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Eishockey

Ice Tigers verpflichten Jack Skille

Der ehemalige NHL-Stürmer aus den USA verstärkt die kriselnden Nürnberger. Rekonvaleszent Jim O‘Brien steht vor der Rückkehr.

Ex-NHL-Stürmer Jack Skille ist ein Eistiger.  Foto: Roman Horlamus
Ex-NHL-Stürmer Jack Skille ist ein Eistiger. Foto: Roman Horlamus

Nürnberg.NürnbergDie Ice Tigers stecken in einer handfesten Krise: In den letzten acht Runden holte Nürnberg nur einen einzigen von 24 möglichen Punkten, bei einem desaströsen Torverhältnis von 15:38. In diesem Zeitraum erzielten die Franken im Durchschnitt also nur 1,88 Tore pro Spiel und kassierten deren 4,75. Der Schuh drückt vorne wie hinten. Hinzu kommt, dass die Ice Tigers seit 43 Tagen kein Heimspiel mehr gewinnen konnten. Den letzten Sieg auf eigenem Eis gab es am 29. November 2019 zu bejubeln (5:4 n.P. gegen die Augsburger Panther).

Skille unterschreibt bis Saisonende

Nun haben die Verantwortlichen der Franken reagiert und mit dem US-Amerikaner Jack Skille einen ehemaligen NHL-Stürmer bis Ende der Saison unter Vertrag genommen. Der 32 Jahre alte Rechtsschütze war zuletzt in der vergangenen Spielzeit für Genf in der Schweiz aktiv. Von 2007 bis 2017 absolvierte Skille insgesamt 374 Spiele in der NHL und brachte es in dort auf 43 Tore und 42 Assists. Skille lief außerdem 230 Mal in der AHL auf und sammelte dort 163 Scorerpunkte. Vor seinem Engagement in Genf spielte er für Dinamo Minsk in der KHL.

„Jack Skille ist ein NHL-erfahrener Spieler, der uns nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ganz sicher helfen wird. Er ist ein sehr guter Schlittschuhläufer, der in Überzahl und Unterzahl eingesetzt werden kann und bekannt dafür ist, ein absoluter Teamplayer zu sein“, sagte Ice Tigers-Cheftrainer Kurt Kleinendorst.

„Jack Skille ist ein NHL-erfahrener Spieler, der uns nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ganz sicher helfen wird.“

Ice-Tigers-Coach Kurt Kleinendorst

Skille ist Donnerstagnachmittag in Nürnberg angekommen und wird an diesem Freitagmorgen zum ersten Mal mit seiner neuen Mannschaft trainieren. Ein Einsatz am Wochenende ist allerdings unwahrscheinlich, heißt es in einer Pressemeldung des Vereins.

An diesem Freitag (19.30 Uhr) wollen die Ice Tigers den Bock endlich umstoßen, wenn es in Nürnberg gegen die Krefeld Pinguine geht. Die Gäste aus der Seidenstadt stehen als Zwölfter zwar hinter den Franken, sind deswegen aber nicht zu unterschätzen: Die beiden KEV-Stürmer Chad Costello (39 Punkte) und Daniel Pietta (37) sind die beiden besten Scorer in der gesamten DEL. Anfällig sind die Pinguine dagegen in der Defensive: 119 Gegentore bedeuten die Schießbude der Liga.

Ice Tigers-Coach Kurt Kleinendorst Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto
Ice Tigers-Coach Kurt Kleinendorst Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Da trifft es sich gut, dass bei den Ice Tigers ein Stürmer zurückkehren könnte: Jim O’Brien. In einem Vorbereitungsspiel verkantete der 30-jährige Kanadier in einer Rille im Eis, stürzte unglücklich in die Bande und riss sich den hinteren Oberschenkelmuskel. Nach langer Reha rückt nun das erste Spiel für die Franken näher. Bereits in der Vorwoche trainierte der Rechtsschütze im „Voll-Kontakt“-Trikot mit.

„O’Brien hat die Freigabe bekommen, um zu spielen. Das bedeutet allerdings noch nicht, dass wir ihn an diesem Wochenende auch einsetzen werden. Immerhin hat er seit vier Monaten nicht gespielt“, ließ sich Kleinendorst nicht in die Karten schauen.

Zur aktuellen Ergebniskrise sagt der Coach: „Ich bin enttäuscht und fühle mich verantwortlich. Gleichzeitig würde ich jede Entscheidung wieder genauso treffen. Wir werden zusammenhalten, auf Kurs bleiben und tun, was wir tun müssen, um wieder in die Spur zu kommen.“ (nru)

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