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Eishockey

Die Ice Tigers stehen sich selbst im Weg

Nach der Niederlage gegen Ingolstadt rückt der Pre-Playoff-Platz in immer weitere Ferne. Nun folgen die Wochen der Wahrheit.
Von Daniel Frasch

Thomas Sabo Ice Tigers-Sportdirektor Martin Jiranek war nicht amüsiert. Foto: Eibner
Thomas Sabo Ice Tigers-Sportdirektor Martin Jiranek war nicht amüsiert. Foto: Eibner

Nürnberg.Man musste sich verwundert die Augen reiben. Das, was den Nürnberg Ice Tigers bei der 0:3-Niederlage vergangenen Sonntag in Ingolstadt zu Beginn des zweiten Abschnitts widerfahren war, besitzt im Eishockey Seltenheitswert. Bei den Amateuren, erst recht jedoch im Profibereich.

Mit einem ebenso überraschenden wie simplen Spielzug überrannten die Panther die Franken vom Bully weg und kamen nach nur vier Sekunden zur 1:0-Führung. Schülerhaft ließen sich die Ice Tigers beim Anspiel übertölpeln, zwei Ingolstädter Angreifer nutzten die Chance und ließen Ice Tigers-Torhüter Niklas Treutle keine Chance.

Bezeichnende Misere

Bezeichnend für die Misere der aktuellen Saison: Mit Taylor Aronson, Milan Jurcina, Chris Brown und Will Acton standen erfahrene Leistungsträger für die Nürnberger auf dem Eis, denen solch ein kollektiver Aussetzer nicht hätte passieren dürfen. „Man kann keine Zwei-auf-Eins-Situation in den ersten zehn Sekunden eines Drittels zulassen. Darüber haben wir vorher noch gesprochen“, zeigte sich Nürnbergs Trainer Martin Jiranek verärgert über die Schlafmützigkeit seines Teams zu Beginn des zweiten Drittels. Nicht zum ersten Mal in der aktuellen Spielzeit verschliefen die Franken die Anfangsphase nach Wiederbeginn und mussten fortan einem vermeidbaren Rückstand hinterherlaufen.

Besonders ärgerlich: Bis dato zeigten die Franken ein ordentliches Auswärtsspiel, standen defensiv kompakt und erspielten sich selbst eine Vielzahl an Torgelegenheiten. Die beste ließ Angreifer Leo Pföderl aus, sein Schuss prallte gegen die Latte. „Wenn man selbst nicht trifft, ist es auch egal, ob man zwei oder drei Gegentore kassiert“, kommentierte Jiranek die Abschlussschwäche seiner Truppe in Oberbayern. Dem haarsträubenden Fehler von Verteidiger Oliver Mebus folgte Ingolstadts vorentscheidender zweiter Treffer. Wiederum nur 41 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts zappelte die Hartgummischeibe erneut im Tor der Franken – 0:3.

Niederlage folgt auf einen Sieg

Wieder einmal reihte sich eine Niederlage an einen vorangegangen Sieg (5:3 gegen Augsburg), wieder einmal verpassten es die Franken, eine Siegesserie und somit einen Angriff auf Platz zehn zu starten. Im Gegenteil: Durch den gleichzeitigen Erfolg der Krefeld Pinguine über Berlin beträgt der Rückstand auf den wichtigen letzten Pre-Playoff-Rang bereits 13 Zähler. Nach dem kurzzeitigen Höhenflug Mitte Dezember erhielten die Hoffnungen der Nürnberger Fans durch die Pleiten in München und Ingolstadt herbe Dämpfer.

Endgültig begraben dürften diese sein, sollten die Ice Tigers auch in den kommenden vier Partien nicht konstant punkten. Mit den Grizzlys Wolfsburg (12.) und den Krefeld Pinguinen (10.) treffen die Franken innerhalb einer Woche gleich zwei Mal auf direkte Konkurrenten um die Playoffs. Vorgezogene Endspiele für Kapitän Patrick Reimer und Co., die über den weiteren Verlauf der bislang so enttäuschenden Spielzeit entscheiden werden.

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