MyMz

Eishockey

Keine Playoffs in Nürnberg wegen Corona

Die DEL hat die schönste Zeit des Jahres für Eishockey-Fans abgesagt. Die Nürnberg Ice Tigers tragen die Entscheidung mit.
von Christian Rupp und Wolfgang Endlein

Das Eis in der Arena Nürnberg ist bereit, DEL-Eishockey wird es bis Herbst trotzdem nicht mehr geben.  Foto: Thomas Hahn / Eibner-Pressefoto
Das Eis in der Arena Nürnberg ist bereit, DEL-Eishockey wird es bis Herbst trotzdem nicht mehr geben. Foto: Thomas Hahn / Eibner-Pressefoto

Nürnberg.Wolfgang Gastner, der Geschäftsführer der Nürnberg Ice Tigers hatte es in den vergangenen Tagen schon angedeutet, aber so recht glauben wollte es wohl niemand: Die DEL beendet infolge der Ausbreitung des Corona-Virus die Saison vorzeitig. In diesem Jahr wird die schönste Zeit des Eishockeyjahres fehlen – die Playoffs. Und: Es wird keinen Meister geben, wie die DEL am Dienstag offiziell verkündete.

Mittwochspiel gegen Wolfsburg abgesagt

Nach einer durchwachsenen Saison war die Vorfreude in Nürnberg groß auf die anstehenden Playoffs gegen Dauerrivale Wolfsburg, die am Mittwochabend in der Arena Nürnberg hätten starten sollen. Wobei die Vorfreude bei Spielern und Fans schon einen schweren Dämpfer erhielt, als sich spätestens Anfang der Woche abzeichnete, dass wohl zumindest vor leeren Zuschauerrängen gespielt werden würde, nachdem Bayern Großveranstaltungen mit über 1000 Besuchern untersagt. Am Ende fiel die Entscheidung der DEL sogar noch weitreichender aus.

Was mit Tickets geschieht

  • Rückgabe:

    Wer für das erste Playoff-Spiel am Mittwoch gegen Wolfsburg Einzeltickets gekauft hat, bekomme den vollen Kaufpreis dort erstattet, wo er/sie das Ticket erworben habe, erklärten die Ice Tigers.

  • Voraussetzung:

    Einzige Voraussetzung: Das Originalticket muss mitgebracht und vorgezeigt werden.

Ice Tigers-Geschäftsführer Wolfgang Gastner unterstützt die Entscheidung, weiß aber auch um die Enttäuschung, die damit einhergeht. „Natürlich ist es aus sportlicher Sicht unglaublich schade für unser Team, unsere Sponsoren und unsere Fans, dass wir den großartigen Lauf zum Ende der Hauptrunde nicht in den Playoffs fortsetzen dürfen“, sagte Gastner.

DEL-Chef tut es leid

Letztendlich müsse aber alles dafür getan werden, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. „Wir respektieren und unterstützen die Entscheidung der DEL, den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen“, betonte der Geschäftsführer.

Zunächst sah es so aus, als könnten die Playoffs stattfinden, wenn auch vor leeren Zuschauerrängen. Dann kam die komplette Absage. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto
Zunächst sah es so aus, als könnten die Playoffs stattfinden, wenn auch vor leeren Zuschauerrängen. Dann kam die komplette Absage. Foto: Thomas Hahn/Eibner-Pressefoto

Ähnlich hatte sich zuvor der Geschäftsführer der DEL, Gernot Tripke, geäußert. „Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Clubs, Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid. Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir als DEL stellen die Gesundheit von unseren Fans, Spielern und Mitarbeitern in den Fokus“, sagte Tripke.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Deutsche Eishockey Liga beendet Saison vorzeitig +++ DEL folgt offiziellen Empfehlungen / Playoffs 2020 finden nicht statt / Kein Deutscher Meister in der Saison 2019/20 +++ Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) sieht sich gezwungen, die aktuelle Saison mit sofortiger Wirkung vorzeitig zu beenden. Die anstehenden Playoffs können nicht mehr durchgeführt werden. Grund dafür sind die Verbote diverser Bundesländer, Großveranstaltungen wie Spiele der DEL mit mehr als 1000 Zuschauern stattfinden zu lassen. Die DEL folgt damit auch den offiziellen Empfehlungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Gesundheitsminister Jens Spahn, die nun in den behördlichen Verboten umgesetzt wurden. Mehr auf DEL.org. Link in Bio. ⬆️ #corona #coronavirus #keineplayoffs #keinmeister #icehockey #hockey #eishockey #DEL #DELoffiziell

Ein Beitrag geteilt von Deutsche Eishockey Liga (@deloffiziell) am

Man habe mit der Entscheidung auf die zahlreichen Verbote diverser Bundesländer, Großveranstaltungen wie Spiele der DEL mit mehr als 1000 Zuschauern stattfinden zu lassen. Die DEL folge damit auch den offiziellen Empfehlungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Gesundheitsminister Jens Spahn, die nun in den behördlichen Verboten umgesetzt worden seien, hieß es in der Erklärung der Deutschen Eishockey Liga.

Ice Tigers-Coach zwiegespalten

Wie schwer es ist, mit der Entscheidung im Speziellen wie überhaupt mit der Situation rund um das Corona-Virus umzugehen, zeigte stellvertretend Ice Tigers-Coach Kurt Kleinendorst. Der US-Amerikaner war zwiegespalten, als sich andeutete, dass es mindestens zu Geisterspielen kommen würde: „Ich weiß nicht genug darüber, um mir ein Urteil zu erlauben. Man könnte sagen, dass jeder, der sich ein Ticket kauft, auf eigene Gefahr zum Spiel geht. Gleichzeitig hätten wir auch kein gutes Gefühl, wenn wir der Grund wären, dass sich das Virus schlagartig verbreitet und wir Schuld an einer Pandemie hätten.“

Weitere Nachrichten aus dem Sport in der Region Neumarkt lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht