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Eishockey

Nürnberg kommt in Schwung

Zum Jahresende nehmen die Ice Tigers Fahrt auf. Die Krise scheint, überwunden zu sein. Doch nun wird es sehr anstrengend.
von Daniel Frasch

Stürmer Leonhard Pföderl kommt allmählich wie auch die Ice Tigers wieder in Schwung. Foto: Laegler/Eibner-Pressefoto
Stürmer Leonhard Pföderl kommt allmählich wie auch die Ice Tigers wieder in Schwung. Foto: Laegler/Eibner-Pressefoto

Nürnberg.Der Nächste bitte: Die Nürnberg Ice Tigers setzten ihre jüngste Siegesserie fort und schlugen nach Bremerhaven (7:3) und Schwenningen (8:3) auch die Eisbären Berlin deutlich mit 5:2. Beeindruckend war vergangenen Dienstagabend die effiziente Spielweise, mit der die Franken bereits zu Beginn der Partie die Weichen auf Sieg stellten.

Gerade einmal 23 Sekunden waren gespielt, als Rückkehrer Brandon Buck die Scheibe perfekt auf Jason Bast quer legte und dieser zur frühen Führung einschob. Leo Pföderl (siebtes Tor in den vergangenen vier Spielen) und Mike Mieszkowski konterten den Berliner Ausgleich und bescherten den Franken eine 3:2-Führung nach dem ersten Spielabschnitt.

Im Stile einer Spitzenmannschaft schlugen die Ice Tigers auch nach dem erneuten Berliner Anschlusstreffer zurück, erhöhten durch Buck und Will Acton auf 5:2 und brachten die Partie letztlich ungefährdet über die Runden. „Im letzten Drittel hat Berlin keinen Weg zurück ins Spiel gefunden, das ist ein Kompliment für meine Mannschaft“, kommentierte Nürnbergs Cheftrainer Martin Jiranek die Leistung seiner Jungs, Berlins Pendant Clèment Jodoin, der in der Zwischenzeit von den Eisbären entlassen wurde, pflichtete dem 49-Jährigen bei: „Respekt an Nürnberg, sie haben ein überragendes Auswärtsspiel gemacht.“

Jiranek sehr zufrieden

Nach enormen Schwierigkeiten in der ersten Saisonhälfte scheinen die Franken endgültig den Schalter umgelegt zu haben, nicht nur die Ergebnisse werden erfreulicher, auch die Leistungen blieben zuletzt konstant auf einem hohen Niveau. „Meine Mannschaft spielt besser und besser, unser Trend geht klar nach oben“, freute sich Martin Jiranek.

In den vergangenen vier Partien holten die Franken 13 von möglichen 15 Punkten und verkürzten den Rückstand auf Rang zehn (Krefeld) auf einen Zähler. Vor rund zwei Wochen trennten die Nürnberger noch elf Punkte vom letzten Platz, der nach der Hauptrunde zumindest für die Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigt.

Neue für den Spengler-Cup

  • Zusatzspieler:

    Die Ice Tigers haben sich für den Spengler Cup in Davos (26. bis 31. Dezember) mit drei Gastspielern verstärkt.

  • Die Neuen:

    Im Aufgebot stehen neben Verteidiger Jake Newton (Bayreuth Tigers) auch die beiden Stürmer Bryan Lerg (HC Ambrì-Piotta/Schweiz) und Martin Ness (Rapperswil-Jona Lakers/Schweiz).

Besonders erfreulich: In der Partie in der Hauptstadt kehrte mit Verteidiger Brett Festerling eine wichtige Stütze in der Nürnberger Abwehr nach Verletzungspause zurück auf das Eis, auch Oliver Mebus konnte nach dem in Schwenningen erlittenen Kniecheck mitwirken. Milan Jurcina wurde in Berlin noch geschont, die Chancen stehen jedoch gut, dass der NHL-erfahrene Slowake im Heimspiel gegen die Kölner Haie Freitagabend (19.30 Uhr) auflaufen wird.

Dann wollen Kapitän Patrick Reimer und Co. ihren Lauf fortsetzen und auch Wiedergutmachung betreiben, immerhin unterlagen die Franken in den ersten beiden Duellen mit den Rheinländern mit 2:3 und 1:4. Doch die Haie scheinen der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt zu sein. In den vergangenen drei Partien bezog die Mannschaft des ehemaligen Ice Tigers-Trainers Peter Draisaitl (Saison 2011/12) ordentlich Prügel und kassierte gegen den EHC Red Bull München (2:5), die Eisbären Berlin (2:5) und die Adler Mannheim (1:5) drei deutliche Niederlagen.

Fünf Spiele in zehn Tagen

Apropos Mannheim: Beim souveränen Tabellenführer (63 Punkte) der DEL sind die Franken Sonntagabend (19 Uhr) zu Gast. Der Auftritt beim Erzrivalen stellt nicht nur das letzte Ligaspiel im Kalenderjahr 2018 dar, er wird zudem ein echter Kraftakt werden, immerhin bestreiten die Ice Tigers bis Sonntag fünf Spiele innerhalb von zehn Tagen.

Auf besinnliche Weihnachtstage können sich Eishockeyprofis aufgrund des straffen Spielplans sowieso nie freuen – die Nürnberg Ice Tigers befinden sich in der aktuellen Spielzeit jedoch im Dauerstress. Nach der Teilnahme an der Champions Hockey League zu Beginn der Saison steht den Franken bereits ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag der Spengler Cup im schweizerischen Davos bevor.

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