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Eishockey

Ice Tigers schaffen Sprung in Playoffs

Nach einer Niederlage gegen Straubing schlug das Team aus Nürnberg die Eisbären Berlin mit 5:3. Eugen Alanov überragte.
Von Christian Rupp

Nach dem 5:3-Erfolg gegen die Eisbären Berlin ist den Thomas Sabo Ice Tigers rechnerisch der Play-off-Platz nicht mehr zu nehmen. Foto: Eibner-Pressefoto / Hahn
Nach dem 5:3-Erfolg gegen die Eisbären Berlin ist den Thomas Sabo Ice Tigers rechnerisch der Play-off-Platz nicht mehr zu nehmen. Foto: Eibner-Pressefoto / Hahn

Nürnberg.Die Thomas Sabo Ice Tigers haben mit einem 5:3-Heimsieg gegen die Eisbären Berlin am Sonntag die Playoffs rechnerisch erreicht. Trotzdem will Nürnberg noch weiter klettern. Hoffnung machen gleich zwei gut funktionierende Sturmreihen.

Nach der knappen wie bitteren 1:2-Niederlage bei den Straubing Tigers am Freitagabend, hatte Ice-Tigers-Trainer Kurt Kleinendorst die Rotationsmaschine angeworfen: Verteidiger Tom Gilbert sowie die Stürmer Eugen Alanov, Max Kislinger und Austin Cangelosi erhielten den Vorzug vor Kevin Schulze, Tim Bernhardt, Joachim Ramoser und Philippe Dupuis. Vor allem Alanov wusste das Vertrauen voll zurückzuzahlen. Der 24-jährige Deutsch-Russe überzeugte als harter Arbeiter in einer Sturmreihe mit dem technisch versierten Brandon Buck und dem schussstarken Jack Skille. Alanovs Höhepunkt war sein Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0.

Kleinendorst ist großer Fan

„Er hat klasse reagiert“, befand Kleinendorst. „Er war in keiner leichten Situation, hätte aber kaum besser damit umgehen können. Natürlich war er nicht glücklich darüber, aber er hat jeden Tag hart im Training gearbeitet. Er hat seine Einstellung beibehalten, seine Chance bekommen und sie genutzt. So wünschst du dir das als Trainer. Ich war schon immer ein Fan von ihm, jetzt bin ich sogar ein noch größerer.“

Verliebt ist Kleinendorst auch in seinen Top-Scorer Daniel Fischbuch. Der 26-Jährige wechselte erst im Sommer von den Eisbären zu den Ice Tigers, weil man in der Hauptstadt keine Verwendung mehr für ihn hatte. Diesen Irrglauben bestrafte Fischbuch gegen seine alten Kollegen mit einem Hattrick (2., 49., 59.). Nürnbergs Top-Scorer (18 Tore, 26 Assists, 44 Scorerpunkte) ist momentan nicht zu bremsen und reißt auch seine gesamte Sturmreihe mit: Fischbuch (drei Tore, ein Assist), Center Will Acton (vier Assists) und Kapitän Patrick Reimer (ein Assist) brachten es alleine gegen Berlin auf satte neun Scorerpunkte und bestätigten die gute Chemie dieser Formation.

„Es war ein hervorragendes Spiel“, schwärmte Kleinendorst vom Auftritt gegen die Eisbären. „Die Fans schätzen, wie hart und ehrlich wir arbeiten.“ Für genau diese Eigenschaften steht Chad Bassen. Der Ice-Tigers-Stürmer ist der wohl emsigste Spieler im Kader. Gegen Berlin bestritt der 36-Jährige sein 800. DEL-Spiel. „Das ist ganz schön viel Hockey“, weiß Kleinendorst.

Auf Chad Bassen ist Verlass

„Er ist ein guter Soldat. Ich kann ihn als Center oder Flügelstürmer und in Unterzahl einsetzen – und ich weiß immer, was ich von ihm bekomme. Er ist jetzt 36 Jahre alt, wirkt aber viel jünger. Er beklagt sich nie über seine Rolle und ist ein aufrichtiger, authentischer Spieler, der alles so umsetzt, wie du es von ihm verlangst.“

Durch den Sieg hat Nürnberg die Playoffs auch rechnerisch erreicht. In den verbleibenden vier Spielen der regulären Saison haben die Ice Tigers aber noch viel vor: „Wir wollen noch so weit wie möglich nach oben klettern“, so Kleinendorst. „Wir sind bereit. Wenn die Playoffs beginnen, wäre ich nicht gerne das Team, das gegen Nürnberg spielen muss.“

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