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Eishockey

Zwei Auswärtspartien für Ice Tigers

Am Sonntag spielt Nürnberg in Mannheim. Im Vorfeld gibt es Irritationen wegen eines Spielerwechsels.

Patrick Reimer wird den Ice Tigers wegen einer Verletzung am Wochenende fehlen. Foto: EIBNER/Heike_Feiner
Patrick Reimer wird den Ice Tigers wegen einer Verletzung am Wochenende fehlen. Foto: EIBNER/Heike_Feiner

Nürnberg.Ice Tigers stehen vor einem Wochenende, bei dem sie viel Zeit haben werden, im Bus ihren Gedanken nachzuhängen. Mit zwei Auswärtspartien wartet der DEL-Spielplan für die Nürnberger auf. Ob bei den vielen Stunden im Bus der ein oder andere an Moritz Wirth denken wird?

Man weiß es nicht. Zweierlei ist aber sicher: Zum einen, dass die Nürnberger am Sonntag auf Mannheim treffen (17 Uhr), wohin das junge Verteidigertalent unter der Woche gewechselt ist. Zum anderen, dass man in Nürnberg zumindest irritiert über diesen Schritt ist.

Mit jungen deutschen Talenten aus der Region einen neuen Weg einschlagen, das ist der offiziell ausgerufene Weg der Ice Tigers. Wenn solche Talente diesen gemeinsamen Weg verlassen, bevor er überhaupt begonnen hat, trifft das die Nürnberger natürlich.

Noch dazu, wenn man bedenkt, wer da wohin gewechselt ist. Das sportliche Umfeld in Mannheim kann angesichts der sportlichen Klasse des Adler-Kaders getrost als anfordernd für junge deutsche Talente bezeichnet werden. Nicht dass sie dort nicht zum Zug kämen. Mannheim hat bewiesen, dass es deutsche Talente entwickeln kann.

Aber ob der Talent-Vergleich für den 20-jährigen Moritz Wirth beispielsweise mit dem 18-jährigen Bald-NHL-Spieler Moritz Seider, der in der Vorsaison nicht nur Mannheim verzückte, so günstig ausfällt? Wer hat hier wen wie beraten, fragt sich daher so mancher Fan der Ice Tigers und wohl auch die Nürnberger Verantwortlichen.

Am Sonntag gegen in der Tabelle nur zwei Punkte entfernte Adler Mannheim werden die Gedanken von Tigers-Trainer Kurt Kleinendorsts aber wohl weniger um die Causa Wirth kreisen, als vielmehr wie er einen weiteren Ausfall kompensieren soll. Und der wiegt nicht gerade leicht: Stürmer und Kapitän Patrick Reimer wird den Nürnbergern wegen muskulärer Probleme im Bauchbereich bis auf Weiteres fehlen.

Das gilt natürlich auch schon für die erste Busfahrt des Wochenendes. In Wolfsburg (18 Uhr) gilt es für den Tabellensiebten aus Franken einen Verfolger auf die Play-off-Plätze auf Distanz zu halten.

Derweil gibt es aber auch Nachrichten, die den Nürnberger Weg, vermehrt auf deutsche Spieler zu setzen, zumindest etwas Rückenwind verleihen. Zwar ist mit Goalie Niklas Treutle nur ein echter Nürnberger unter den drei von Bundestrainer Toni Söderholm für den Deutschland-Cup (7. bis 10. November) nominierten Spielern, aber wer würde sich nicht über drei Nationalspieler im Kader freuen. Irritiert war jedenfalls wohl niemand, dass neben Treutle auch Andreas Eder und Debütant Daniel Fischbuch demnächst im Nationaltrikot auflaufen werden.

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