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Ice Tigers: Interessante Phase beginnt

Die Ice Tigers festigten dank zweier Siege den Playoff-Platz. Die MZ nennt die Gründe für den sportlichen Aufschwung.
Von Daniel Frasch

Brandon Segal schoss den Siegtreffer. Foto: Michael Bermel/Eibner-Pressefoto
Brandon Segal schoss den Siegtreffer. Foto: Michael Bermel/Eibner-Pressefoto

Nürnberg.Mit zwei Derbysiegen verabschiedeten sich die Nürnberg Ice Tigers in die Länderspielpause. Nach dem 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen in Augsburg legten die Franken im Heimspiel gegen Straubing nach und entschieden die Partie Sonntagnachmittag mit 3:2 nach Verlängerung für sich.

Ein glücklicher, weil später Sieg über taktisch diszipliniert spielende Niederbayern, wie Ice Tigers-Trainer Martin Jiranek im Anschluss befand: „Wir haben mittlerweile wieder mehr Scheibenglück als noch in der ersten Hälfte der Saison. Meine Jungs haben im letzten Drittel alles versucht, den Ausgleich zu erzielen. Ich muss ihnen ein Kompliment machen, denn wir machen stetig kleine Schritte nach vorne.“

Kanadier als Sieggaranten

Zu verdanken hatten die 5636 Fans den 19. Saisonsieg den beiden Kanadiern Phil Dupuis und Brandon Segal. Während Dupuis zwei Mal die Straubinger Führung egalisierte, bugsierte Segal die Scheibe zum umjubelten Siegtreffer in der Verlängerung über die Linie. Die Folge: Die Ice Tigers stehen tabellarisch da, wo sie eigentlich erst nach 52 Spieltagen stehen wollten – in den Pre-Playoffs.

„Nach dem Spengler Cup hatte niemand gedacht, dass wir den Rückstand schon bis zur Pause aufgeholt haben werden“, richtete Jiranek noch einen Gruß an die Kritiker im Nürnberger Umfeld.

Noch Anfang Januar betrug der Rückstand der Franken auf den letzten Pre-Playoff-Platz zehn satte 13 Punkte.

Einen Monat und neun Partien später bietet sich ein anderes Bild beim Blick aufs Tableau. Die Ice Tigers belegen Rang neun, haben sich einen komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprung auf Krefeld erspielt und noch immer ein Spiel weniger bestritten. In den vergangenen neun Partien avanvierten die Ice Tigers zu einem der heißesten Teams der DEL. Während die direkte Konkurrenz vom Rhein im gleichen Zeitraum acht Niederlagen kassierte, gewann die Mannschaft von Martin Jiranek sieben Partien und sammelte 19 von möglichen 27 Zählern.

Leistungsträger in guter Form

Gründe für den sportlichen Aufschwung gibt es viele, angefangen bei der deutlich ansteigenden Form etlicher Leistungsträger. Will Acton, der zu Saisonbeginn zurecht gescholtene Angreifer, kommt mit zunehmender Dauer immer besser in Tritt und sammelte bislang 30 Scorerpunkte (elf Tore). Der Kanadier, der im Sommer von Schwenningen nach Franken wechselte und als Königstransfer betrachtet werden durfte, belegt damit im teaminternen Ranking Platz zwei.

Noch erfolgreicher spielte bislang nur Leo Pföderl. Der Bad Tölzer, der zu Beginn der Saison teils indiskutable Leistungen zeigte und vorübergehend gar zum Zuschauen verdonnert wurde, fand seinen Torriecher wieder und steuerte bislang 16 Treffer bei. Die Zukunft des 25-Jährigen ist allerdings nach wie vor ungewiss, noch immer steht ein Wechsel zu Ligakonkurrent Eisbären Berlin im Raum.

Mit Brandon Buck, Phil Dupuis und Patrick Reimer fanden zuletzt weitere Eckfpeiler des Nürnberger Spiels zurück zu alter Stärke, mit Daniel Weiß und Chad Bassen überzeugen zudem zwei Angreifer mit ungeahnten Offensivqualitäten.

Neben den verbesserten Leistungen in der Offensive agierte zuletzt auch die fränkische Abwehr wieder stabiler. Im Schnitt kassierten die Franken in den vergangenen Partien nur noch 2,1 Treffer pro Partie – nach dem 26. Spieltag betrug der Gegentorschnitt noch 3,0. Nicht zuletzt hat auch Torhüter Niklas Treutle großen Anteil am Aufschwung: Der 27-jährige, gebürtige Nürnberger setzte sich im Kampf um die Nummer eins gegen Andreas Jenike durch und kommt bislang auf eine Fangquote von 91,5 Prozent.

Wichtiger als die nackten Zahlen ist jedoch die große Moral, mit der die Franken zuletzt auftraten und die Rückstande in Augsburg und gegen Straubing in Siege drehten. „Wir haben eine super Stimmung in der Kabine“, beteuerte Martin Jiranek Sonntagabend erneut und richtete seinen Blick bereits in die kommende Woche. „Dann“, so der 49-Jährige, „beginnt die interessante Phase der Saison.“ Wohlwissend, dass seinem Team in dieser Form noch einiges zuzutrauen ist.

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