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FCN II für SVS eine Nummer zu groß

Auf Kunstrasen wurde Seligenporten nach einem 11:0 gegen Lauf durch ein 1:3 auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Von Udo Weller

Der sehr mannschaftsdienlich spielende Bernd Rosinger (r.) versucht, sich im Duell mit Club-Kapitän Robin Heußer durchzusetzen. Foto: Udo Weller
Der sehr mannschaftsdienlich spielende Bernd Rosinger (r.) versucht, sich im Duell mit Club-Kapitän Robin Heußer durchzusetzen. Foto: Udo Weller

Seligenporten.Zwei Tage nach dem 11:0 bei Bezirksligist Lauf durch Treffer von Gebhard, Azemi, Knorr, Kobrowski (je 2), sowie Rosinger, Loo, und Bajrami unterlag der SVS beim 1. FC Nürnberg II mit 1:3 (0:1).

Dass die „Klosterer“ hinsichtlich der Spritzigkeit und des läuferischen Leistungsvermögens im Hintertreffen waren, mag durchaus der Trainingsbelastung geschuldet sein. Die Diskrepanz in Taktik und Spielverständnis aber machte den Unterschied zwischen einer unter Profibedingungen arbeitenden Mannschaft und Amateuren mehr als deutlich. „Der FCN war uns klar überlegen und hätte durchaus noch mehr Treffer machen können. Trotzdem aber bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden“, so SVS-Coach Gerd Klaus.

Die bei besten Wetter auf dem Kunstrasenplatz am Trainingsgelände des „Ruhmreichen“ ausgetragene Partie begann für den Gast denkbar ungünstig. So netzte Tim Latteier nach schöner Vorarbeit von Dennis Lippert und Casper Tengstedt schon nach nicht einmal 60g Sekunden per Flachschuss zum 1:0 ein. Auch in der Folge brandete eine Club-Attacke nach der anderen auf das von David Paulus gehütete SVS-Tor.

Machtwort des Kapitäns

So rief Kapitän Marco Janz seine Kameraden denn auch bald zur Ordnung und forderte „mehr Wachsamkeit“ ein. Abgesehen von einem harmlosen Schuss von Bernd Rosinger (10.), gab der FCN jedoch weiterhin den Ton an, doch sowohl Lukas Schleimer (16.) als auch Tobias Kraulich (22.) brachten die Kugel nicht ins Ziel. Die beste Chance in dieser Phase ging auf das Konto des eminent quirligen Tengstedt, der nur die Latte anvisierte (28.). Kurz danach sendete der SVS ein Lebenszeichen, als sich Nico Gebhard auf links nach vorne spielte, seine für Christian Knorr gedachte Flanke aber abgewehrt wurde.

Nun legten die „Klosterer“ ihre Zurückhaltung allmählich ab. Insbesondere Rosinger bemühte sich, aus dem Zentrum heraus gefährliche Situationen zu inszenieren. Gebhard hätte denn auch beinahe den Ausgleich erzielt, blieb aber am aufmerksamen Lippert hängen (44.).

Ilir Azemi im Porträt

  • Neuanfang:

    Ein schwerer Autounfall stoppte 2014 jäh seine Karriere. Nach wenig erfolgreichen Jahren bei Holstein Kiel und Wacker Nordhausen, wagt er nun für den SV Seligenporten einen Neuanfang.

Wie schon zu Spielbeginn drängte der FCN auch zu Beginn der zweiten Hälfte mächtig nach vorne und erhöhte nach fünf Minuten auf 2:0. Wieder einmal war es Tengstedt, der am schnellsten schaltete und völlig frei einnetzte. Es ist den „Klosterern“ hoch anzurechnen, dass sie nun nicht auf Schadensbegrenzung aus waren, sondern sich mutig dem so viel besseren Rivalen entgegenstemmten. Rosinger kam bei einem Zuspiel des ein riesiges Pensum abspulenden Raffael Kobrowski einen Wimpernschlag zu spät (69.), bevor Bajrami im Strafraum zu Boden fiel. Schiedsrichter Quirin Dehmlehner ahndete dies aber nicht.

Kobrowski krönt seine Leistung

Nachdem Philipp Harlass mit einem Pfostentreffer und der den Abpraller aufnehmende Robin Heußer das 3:0 für den Club verpassten, krönte Kobrowski seine Leistung mit dem 1:2-Anschlusstreffer, indem er einen Lupfer von Bajrami aus spitzem Winkel per Kopf ins Netz wuchtete (75.). Während den „Klosterern“ allmählich die Kräfte ausgingen, legten die Hausherren sogar noch eine Schippe drauf und drängten mit Macht auf den dritten Treffer. Nun erwuchs Keeper Paulus zum Turm in der Schlacht und vereitelte gleich mehrere gute und beste Gelegenheiten. Das 3:1 allerdings konnte auch er nicht verhindern, als Schleimer aus kurzer Distanz unhaltbar zum Endstand einschoss (82.).

Der SVS spielte mit: Paulus – Neuerer (25. Loo), Bindner (46. Moos), Janz, Freitag – Wiedmann – Knorr (46. Bajrami, 87. Backens), Rosinger, Strobel, Gebhard (57. Azemi) – Kobrowski.

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