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Eishockey

Keine Punkte für die Ice Tigers

Mal schwächelt bei den Nürnbergern die Defensive, dann wieder die Offensive. Die Folge: Das Team rutscht in der Tabelle ab.
von Christian Rupp

Nürnbergs Goalie Jonas Langmann stand gegen die Eisbären aus Berlin oftmals im Blickpunkt.  Foto: Uwe Koch/Eibner-Pressefoto
Nürnbergs Goalie Jonas Langmann stand gegen die Eisbären aus Berlin oftmals im Blickpunkt. Foto: Uwe Koch/Eibner-Pressefoto

Nürnberg.Für die Thomas Sabo Ice Tigers gab es am vergangenen Wochenende keine Punkte. Während am Freitag beim 3:5 gegen die Grizzlys Wolfsburg die Defensive wackelte, schwächelte beim 0:2 bei den Eisbären Berlin am Sonntag die Offensive. Mit unangenehmen Folgen für die Tabellenplatzierung.

Für die Ice Tigers war es eine englische Woche zum Vergessen: Nach der 2:7-Klatsche am Dienstag gegen die Adler Mannheim wollte Nürnberg drei Tage später eigentlich Wiedergutmachung gegen Wolfsburg betreiben. Hinter der Bande stand mit Kurt Kleinendorst wieder Cheftrainer, der überraschend nur einen Tag nach dem Tod seines Bruders die Heimreise aus den USA angetreten hatte. Zunächst sah es auch so aus, als würden die Franken einen besseren Auftritt hinlegen. Nach dem frühen Rückstand (Brent Aubin, 3.) fanden die Ice Tigers eine passende Antwort und drehten das Spiel noch im ersten Drittel: Andreas Eder (6.), Daniel Fischbuch (8.) und Brandon Buck (16.) stellten auf 3:1. Es sollten die letzten Nürnberger Tore an diesem Wochenende bleiben.

Defensiv-Fehler kosten Punkte

Zudem präsentierten sich die Ice Tigers ungewohnt anfällig in der Defensive und gaben das Spiel durch zahlreiche individuell Fehler noch aus der Hand: Gerrett Festerling, der Zwillingsbruder von Nürnbergs Verteidiger Brett, stellte den Anschluss her (19.). „Ein ungünstiger Zeitpunkt“, befand Co-Trainer Manuel Kofler. „Das hat uns ein bisschen die Füße weggezogen.“ Danach nämlich eilten die Grizzlys durch Tore vom Ex-Ice-Tiger Valentin Busch (22.) und Doppelpacker Anthony Rech (42., 57.) davon. „Aus unserer Sicht eine absolut unnötige Niederlage“, ärgerte sich Kofler. „Wir haben vier Gegentore in Folge kassiert – das sollte natürlich nicht passieren. Wir müssen das analysieren und in Berlin besser machen.“

Gesagt, getan, denn zwei Tage später in der deutschen Hauptstadt stand Nürnberg zumindest hinten ein wenig stabiler. Ersatztorwart Jonas Langmann hatte Stammkraft Niklas Treutle würdig vertreten, doch auch in seinem vierten DEL-Einsatz musste der 28-jährige Unterfranke eine Niederlage hinnehmen. „Jonas Langmann hat ein sehr gutes Spiel gemacht, und wir sind uns sicher, dass wir mit ihm bald in Spiel gewinnen können“, fand Kofler aufmunternde Worte. An diesem Abend aber musste sich Langmann gegen Marcel Noebels (14.) und Austin Ortega (37.) geschlagen geben. Sorgen bereitete vielmehr Nürnbergs Offensive, die den 650 im Sonderzug mitgereisten Ice-Tigers-Fans keinen einzigen Treffer schenkten. Spielerisch gelang gegen gut geordnete Eisbären nur wenig, zudem fehlte auch das nötige Scheibenglück. „Wir können unserer Mannschaft heute keinen wirklichen Vorwurf machen. Momentan haben wir einfach Probleme mit dem Toreschießen. Solche Phasen macht jede Mannschaft in der Liga mal durch.“

Nur noch Zehnter

Die Ice Tigers sind nach drei Niederlagen in Folge mit 5:15 Toren bis auf Rang zehn durchgereicht worden. „Die kurze Pause über Weihnachten kommt für uns genau richtig, damit wir unsere Akkus wieder aufladen können“, glaubt Kofler. Schon am Donnerstag (19 Uhr) ist Nürnberg bei den Augsburger Panthern gefordert.

So geht es weiter

  • Auswärtsspiel:

    Eishockey satt bekommen die Ice Tigers in den nächsten Tagen serviert. Zunächst steht am ersten Weihnachtsfeiertag ein Auswärtsspiel in Augsburg (19 Uhr) an.

  • Heimspiele:

    Daran schließen sich zwei Heimspiele an. Am Samstag um 17 Uhr geht es gegen München und am Montag (19.30 Uhr) sind die Roosters aus Iserlohn in der Arena Nürnberg zu Gast.

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