern. Der siebenmalige Deutsche Meister startete ähnlich schleppend in die aktuelle Saison wie die Franken, mit 18 Punkten aus 13 Partien hinken auch die Hauptstädter den eigenen Ansprüchen noch immer hinterher. Der einzige Unterschied: Anders als bei den Ice Tigers funktioniert das Berliner Überzahlspiel bereits hervorragend, mit einer Erfolgsquote von 21,5 Prozent führen die Eisbären immerhin dieses Liga-Ranking an.

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