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Eishockey

Ice Tigers feiern späte Premiere

Nach zwei Siegen in Folge müssen die Nürnberger Dienstagabend in Berlin ran. Entwarnung gibt es von Verteidiger Oliver Mebus.
von Daniel Frasch

Oliver Mebus ist im Duell gegen die Eisbären Berlin einsatzbereit. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto
Oliver Mebus ist im Duell gegen die Eisbären Berlin einsatzbereit. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Nürnberg. Nürnberg „Wenn‘s mal wieder länger dauert, schnapp dir ein Skickers.“ Der kultige Werbespruch des US-amerikanischen Schokoriegelherstellers traf bis dato auch auf die Ergebnisse der Nürnberg Ice Tigers zu. Wie gut, dass die fränkischen Anhänger dieser Aufforderung nicht folgten, die Cholesterinwerte der Nürnberger Fans hätten bedenklich hohe Werte erreicht.

29 Spieltage dauerte es, bis die Franken das erste Sechs-Punkte-Wochende der Saison feiern konnten. Dem 7:3-Heimsieg über Bremerhaven ließ die Truppe um Kapitän Patrick Reimer am Sonntag einen 8:3-Sieg beim Tabellenschlusslicht Schwenningen folgen. „Die Erleichterung war deutlich zu spüren“, verriet Ice Tigers-Pressesprecher Roman Horlamus am Tag danach.

Insbesondere in die Offensivabteilung kommt immer besser in Schuss, in den vergangenen vier Partien erzielten die Tiger 24 Treffer, von möglichen zwölf Punkten krallten sich die Nürnberger zehn Zähler. Die jüngste Erfolgsserie schlägt sich auch auf die Tabelle nieder: Betrug der Rückstand auf den letzten Preplayoff-Platz zehn vor kurzem noch elf Zähler, so befindet sich die Mannschaft von Trainer Martin Jiranek mit aktuell vier Punkten auf die Krefeld Pinguine wieder in Schlagdistanz.

Weiß als Mann des Tages

Mann des Spiels beim 8:3 im Schwarzwald war unumstritten Daniel Weiß. Der Angreifer, der bereits vor sechs Jahren nach Nürnberg ausgehliehen war und einst 34 Partien für die Franken bestritt, erzielte in Schwenningen einen Hattrick und schraubte seine persönliche Statistik auf 18 Scorerpunkte (8 Tore, 10 Vorlagen). Damit befindet sich der 28-Jährige Mittelstürmer auf dem Weg zur erfolgreichsten Spielzeit seiner elfjährigen DEL-Karriere. 2014 sammelte Weiß in Diensten der Augsburger Panther in 45 Partien 22 Scorerpunkte. Nicht zuletzt mit Hilfe seiner aktuellen Sturmpartner Leo Pföderl und Patrick Reimer sollte die Bestmarke von damals jedoch nicht mehr lange Bestand haben. „Daniel leistet unglaublich wichtige Arbeit für unser Team, allen voran in der Defensive und in Unterzahl“, lobte auch Kapitän Patrick Reimer seinen Nebenmann. Mit zunehmender Saisondauer wächst Weiß sukzessive aus der Rolle des harten Arbeiters heraus, immer mehr entwickelt sich der Mann aus Titisee-Neustadt zum verlässlichen Punktesammler.

Voller Selbstvertrauen können die Franken also die Partie Dienstagabend (19.30 Uhr) bei den Eisbären Berlin angehen. Verzichten muss Trainer Martin Jiranek weiterhin auf Chris Brown (muskuläre Probleme), Max Kislinger und Eugen Alanov. Hoffnung auf eine Rückkehr in Berlin besteht hingegen bei den Verteidigern Brett Festerling und Milan Jurcina. Beide werden an der lockeren Einheit am Vormittag teilnehmen und anschließend entscheiden, ob ein Einsatz am Abend in Frage kommt.

Drei Spiele in sechs Tagen

Gleiches gilt für Abwehrspieler Oliver Mebus. Der 2,06-Meter große Verteidiger, der wegen einer Sprunngelekverletzung erst vor wenigen Tagen gegen München (4:1) in die Saison einstieg, musste in Schwenningen nach einem Kniecheck von Gegenspieler Dominik Bittner vorzeitig in die Kabine. Montagnachmittag saß Mebus aber ebenfalls mit im Bus in Richtung Berlin, die befürchtete schwere Innenbendblessur blieb wurde nicht diagnostiziert. Ob er bereits am Abend wieder mitwirken kann, wird sich erst kurzfrisitig entscheiden.

In Anbetracht des straffen Terminplans können sich die Ice Tigers weitere Verletzte nicht leisten. Mit Berlin, Köln (Freitag) und Mannheim (Sonntag) warten auf die Franken innerhalb von sechs Tagen drei schwere Brocken.

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