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Nürnberg

Ice Tigers sind schon im Playoff-Modus

Die Ice Tigers Nürnberg haben im viert- und drittletzten Spiel der regulären Saison 2019/20 bereits in den Playoff-Modus geschaltet, es äußerst spannend gemacht, aber am Ende zuverlässig abgeliefert.

Patrick Reimer schirmt die Scheibe vor Mark Voakes ab.  Foto: Eibner-Pressefoto/Hahn
Patrick Reimer schirmt die Scheibe vor Mark Voakes ab. Foto: Eibner-Pressefoto/Hahn

Nürnberg.

Den Anfang machte das Duell mit dem DEL-Spitzenreiter EHC Red Bull München am Freitagabend vor 6527 Zuschauern in Nürnberg. Gegen läuferisch und spielerisch überlegene, aber gleichzeitig auch glücklose Gäste wussten sich die Franken mit viel Kampf und Leidenschaft zu wehren. Auf die Defensive vor dem überragenden Torwart Niklas Treutle war Verlass. Zudem setzte man selbst auch offensive Akzente. Das belohnte im ersten Drittel dann Ice-Tigers-Verteidiger Tom Gilbert, der zum 1:0 traf (15.).

Der Spannungsbogen erreichte in der Folge ungeahnte Höhen: Nürnberg musste fünfmal für jeweils zwei Minuten auf die Strafbank, doch auf das fränkische Unterzahlspiel war voll Verlass. „Gegen so ein Team darfst du nicht so viele Strafen nehmen“, ärgerte sich Ice-Tigers-Trainer Kurt Kleinendorst. „Aber unser Penalty-Killing hat einen hervorragenden Job gemacht.“

Als Nürnberg kurz vor Schluss in Überzahl war, schlug es hinten ein (Mark Voakes, 57.). „Das darf nicht passieren“, so Kleinendorst. „Aber ich nehme die Schuld auf mich: Ich habe die Powerplay-Reihen intakt gelassen, hätte aber zwei Verteidiger aufstellen müssen. Das nehme ich auf meine Kappe. Aber wir haben Charakter gezeigt und noch im selben Powerplay geantwortet.“ Und wie: Nur 39 Sekunden später staubte Andreas Eder auf einen Schuss von Patrick Reimer ab – 2:1 war der Endstand (58.).

„Ein großartiges Spiel. Wir haben körperlich und emotional viel investiert“, freute sich Kleinendorst. „Es war ein Kampf: Beide Teams haben gut gespielt, beide Teams haben hart gespielt. Es gab kaum Platz auf dem Eis. Und wir haben einen Weg gefunden, zu gewinnen.“

Genau das klappte auch zwei Tage später in der Seidenstadt, wo die Ice Tigers bei den Krefeld Pinguinen den nächsten Dreier eroberten. Daniel Fischbuch (20.), Kevin Schulze (26.) und Brandon Buck (27.) sorgten in einer chancenreichen und offensiv geführten Partie für einen 3:2-Vorsprung. Dieser wackelte in der Schlussphase heftig: Dreimal fand der Puck unmittelbar vor der Nürnberger Torlinie nicht den Weg in die Maschen. Stattdessen avancierte Schulze zum Doppelpacker und traf ins mittlerweile leere Tor zum erlösenden 4:2 (59.).

Zwar kam der KEV noch einmal heran, doch Treutle hielt den fünften Sieg im sechsten Spiel fest. „Wir spielen gut, wir gewinnen. Dieses Level müssen wir halten und noch besser werden“, fordert Kleinendorst. „Wir wollen das Team sein, gegen das in den Playoffs niemand spielen möchte.“ Als Tabellen-Achter hätten die Ice Tigers Heimrecht in der ersten Playoff-Runde. (nru)

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