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Eishockey

Die Ice Tigers verlieren erneut an Boden

Beim 1:4 gegen den EHC München waren die Nürnberger auf verlorenem Posten. Nun geht es gegen Augsburg und Ingolstadt.

Torhüter Niklas Treutle hielt die Ice Tigers lange im Spiel, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Heike Feiner/Eibner Pressefoto
Torhüter Niklas Treutle hielt die Ice Tigers lange im Spiel, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Heike Feiner/Eibner Pressefoto

Nürnberg.Müde, fahrig, leichtsinnig. Der Auftritt der Nürnberg Ice Tigers vergangenen Mittwochabend beim EHC Red Bull München verlief nicht nach dem Plan von Cheftrainer Martin Jiranek. „Wir haben heute nicht genug Energie ins Spiel gebracht. Wir waren zu schnell 0:2 hinten, das war die Story des Spiels“, kommentierte der 49-Jährige die Leistung seiner Mannschaft im Anschluss an die 1:4-Niederlage.

Tatsächlich war beim Gastspiel in der Landeshauptstadt über weite Strecken ein Klassenunterschied zu erkennen. Minutenlang schnürten die Münchner Kapitän Patrick Reimer und Co. im eigenen Drittel ein, einzig der starken Leistung von Torhüter Niklas Treutle hatten es die Nürnberger zu verdanken, dass die Partie nicht bereits nach den ersten 20 Minuten entschieden war. Selbst der Anschlusstreffer zu Beginn des zweiten Abschnitts sorgte nicht für die erhoffte Leistungssteigerung. „Wir waren nie wirklich gefährlich, obwohl wir nach dem 1:2 ein bisschen Licht gesehen haben“, musste auch Martin Jiranek eingestehen.

Es war nicht zu übersehen: Die Teilnahme am Spengler Cup in der Schweiz hat Spuren hinterlassen. Vier Spiele binnen vier Tagen kosteten offensichtlich mehr Kraft, als sich viele Ice Tigers-Profis eingestehen wollten. Die Hülle an technischen Fehlern, an Fehlpässen im Spielaufbau und an schlichter Vernachlässigung der Deckungsarbeit machte dies deutlich.

Der Haken: Den Franken bleibt keine Zeit, sich von den zurückliegenden Strapazen zu erholen. Bereits Freitagabend (19.30 Uhr) wartet mit der Partie gegen die Augsburger Panther das nächste dicke Brett, das es zu bohren gilt. Augsburg, das Gründungsmitglied der DEL, erlebt derzeit einen regelrechten Eishockey-Boom. Die Panther spielen eine überraschend starke Saison, die Fans quittieren die Leistungen mit einem seit vier Heimspielen ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion. Euphorie, von der sie in Nürnberg aktuell nur träumen können. Mit Matthew White und Andrew Leblanc verfügen die Panther über äußerst talentierte und torgefährliche Angreifer, die Erfolgsquote in Überzahl ist traditionell sehr hoch und mit 19,4 Prozent derzeit hinter Mannheim das zweitbeste der Liga.

Nur marginal weniger erfolgreich gestaltet sich das Überzahlspiel der Ingolstadt Panther. Bei den Oberbayern sind die Franken dann Sonntagnachmittag (17 Uhr) gefordert. Die Mannschaft des ehemaligen Nürnberger Torhüters Jochen Reimer rangiert im DEL-Mittelfeld und befindet sich in einer guten Ausgansposition im Kampf um die direkte Playoff-Teilnahme. Weit entfernt also von den Nürnberg Ice Tigers.

Nach 33 absolvierten Partien beträgt der Rückstand der Franken auf den letzten Pre-Playoffplatz zehn (Krefeld) elf Punkte. Sie sind zum Siegen verdammt und müssen eine Siegesserie starten, wollen sie das Minimalziel nicht frühzeitig aus den Augen verlieren. Noch sind 57 Zähler in der Hauptrunde zu vergeben. Euphorie wird jedoch nicht mit Durchhalteparolen entfacht. In Augsburg wissen sie das.

Mehr über die Nürnberg Ice Tigers erfahren Sie hier:

Ice Tigers-Spezial

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