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Eishockey

Ice Tigers: Strafzeiten ärgern Jiranek

Nach dem verlorenen Spiel gegen Ingolstadt schimpfte der Nürnberger Trainer auf einige seiner Spieler.
Von Daniel Frasch

War nicht amüsiert: Martin Jiranek, Cheftrainer der Thomas Sabo Ice Tigers. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto
War nicht amüsiert: Martin Jiranek, Cheftrainer der Thomas Sabo Ice Tigers. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Nürnberg.Zurückhaltend, bedacht und introvertiert: Martin Jiranek gehörte noch nie zu den Lautsprechern der Deutschen Eishockey Liga. Umso harscher fiel die Kritik des Nürnberger Trainers vergangenen Sonntagabend nach der 1:2-Niederlage gegen Ingolstadt an seiner eigenen Mannschaft aus. „Die Undiszipliniertheiten haben uns heute den Sieg gekostet“, schimpfte der Deutsch-Kanadier nach der Partie und richtete seinen Zorn vor allem in Richtung von Daniel Weiß.

Dem Frust freien Lauf gelassen

Nürnbergs Angreifer mit der Rückennummer 57, in der in der 33. Minute noch Torschütze des zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichs, ließ im Schlussabschnitt seinem Frust freien Lauf und bekam für eine Undiszipliniertheit auf der Spielerbank eine zehnminütige Strafe aufgebrummt. „Diese Strafe war der Anfang vom Ende. Wir haben im letzten Drittel nicht mit kühlem Kopf gespielt“, zeigte sich Jiranek verärgert über die zehn Strafminuten, die sich seine Ice Tigers in den letzten 20 Minuten einhandelten - zusätzlich zur persönlichen Strafe von Weiß. Ein Gegentor kassierten die Franken zwar nicht in Unterzahl, jedoch beraubten sie sich der Chance, selbst noch einmal Druck aufzubauen und den Ausgleich zu erzwingen.

Vermeidbare Niederlage

Die vierte Saison-Niederlage gegen die Oberbayern war durchaus vermeidbar, dies belegt auch der Blick auf die Schussstatistik, die mit 42:28 zugunsten der Ice Tigers ausfiel. Doch entweder gerieten die Schüsse der Franken zu ungenau, oder aber Jochen Reimer stand einem fränkischen Erfolgserlebnis im Weg. Insbesondere das Bruderduell entschied der Ex-Ice Tigers Goalie (2014-2017) für sich: Elf Mal feuerte Nürnbergs Kapitän und älterer Bruder Patrick auf das Ingolstädter Gehäuse, elf Mal parierte Jochen und hielt somit den Sieg der Gäste fest.

Der Kader der Thomas Sabo Ice Tigers:

Zu diesem Zeitpunkt stand Tom Gilbert schon nicht mehr auf dem Eis. Nürnbergs Verteidiger verletzte sich zu Beginn des 2. Drittels an der Leiste und musste vorzeitig zum Duschen. Wie schwer die Verletzung des US-Amerikaners tatsächlich ist und wie lange der Routinier fehlen wird, ist noch unklar. Bereits langfristig verzichten muss Martin Jiranek auf Chris Brown. Der Angreifer zog sich in der Partie gegen Berlin (6:4) eine Knieverletzung zu und wird den Franken voraussichtlich sechs Wochen fehlen. Ein schmerzhafter Verlust, immerhin steuerte Brown bislang 13 Tore und Zwölf Vorlagen bei.

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