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Eishockey

Für Nürnberg war es eines dieser Spiele

Die Ice Tigers enttäuschen in Berlin –und Goalie Treutle musste ohne Schläger die Heimreise antreten.

Niklas Treutle und seine Thomas Sabo Ice Tigers unterlagen in Berlin. Foto: Eibner-Pressefoto/Hahn
Niklas Treutle und seine Thomas Sabo Ice Tigers unterlagen in Berlin. Foto: Eibner-Pressefoto/Hahn

Nürnberg.Ein durchwachsenes Wochenende erlebten die Nürnberg Ice Tigers: Vom Kantersieg bis zur deftigen Pleite hatten die Spieltage 12 und 13 alles zu bieten.

Freitagabend feierten die Franken einen umkämpften, aber nicht unverdienten 6:2-Sieg über die Pinguins Bremerhaven mit Ex-Trainer Martin Jiranek hinter der Gästebank. Doch die Freude über den zwischenzeitlichen Sprung auf Tabellenplatz sechs währte nicht lange. Zwei Tage später folgte die Abreibung in Form einer 2:6-Klatsche bei den Eisbären Berlin.

Ärgerliche Niederlage

Eine in vielerlei Hinsicht ärgerliche Niederlage, denn die Leistung, die die Franken in der Hauptstadt zeigten, gehörte zu den schlechteren in der aktuellen Saison. Das schnelle Umschaltspiel, das Nürnbergs Trainer Kurt Kleinendorst spielen lässt, fand gegen den Hauptstadtklub selten bis gar nicht statt. „Es war eines dieser Spiele, in denen wir einfach nicht gut genug waren. Meine Jungs haben super gekämpft und das Spiel lange offen gehalten. Aber am Ende des Tages müssen wir ehrlich sein. Berlin war einfach die bessere Mannschaft“, fasste Kleinendorst im Anschluss an die Partie zusammen.

Sachlich, fair und gewohnt aufgeräumt präsentierte sich Nürnbergs Coach nach der sechsten Saisonniederlage. Gewurmt haben dürfte den US-Amerikaner dennoch die Art und Weise, wie seine Mannschaft die Schlussphase bestritten hatte. Nachdem Verteidiger Kevin Schulze die Gäste in der 54. Minute auf 2:3 heranbrachte, versuchten die Ice Tigers alles und wollten mit Hilfe eines sechsten Feldspielers den Ausgleich erzwingen. Eisbären-Angreifer Louis-Marc Aubry nutzte die Chance und erhöhte 69 Sekunden vor Ende der Partie mit seinem zweiten Treffer auf 4:2.

Fahrlässige Defensivarbeit

Beendet war die Begegnung damit allerdings noch nicht – im Gegenteil. Durch eine fahrlässige Defensivleistung kassierten die Franken noch weitere zwei Treffer, Torhüter Niklas Treutle, der nach dem 4:2 auf das Eis zurückkehrte, wurde von seinen Vorderleuten dabei sträflich im Stich gelassen. Die Wut über die späten Gegentreffer entlud sich beim gebürtigen Nürnberger an seinem Material. Treutle trat die Rückreise nach Franken ohne seinen Schläger an, der blieb zweigeteilt in der Berliner Mercedes-Benz-Arena zurück.

„Wir waren in den ersten 30 Minuten nicht richtig da. Da haben wir es den Berlinern viel zu leicht gemacht“, befand auch Ice Tigers-Angreifer Daniel Fischbuch. Nürnbergs Topscorer (sechs Tore, sechs Vorlagen) blieb Sonntagabend an alter Wirkungsstätte genauso blass wie der Großteil der Ice Tigers-Mannschaft. Besser machen können es die Franken in den bevorstehenden beiden Auswärtspartien.

Freitagabend gastiert Nürnberg in Wolfsburg (Freitag, 18 Uhr), zwei Tage später folgt schließlich das dritte Auswärtsspiel in Folge beim amtierenden Deutschen Meister Adler Mannheim (Sonntag, 17 Uhr). (kh)

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